20.01.2012 · Der Kader des TVB nimmt Konturen an
Der Januar ist der Monat, in dem die Handball-Bundesligisten zu großen Teilen ihre Kader für die nächste Saison zusammenstellen. Beim TV Bittenfeld gibt’s noch das eine oder andere Fragezeichen, drei weitere Personalien indes sind fix: Adrian Wehner, Florian Schöbinger und Tobias Schimmelbauer haben ihre Verträge verlängert.
Eine wichtige Verpflichtung hatte der TVB bereits vergangene Woche unter Dach und Fach gebracht: Michael Schweikardt (28) wird zur neuen Saison vom Erstligisten MT Melsungen nach Bittenfeld zurückkehren. Gestern nun gab TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt drei Vertragsverlängerungen bekannt: Linksaußen Tobias Schimmelbauer
(24) und Allrounder Florian Schöbinger (25) verlängerten ihr Engagement um jeweils zwei Jahre. Rückraumspieler Adrian Wehner (29) band sich ein weiteres Jahr an den TVB.
Bei Schöbinger indes gibt’s einen kleinen Wermutstropfen: Von August bis Dezember, also in der Hinrunde der nächsten Saison, werden die Bittenfelder auf ihn verzichten müssen. Der Betriebswirtschaftsstudent absolviert im norwegischen Bergen ein Auslandssemester. Bereits vor zwei Jahren war Schöbinger so gut wie weg, der Aufenthalt in Schweden zerschlug sich jedoch kurzfristig. „Ich denke, außer an den Handball, auch an meine berufliche Zukunft, und jetzt bietet sich mir wieder eine Chance“, sagte Schöbinger gestern. Bei einem hochklassig spielenden Club in
Bergen will er trainieren – „und ich hoffe, dass ich dann topfit zurückkommen werde“. Mit dem TVB habe er noch einiges vor. „Wir sind noch lange nicht am Ende.“
Tobias Schimmelbauer kam zur Saison 2011/2012 von der HSG Frankfurt zum TVB, entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einem Leistungsträger und war von anderen Vereinen heiß umworben. „Ich bin hier super aufgenommen worden und fühle mich sehr wohl“, sagte der Linksaußen. Er sehe beim TVB sehr gute sportliche und wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten.
Nicht beschäftigen müssen sich die TVB-Verantwortlichen mit folgenden Spielern, die noch an den Verein gebunden sind: Daniel Sdunek, Jan Forstbauer, Dominik Weiß, Simon Baumgarten. Noch verhandelt werden muss mit Torhüter Gregor Lorger, Arnor Gunnarsson, Thorsten Salzer und Arni Sigtryggsson. Nicht sicher ist, ob Jürgen Schweikardt weitermachen wird.
Alexander Heib wird zur neuen Saison zu den Stuttgarter Kickers wechseln, Marcel Lenz schloss sich dem Drittligisten jetzt schon an. Schlechte Nachrichten gibt’s von Leon Pabst: Der Nachwuchs-Kreisläufer hat sich bei einem Einsatz in der zweiten Mannschaft des TVB das Kreuzband gerissen und wird rund ein halbes Jahr ausfallen. Er gehört aber weiter zum Kader.
Quelle: WKZ Thomas Wagner
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
26.12.2011 · TV Bittenfeld - SG BBM Bietigheim 30:29
Bittenfeld mit Last-Minute-Sieg in Stuttgart
Dem TV Bittenfeld ist ein erfolgreicher Jahresabschluss geglückt. Das Team aus dem Rems-Murr-Kreis gewann das Lokalderby gegen (Tabellen-)Nachbar SG BBM Bietigheim vor 6.200 Zuschauern in der ausverkauften Stuttgarter Porsche Arena mit 30:29 (15:14). Im rechten Rückraum stach Arni Sigtryggsson mit sechs Treffern heraus, jeweils fünf Treffer gelangen Arnor Gunnarsson, Florian Schöbinger und Simon Baumgarten.
„Wurfversuch durch Robin Haller, gehalten von Daniel Sdunek“ lautete der letzte Eintrag im offiziellen Live-Ticker der HBL. Bietigheims Rückraumspieler auf Links hatte drei Sekunden vor dem Ende versucht, seinem Team ein Unentschieden zu retten. Mit sieben Feldspielern agierte die SG in den verbleibenden neun Sekunden, doch es sollte nicht mehr reichen. TVB-Torhüter Daniel Sdunek, dem bereits zuvor wichtige Paraden gelangen, hielt beide Punkte für sein Team fest.
Unnötig spannend machten es die Bittenfelder in diesem packenden Lokalderby gegen den sowohl geographischen als auch tabellarischen Nachbarn aus Bietigheim vor einer atemberaubenden Zuschauerkulisse. Über 6.200 Zuschauer sahen zunächst die SG mit 0:2 in Führung gehen, bevor die Hausherren durch den Siebenmetertreffer von Alexander Heib zum 2:2 ausgleichen konnten. Von da an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der keines der beiden Teams die Oberhand gewann. Erst beim 11:8 (20.) durch Jan Forstbauer hatte der TVB die Möglichkeit davon zu ziehen.
Wie so oft in dieser Saison ließen die Bittenfelder Jungs diese Chance ungenutzt, obwohl Bietigheims Pierre Freudl für zwei Minuten auf die Bank musste. Beim 12:12 (27.) hatten die Gäste durch ihren erfolgreichsten Werfer Christian Schäfer wieder ausgeglichen. Eine starke Parade von Gregor Lorger und der verwandelte Siebenmeterversuch von Arnor Gunnarsson bescherten dem TVB jedoch die knappe 15:14-Führung.
Im zweiten Durchgang änderte sich kaum etwas am ausgeglichenen Spielverlauf, bis die Gäste durch Schäfer mit 18:20 (39.) in Front lagen – die Partie drohte zu kippen. Durch Simon Baumgartens unerbittlichen Einsatz am Kreis, der mehrere Male seinen Mitspielern durch geschicktes Sperre setzen den Weg zum Tor freiräumte, kamen die Bittenfelder wieder ran. Zweimal setzte sich der TVB in den letzten zehn Spielminuten sogar mit zwei Toren Vorsprung ab (27:25, 28:26), versäumte es aber, für klare Verhältnisse zu sorgen. Deshalb sollte die Entscheidung erst im Schlussspurt fallen.
Nach dem Treffer von Bietigheims Philipp Schulz sahen die Zuschauer das Tor des Abends: Nach einem gut angesetzten Heber von Tobias Schimmelbauer prallte der Ball an die Latte des SG-Gehäuses, um von dort aus auf die andere Angriffsseite zu springen. Dort stand Allrounder Florian Schöbinger parat, der nicht lange fackelte und sich in den Kreis warf. Er faustete den Ball über die Torlinie und sorgte eine Minute vor dem Ende für den entscheidenden Treffer.
Nach einem technischen Fehler und einer Zeitstrafe gegen Jürgen Schweikardt musste der TVB die letzten Sekunden der Partie in Unterzahl überstehen. Bietigheim wechselte den siebten Feldspieler ein, um in doppelter Überzahl den Ausgleichstreffer markieren zu können. Doch Daniel Sdunek sicherte mit seiner Parade beide Punkte für sein Team. „Das war ein großartiges Spiel, das alles hatte, was man von einem Derby erwartet“ meinte Cheftrainer Günter Schweikardt auf der Pressekonferenz, nachdem Gästetrainer Jochen Zürn zum Heimsieg gratuliert hatte.
Für beide Teams steht nun die Winterpause an, erst im Februar geht es in der 2.Bundesliga weiter. Der TV Bittenfeld konnte sich durch den Heimsieg in der Porsche Arena immerhin auf einen einstelligen Tabellenplatz (9., 19:17-Punkte) vorkämpfen, Bietigheim überwintert auf Rang 11 (17:19). Nach dem schwachen Start beider Mannschaften in die Saison zeigten sich beide Betreuer durchaus zufrieden mit der aktuellen Tabellensituation. Man habe sich nach Startschwierigkeiten in die neue eingleisige Liga hineingekämpft, sich an die starke Konkurrenz herangetastet. In der Rückrunde müssen beide Teams aus Baden-Württemberg zu mehr Konstanz finden, um am Ende der Saison eine gute Platzierung zu erreichen.
TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer, Schöbinger (5), Forstbauer (1), Weiß (3), Schweikardt (3), Gunnarsson (5/3), Heib (2/1), Baumgarten (5), Sigtryggsson (6), Wehner, Salzer, Seiz.
SG BBM Bietigheim:
Hacko, Welz – Haller (4), Bohnert (2), Kibat (3/1), Knierim, Heuberger (1), Schäfer (8), Coors, Blodig (1), Hinz (1), Freudl (4), Zieker, Schulz (5).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
25.12.2011 · "Wild Boys" sorgen für ausverkaufte Porsche Arena
Bereits im Frühjahr knackte der TV Bittenfeld die Marke von 100.000 Zuschauern in der Porsche Arena. Am Montag - den 26. Dezember 2011 - kommen beim zwanzigsten Auftritt der Wild Boys in Stuttgart noch einmal 6.211 Zuschauer hinzu. Das Spiel am zweiten Weihnachtsfeiertag zwischen dem TV Bittenfeld und der SG BBM Bietigheim ist bereits seit einigen Tagen restlos ausverkauft.
Rekordverdächtig ist nicht nur die großartige Kulisse, die höher ausfällt als beim Derby im
Vorjahr, sondern auch die Anzahl von gemeldeten Journalisten. Mehr als 30 Redakteure, Fotografen und Kameraleute haben sich angekündigt und können hoffentlich von einem Handballfest berichten.Immerhin geht es beim prestigeträchtigen Derby in der Porsche Arena auch darum, welche Mannschaft in der Tabelle für die Winterpause die Nase vorn hat. Eine Abendkasse wird es aufgrund der bereits ausverkauften Halle nicht mehr geben.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
21.12.2011 · SC DHfK Leipzig - TV Bittenfeld 31:32
TVB mit frühzeitigem Weihnachtsgeschenk: Sieg in Leipzig
Es wird Zeit, sich die letzten Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Der TV Bittenfeld hat dies getan: Dank eines 32:31-Auswärtserfolges beim SC DHfK Leipzig kann er beruhigt in die Feiertage gehen.
Aber der TVB hätte es sich einfacher machen können. Lange Zeit waren die Bittenfelder in Leipzig überlegen und führten gleich dreimal mit einem 5-Tore-Vorsprung. Am Ende wurde es dennoch eng. Begonnen hatte es noch gut: Bereits nach zwei Minuten führten unsere Wild-Boys durch Tore von Gunnarsson und Schöbinger mit 2:0. Zwar ließ man den Tabellenfünften auf 2:2 herankommen, aber unser TVB spielte einfach zu überlegen.
Auch die rund 1.200 Zuschauer waren verwundert, wer hier der Tabellenfünfte und wer der Elfte sei. Als Alexander Heib in der 14. Minute auf 10:5 für den TVB erhöhte, war es fast schon einseitig. Zumal Arnor Gunnarsson eine überragende erste Halbzeit spielte und insgesamt acht Treffer erzielte. Klasse hielt auch Gregor Lorger im TVB-Gehäuse, der gleich 7-Meter abwehren konnte.
Der Halbzeitstand von 15:12 für Bittenfeld war deutlicher, als das Ergebnis aussagt. Leider konnte die gute Leistung in der zweiten Hälfte nicht beibehalten werden: Leipzig kam immer näher ran und der TVB wirkte teilweise überhastet und unkonzentriert. In der 51. Minute war es fast soweit: Seitle verwandelt zum 25:26. Das Unentschieden war zum Greifen nahe.
Danach war es wiederum Gunnarsson. Er zum 27:25, aber wieder kamen die Leipziger heran. Wenig später trafen zunächst Jürgen Schweikardt und kurz danach Gunnarsson und es stand 29:26 für Bittenfeld. Trotzdem schien dies nicht zu reichen: In der 57. Minute erzielten die Leipziger innerhalb weniger Sekunden gleich zwei Tore und glichen zum 31:31 aus. Die Bittenfelder mussten nun befürchten, das Spiel noch ganz aus der Hand zu geben.
Aber Florian Schöbinger setzte sich in der 59. Minute schön durch und erzielte das 32:31 für den TVB. Ein hartes Stück Arbeit. Es ist kurz vor Weihnachten - aber Bittenfeld machte beim Auswärtsspiel in Leipzig keine Geschenke. Zumindest nicht an den Gegner. Aber selber beschenken kann ja auch schön sein. Gerade in der Weihnachtszeit.
TV Bittenfeld: Lorger, Sdunek, Schimmelbauer (4), Schöbinger (3), Weiß (3), Schweikardt (3), Gunnarsson (12), Heib (1), Baumgarten (1), Sigtryggsson (2), Wehner (4), Salzer (1).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
17.12.2011 · TV Bittenfeld - TV Korschenbroich 32:30
TVB-Heimsieg am vierten Adventswochenende
Eine Woche nach dem erfolgreichen Auswärtssieg bei der HSG Nordhorn-Lingen hat Zweitligist TV Bittenfeld nachgelegt. Gegen Tabellenschlusslicht TV Korschenbroich setzte sich das Team im Endspurt mit 32:30 (14:15) durch und rückt auf Rang zwölf vor. Linkshänder Arni Sigtryggsson mit acht und Jürgen Schweikardt mit sieben Treffern waren beste Werfer ihres Teams.
Kurz nach Spielende rissen die Bittenfelder Spieler ihre Hände nach oben und jubelten. Nach dem starken Auftritt in Nordhorn hatte das Team die nächsten Punkte für sich gesichert und den TV Korschenbroich mit 32:30 bezwungen. Die Entscheidung fiel jedoch erst in den letzten Minuten der über weite Strecken ausgeglichenen Partie, in der die Hausherren beinahe durchweg in Führung lagen, aber den oft besagten Sack nicht zumachten.
Die Partie begann sehr zerfahren, beide Teams scheiterten entweder am Aluminium oder an den Torhütern. Beim TVB hatte der angeschlagene Daniel Sdunek eine starke Anfangsphase, und auch sein Teamkollege Gregor Lorger kam nach seiner Einwechslung gut ins Spiel. Nach vier Minuten hatte Korschenbroichs erfolgreichster Werfer Simon Breuer den ersten Treffer des Abends erzielt – einer seiner insgesamt 15 Treffer. Ihn bekam die durchaus gut agierende Bittenfelder Defensivabteilung nie wirklich in den Griff.
Einen guten Start legte auch Arni Sigtryggsson hin. Der Isländer erzielte im rechten Rückraum mit seinem mutigen Auftreten drei Treffer innerhalb weniger Minuten, beim 5:4 (10.) wuchtete er den Ball unhaltbar ins gegnerische Gehäuse. Sein Landsmann Arnor Gunnarsson, erneut sicherer Siebenmeterschütze, legte zum 6:4 nach. In dieser starken Phase erhöhte Jürgen Schweikardt durch einen direkt verwandelten Freiwurf zum 12:9 (22.), den höchsten Vorsprung in Durchgang eins.
Trotz guter Ansätze musste der TVB jedoch mit einem knappen Rückstand die Seiten wechseln, doch das Team startete gut in die zweite Halbzeit. Dem 15:15-Ausgleich durch Alexander Heib hatte Simon Baumgarten durch seine am Kreis gesetzte Sperre den Weg geebnet. Nach sieben starken Paraden von Gregor Lorger und dem Siebenmetertreffer von Arnor Gunnarsson ging der TVB mit 22:21 (43.) in Front. Dann blieb die Partie lange offen.
Spannend verlief die Schlussphase in der Bittenfelder Gemeindehalle. Die Hausherren hatten beim 27:25 (53.) durch Simon Baumgarten die Chance, den Vorsprung weiter zu erhöhen und sich endgültig abzusetzen. Beim 28:28 (57.) hatten die Gäste jedoch erneut ausgeglichen. Schweikardts Tor zum 30:28 veranlasste Korschenbroich eine Minute vor dem Ende zur offenen Manndeckung, die der TVB geschickt nutzte. Der schnelle Alexander Heib traf zum entscheidenden 32:29.
„Das war ein wichtiger Arbeitssieg gegen einen hoch motivierten und kämpferisch eingestellten Gegner“ fasste Günter Schweikardt nach Spielende zusammen. Für das Team geht es nun am Mittwoch zum SC DHfK Leipzig, danach folgt das Lokalderby am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Stuttgarter Porsche Arena gegen die SG BBM Bietigheim.
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (2), Schimmelbauer (1), Weiß (4), Forstbauer, Schweikardt (7), Gunnarsson (6), Schöbinger, Sigtryggsson (8), Baumgarten (4), Wehner.
TV Korschenbroich:
Mayer, Bartmann – Fuchs (1), Doetsch (3), S.Breuer (15/2), Göller, Görden (2), M.Breuer, Piske (2), Tovornik, Marquardt (2), Korte (5).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
10.12.2011 · HSG Nordhorn-Lingen - TV Bittenfeld 33:35
TVB landet Auswärtscoup in Nordhorn
Der TV Bittenfeld hat das schwere Auswärtsspiel bei der HSG Nordhorn-Lingen für sich entschieden. Das Team gewann im Euregium mit 33:35 (19:16) und konnte sich damit weiter von den Abstiegsrängen entfernen. Erfolgreichste Werfer auf Bittenfelder Seite waren Arnor Gunnarsson und Dominik Weiß mit jeweils acht Treffern.
Vier Tage nach dem Pokalaus gegen den EHV Aue hat sich der TVB im Bundesliga-Alltag etwas Luft verschafft. Bereits am Freitag reiste die Mannschaft ohne den am Oberschenkel verletzten Thorsten Salzer an, um gegen den ehemaligen Nordligisten HSG Nordhorn-Lingen anzutreten. Die lange Anreise sollte sich für das Team lohnen – Bittenfeld entführte nach einem hitzigen und spannenden Bundesliga-Duell beide Punkte.
Der TVB ging zunächst durch einen schnellen Treffer von Adrian Wehner und Kreisläufer Simon Baumgarten mit 0:2 (3.) in Führung. Bis dahin hatte der erneut bestens aufgelegte Bittenfelder Schlussmann Daniel Sdunek vier Paraden gezeigt. Danach blieben die Gäste aus dem Schwabenland bis zum 7:7 (17.) dran, bis die HSG in ihrer stärksten Phase zunächst in Überzahl auf 9:7 und 17:14 (27.) wegziehen konnte.
In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel beim Stande von 19:16 versuchte der TVB den Rückstand so schnell wie möglich zu verkürzen, was ihm nach knapp sechs Minuten auch gelang. Arni Sigtryggsson markierte den 21:20-Anschlusstreffer, wenig später folgte der Ausgleich durch Weiß. In der Folgezeit blieben beide Teams auf Tuchfühlung, immer wieder scheiterten die Bittenfelder am starken HSG-Torhüter Björn Buhrmester und die Nordhorner an Sdunek und Lorger.
Die Partie nahm noch einmal an Fahrt auf, als die Nordhorner Abwehr beherzt zu Werke ging. Einige kleinere Behandlungsunterbrechungen für die TVB-Jungs sorgten für großen Unmut beim Publikum, doch die Wild Boys ließen sich nicht durch die hitzige Atmosphäre beindrucken und hielten sich vor allem über das Zusammenspiel zwischen Kreisläufer und Rückraum im Spiel. Nach 56 Minuten war es dann soweit: Dem Kontertreffer durch den angeschlagenen Tobias Schimmelbauer folgte eine Sdunek-Parade gegen Nils Meyer und Dominik Weiß erzielte die ersehnte 31:32-Führung.
Die entscheidenden Tore für den TVB markierten in den Schlussminuten die beiden Linkshänder im Rückraum, für die es in den vergangenen Wochen nicht ganz so rund lief. Jan Forstbauer konnte beim 31:33 seinen wuchtigen Rückraumwurf im Netz versenken, dann traf auch Arni Sigtryggsson aus zehn Metern. Als die Nordhorner Abwehr zur offenen Manndeckung überging, machte Forstbauer 30 Sekunden vor dem Ende das entscheidende 32:35.
„Heute waren alle Spieler durch die Bank besser als am Dienstag“ meinte Günter Schweikardt in Anlehnung an den schwachen Pokalauftritt. „Wir haben heute mit viel Mut im Angriff gespielt, dafür wurden wir belohnt“. Der TV Bittenfeld hatte wahrlich eine gute Leistung gegen einen engagierten Gegner abgeliefert. In der kommenden Woche muss das Team allerdings nachlegen, damit der Abstand zu Rang 17 weiter vergrößert werden kann.
HSG Nordhorn-Lingen:
Buhrmester, Bartels – Struck (3), Wilmsen, Lammering, Leenders (5), Mickal (8), Hombrink, Meyer (5), Schagen (6/4), Poll (1), Terwolbeck (2), de Boer, Wiese (3).
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (1/1), Schimmelbauer (5), Weiß (8), Forstbauer (4), Schweikardt (2), Gunnarsson (8/5), Schöbinger, Sigtryggsson (3), Pabst, Baumgarten (3), Wehner.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
06.12.2011 · TV Bittenfeld - EHV Aue 27:29
Endstation Achtelfinale: TVB verliert Pokalspiel
Drei Tage nach der schmerzhaften Heimniederlage gegen SV Post Schwerin musste sich Zweitligist TV Bittenfeld auch im DHB-Achtelfinale der Gästemannschaft beugen. Der EHV Aue setzte sich am Dienstagabend im Pokalwettbewerb gegen die Wild Boys mit 29:27 durch. Alexander Heib und der angeschlagene Tobias Schimmelbauer waren mit jeweils fünf Treffern erfolgreichste Werfer.
Eine schwache Leistung sowohl im Angriff als auch in der Abwehr lieferte die Mannschaft vor knapp 300 Zuschauern im ersten Durchgang gegen den ambitionierten Tabellenführer der 3. Liga Ost ab. Der trat selbstbewusst auf und zeigte eine gute Leistung gegen den TVB, dem Thorsten Salzer nach einer Oberschenkelverletzung fehlte. Auch Linksaußen Tobias Schimmelbauer stand nur in der zweiten Halbzeit bereit, nachdem der 10:15-Rückstand nach 30 Minuten seinen Einsatz erforderlich machte.
Zunächst startete das Team gut, Dominik Weiß erzielte die ersten beiden Treffer des TVB (2.). Danach übernahm allerdings der EHV das Kommando und führte schnell mit 2:5 (6.) und 6:10 (18.). Erneut konnten sich die TVB-Akteure bei ihren beiden Torhütern Daniel Sdunek und Gregor Lorger für deren Paraden bedanken – sie verhinderten immer wieder noch größere Rückstände gegen die Gäste aus dem Erzgebirge.
Erst in der zweiten Halbzeit berappelte sich das Team von Günter Schweikardt, der nach seiner Schulteroperation wieder auf der Trainerbank Platz genommen hatte. Bittenfeld kämpfte nun verbissen, zeigte ein völlig anderes Gesicht als im ersten Durchgang – und riss die Zuschauer mit. Die Folge: Beim 15:16 (42.) und 20:21 (49.) schnupperte der TVB am Ausgleich, doch der wollte einfach nicht gelingen.
Nach einem erneuten Drei-Tore-Rückstand beim 21:24 (54.) schien das Spiel verloren, der TVB bewies jedoch Moral, kämpfte weiter engagiert und verkürzte auf 25:26 durch Heib. Die beiden Treffer von Arni Sigtryggsson und Jürgen Schweikardt reichten am Ende jedoch nicht zum erhofften Sieg, Aues bester Werfer Dener Jaanimaa markierte das entscheidende 26:28 in der letzten Spielminute.
„Das war eine schlechte erste Halbzeit von uns. Erst in der zweiten Hälfte haben wir ins Spiel gefunden, das Team hat Moral bewiesen, hat sich zurückgekämpft und wir hatten mehrere Male die Chance zum Ausgleich. Aber der gelang uns heute nicht“ sagte Klaus Hüppchen nach Spielende.
Die nächste Aufgabe in der 2. Bundesliga dürfte nicht leichter werden für die Wild Boys. Das Team reist bereits am Freitag Richtung Norden, um am Samstagabend gegen den ehemaligen Erstligisten Nordhorn anzutreten.
TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer (5), Schöbinger (1), Forstbauer, Weiß (3), Schweikardt (3), Gunnarsson (1), Heib (5/4), Baumgarten (4), Sigtryggsson (2), Wehner (2), Pabst, Lenz (1).
EHV Aue:
Skabeikis, Meinl – Schäfer (1), Meinhardt (1), Roch (3), Rothenburger, Berthold, Jaanimaa (8), Mägi (3), Vesely (4), Faith (3/2), Wittig (3), Matschos (3).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
03.12.2011 · TV Bittenfeld - SV Post Schwerin 28:30
Bittenfeld verspielt Heimsieg gegen Schwerin
Die Mini-Siegesserie von 6:0-Punkten des TV Bittenfeld fand am Samstagabend in eigener Halle gegen den SV Post Schwerin ein jähes Ende. Trotz mehrmaliger Drei-Tore-Führung unterlag das Team den engagierten Gästen aus Mecklenburg-Vorpommern mit 28:30 (14:13). Bittenfeld steckt damit vor dem DHB-Pokalspiel gegen Aue wieder voll im Abstiegskampf der 2. Bundesliga.
Gerade einmal vier Wochen ist es her, da wurde dem TV Bittenfeld durch den aktuellen Spitzenreiter der 2. Bundesliga GWD Minden mit einem klaren 23:30 die Grenzen aufgezeigt. Damals war der Ex-Bundesligist einfach eine Nummer zu groß für die tapfer kämpfenden und personell geschwächten Bittenfelder, die Niederlage eine logische Konsequenz der Unterlegenheit. Am Samstag leisteten sich die Bittenfelder Jungs jedoch einen doppelten Punktverlust vor heimischem Publikum gegen einen schlagbaren Gegner, der unnötiger nicht hätte sein können.
Der vor kurzem an der Schulter operierte TVB-Cheftrainer Günter Schweikardt musste auf der Tribüne Platz nehmen und die Partie seiner Mannschaft von dort aus verfolgen. Und konnte nicht eingreifen. Sein Team lag schnell mit 0:3 (4.) gegen eine Schweriner Mannschaft zurück, die gleich zu Beginn durch entschlossene Abwehraktionen unbedingten Siegeswillen signalisierte. Das belegen auch die Zahlen: Acht Zeitstrafen der Schweriner stehen vier des TVB gegenüber.
Bittenfeld konnte erst nach 20 Minuten durch Tobias Schimmelbauer zum 9:9 ausgleichen. Dominik Weiß scheiterte zweimal am Aluminium, die Gäste erhöhten durch Murawski auf 9:12. Der TVB konnte erst durch mehrere Paraden vom erneut gut aufgelegten Daniel Sdunek und jeweils zwei Treffern von Arnor Gunnarsson und Alexander Heib wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff mit 14:13 in Führung gehen. Damit hatten sich die Wild Boys zurück gemeldet.
Die starken Anfangsminuten der Hausherren im zweiten Durchgang erinnerten dann an die souveränen Heimauftritte der vergangenen Saison, als die Bittenfelder Gemeindehalle bei den Gegnern quasi als uneinnehmbare Festung galt. Alex Heib, Dominik Weiß und Simon Baumgarten brachten ihr Team auf 17:14 (34.) in Front. Danach scheiterte der TVB mehrere Male am guten SV-Torhüter Igor Levshin, der mit seinen langen Pässen unzählige Kontertreffer der Gäste einleitete. Nach dem 19:19-Ausgleich entwickelte sich über zehn Minuten lang ein offener Schlagabtausch zwischen zwei ebenbürtigen Gegnern.
Die Schlussminuten vor rund 900 Zuschauern hatten es in sich. Fünf Minuten vor dem Ende markierte Simon Baumgarten das 27:26. Schwerin hielt mit dem starken Spielmacher Moritz Weltgen dagegen, glich aus und erhöhte gar zum 27:28 (58.). Dann reichte den Gästen ein technischer Fehler und eine Zeitstrafe gegen den TVB aus, um 35 Sekunden vor Schluss zum 28:30-Endstand zu erhöhen.
„Wir haben es versäumt, nach vierzig Minuten beim Stande von 17:14 und 18:15 nachzulegen. Da haben wir die Siegchance leichtsinnig aus der Hand gegeben und den Gegner stark gemacht“ erklärte Klaus Hüppchen enttäuscht. Der TVB hatte in einigen Szenen gute Ansätze und sehenswerte Spielzüge gezeigt. Dennoch dürften langjährige Bittenfeld-Fans phasenweise den unbedingten Kampfgeist, den Siegeswillen, den entschlossenen Einsatz um jeden Ball vermisst haben. Am kommenden Dienstag kann sich das Team durch einen Sieg im Pokalspiel gegen den EHV Aue rehabilitieren. Zu Hause in der Bittenfelder Gemeindehalle.
TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer (3), Schöbinger (3), Forstbauer (1), Weiß (5), Schweikardt (1), Gunnarsson (6/3), Heib (3), Baumgarten (6), Sigtryggsson, Wehner, Salzer.
SV Post Schwerin:
Levshin, Wetzel – Weltgen (9/4), Riediger (1), Vanek (1), Rauch, Prothmann, Heinze (8), Murawski (6), Thormann, Chantziaras (1), Anclais (4).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
26.11.2011 · HG Saarlouis - TV Bittenfeld 28:30
TVB setzt in Saarlouis Siegesserie fort
Der TV Bittenfeld scheint sich gefangen zu haben. Nach dem Auswärtssieg in Potsdam und dem Heimsieg gegen Eisenach konnte das Team auch in Saarlouis doppelt punkten. Beim 30:28-Auswärtssieg waren Arnor Gunnarsson mit acht und Simon Baumgarten mit sechs Treffern die erfolgreichsten Bittenfelder.
Ohne den am Freitag an der Schulter operierten Chefcoach Günter Schweikardt reisten die Wild Boys am Samstag zur heimstarken HG Saarlouis. Dem Tabellensiebten mit dem besten Angriff der 2. Bundesliga fehlte Rechtsaußen Philipp Leist, Bittenfeld konnte auf seinen wieder genesenen isländischen Rechtsaußen Arnor Gunnarsson zurückgreifen. Und der zeigte sich treffsicher von der Siebenmeterlinie, verwandelte alle sieben Versuche.
Das von den Hausherren zur „Vier-Punkte-Partie“ erklärte Bundesliga-Duell begann sehr ausgeglichen, die HG ging nach knapp zwei Minuten mit 1:0 durch Kreisläufer Ingars Dude in Führung. 3:1, 6:4 und 8:6 sollten die weiteren Spielstände lauten, bevor der TVB durch seinen etatmäßigen Kreisläufer Simon Baumgarten zum 8:8 ausgleichen konnte. Von da an ließ sich Bittenfeld nicht mehr abschütteln, legte nach dem Treffer durch Jonathan Julvecourt zum 14:13 noch einmal nach und erzielte durch Gunnarsson den Ausgleich zur Halbzeit.
„Die Jungs haben eine durchweg gute Leistung gezeigt. Das Paket Abwehr-Torhüter hat uns im zweiten Durchgang den Sieg gebracht“ meinte Klaus Hüppchen nach Spielende. Zudem verwies der Co-Trainer in der Chefcoach-Rolle auf seinen gut aufgelegten Torhüter sowie auf das perfekte Zusammenspiel zwischen Spielmacher Jürgen Schweikardt und Simon Baumgarten. „Daniel Sdunek war erneut überragend, und Jürgen steuerte unseren Angriff heute ganz stark“ lobte er zwei seiner Akteure, denen er allen eine ausgezeichnete Mannschaftsleistung attestierte.
In der Tat präsentierten sich die Bittenfelder in der zweiten Halbzeit den 1.500 Zuschauern von ihrer besten Seite. Angeführt von einem Glanzparaden zeigenden Daniel Sdunek und einer um jeden Ball kämpfenden Mannschaft sahen die mitgereisten TVB-Fans eine sehenswerte Bundesliga-Partie zweier ebenbürtiger Gegner. Zunächst erhöhte Saarlouis durch Danijel Grgic auf 20:18, der TVB kam jedoch in Unterzahl zum 20:20-Ausgleich und übernahm in der 53. Minute durch Dominik Weiß die 24:25-Führung. Als Baumgarten sein Team mit 26:28 (58.) in Front schoss, war der Auswärtssieg zum Greifen nah. Aber erst der Siebenmetertreffer von Gunnarsson 50 Sekunden vor dem Abpfiff zum 27:30 sicherte dem TVB den Punktgewinn in fremder Halle.
Mit der Maximalausbeute von 6:0-Punkten aus den vergangenen drei Partien kann der TV Bittenfeld den Rückstand zum Mittelfeld weiter verkürzen. Wie eng es dort zugeht, zeigt ein kurzer Blick auf die Tabelle: Die HSG Nordhorn-Lingen liegt mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 12:12-Punkten auf dem achten Platz, Bittenfeld mit 11:15-Punkten auf dem 15. Rang. Nach dem erneuten Erfolg geht der Blick des TVB nun nach oben. Gegen den SV Post Schwerin soll am kommenden Wochenende der nächste Heimsieg gefeiert werden. Die Chancen dafür stehen gut, der TVB-Express ist wieder ins Rollen gekommen.
HG Saarlouis:
Peveling, Jonczyk – Krings (1), Fontaine (2), Janiszewski, Dude (1), Fetser (3), Grgic (7), Holzner, Czertowicz (1), Julevecourt (7), Lohrbach (6/2).
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (1), Schimmelbauer (3), Weiß (4), Forstbauer, Salzer, Schweikardt (4), Gunnarsson (8/7), Schöbinger (3), Sigtryggsson (1), Pabst, Baumgarten (6), Wehner.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
19.11.2011 · TVB bezwingt engagiertes Eisenacher Team
Der TV Bittenfeld konnte an die gute Auswärtsleistung gegen Potsdam anknüpfen. Beim Auftritt vor eigenem Publikum gegen den ThSV Eisenach (10.) zeigte Bittenfeld in der zweiten Halbzeit eine deutliche Leistungssteigerung in der Abwehr und profitierte vom überragenden Daniel Sdunek im Tor. Dominik Weiß mit 7 und Tobias Schimmelbauer mit 6 Treffern waren beim 30:28-Heimsieg erfolgreichste Werfer auf TVB-Seite.
Eine Woche nach dem Überraschungssieg beim favorisierten VfL Potsdam hat der TV Bittenfeld in der 2. Bundesliga nachgelegt. In der mit 950 Zuschauern gut besuchten Gemeindehalle sorgte TVB-Torhüter Daniel Sdunek in der zweiten Hälfte für Sprechchöre – das Publikum feierte den Schlussmann, der zusammen mit seinen Vorderleuten eine deutliche Leistungssteigerung in Durchgang zwei zeigte und maßgeblichen Anteil am Heimsieg hatte.
Zunächst sah alles nach einer sehr ausgeglichenen Partie aus. Bis zum 6:6 (14.) konnte sich keines der beiden Teams absetzen, bis der TVB gleich dreimal am guten Eisenacher Torhüter Radek Musil scheiterte. Die Gäste aus Thüringen nutzten wiederum ihrerseits die sich bietenden Chancen und zogen auf 6:10 davon. Drei starke Paraden von TVB-Torhüter Gregor Lorger und die doppelte Überzahl für die Wild Boys brachten die Hausherren auf 14:16 zur Halbzeitpause heran.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der TV Bittenfeld seine alte Stärke in eigener Halle. Über schnelle Tempogegenstöße und einer immer besser werdenden Abwehr konnte der TVB schnell den 18:18-Ausgleich durch Dominik Weiß herstellen. Dies sollte der letzte ausgeglichene Spielstand in der Partie sein – der TVB zog innerhalb von fünf Minuten durch die sicher verwandelten Siebenmetertreffer des wieder genesenen Alexander Heib auf 23:19 weg.
Erst beim 24:23 (52.) schnupperte Eisenach noch einmal am Ausgleich. Eine gut gesetzte Auszeit der TVB-Verantwortlichen unterbrach den Spielfluss der Thüringer, Bittenfeld erhöhte durch Weiß und Tobias Schimmelbauer weiter auf 26:23. Damit war die Partie entschieden, dem TV Bittenfeld war der Sieg nicht mehr zu nehmen. Zu seinem ersten Einsatz im TVB-Trikot kam an diesem Abend der 21-jährige Mitar Markez. Mit einem Doppelspielrecht ausgestattet entlastete der FrischAuf Göppingen-Rechtsaußen den an der Hüfte verletzten Isländer Arnor Gunnarsson.
TVB-Coach Günter Schweikardt zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.„Eine deutliche Leistungssteigerung in der Abwehr in Verbindung mit der starken Leistung von Daniel Sdunek waren in der zweiten Halbzeit die Garanten für den heutigen Sieg“. Mit den zwei Punkten gegen Eisenach macht der TV Bittenfeld in der Liga zwar keinen Sprung nach vorne, hat aber den Anschluss zum Mittelfeld herstellen können. 9:15-Punkte können die Rems-Murr-Kreis-Vertreter vorweisen und liegen damit als Tabellensechzehnter nur drei Pluspunkte hinter dem Neunten aus Potsdam. Und die konnte der TVB ja bekanntermaßen am vergangenen Wochenende besiegen.
TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer (6), Schöbinger (3), Forstbauer (1), Weiß (7), Schweikardt (1), Gunnarsson (4/1), Heib (3/3), Baumgarten (4), Sigtryggsson, Markez, Wehner (1), Salzer.
ThSV Eisenach:
Musil, Gorobtschuk – Trautvetter (2), Sklenak (6), Wöhler (2), Luther (1), Miljak (5/2), Kaluzinski (4), König, Schiffner (1), Heinemann (2), Lilienfelds (5), Koloper.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
11.11.2011 · 1. VfL Potsdam - TV Bittenfeld 32:34
Erster Auswärtssieg für den TV Bittenfeld
Die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld haben beim 1. VfL Potsdam ihren ersten Auswärtssieg verbuchen können. Mit 34:32 (18:17) setzte sich das Team beim Tabellenzehnten durch und hat damit zwei wichtige Punkte errungen. Besonders erfolgreich waren Arnor Gunnarsson mit elf und Dominik Weiß mit zehn Treffern.
Mit dem Flugzeug reiste der TV Bittenfeld nach Berlin, um im nahe gelegenen Potsdam anzutreten. In der kleinen, aber Flair versprühenden alten Halle mit 300 Zuschauern wollte der TVB seine Niederlagenserie beenden, was ihm trotz klarer Außenseiterrolle in dieser Partie beeindruckend gelang. Gleich zu Beginn zeigte die Mannschaft Kampfgeist und Siegeswillen, lag schnell mit 3:0 in Front.
Diese Führung konnten die gut agierenden Bittenfelder eine Viertelstunde lang verteidigen, bis der immer besser ins Spiel findende VfL durch Florian Schugardt den nicht unverdienten 10:10-Ausgleich schaffte. Es häuften sich technische Fehler und Ballverluste auf beiden Seiten, die ausgeglichene Partie wogte hin und her. Ein wenig mehr Glück erarbeitete sich der TVB und blieb bis zur Halbzeitpause mit einem Tor in Führung (18:17).
Der zweite Durchgang wirkte phasenweise etwas zerfahren – beide Teams hatten mit zahlreichen technischen Fehlern zu kämpfen. Doch die Gäste aus Schwaben konnten Potsdam konstant auf Distanz halten, erzielten durch den engagierten Tobias Schimmelbauer das 23:20 (41.). Die Hausherren hielten mit ihrem gut aufgelegten Torhüter Gabor Pulay dagegen, der den TVB-Schlussmännern Daniel Sdunek und Gregor Lorger in Nichts nachstand. Arnor Gunnarsson gelang mit dem 28:24 (49.) das Tor des Tages: Auf seiner angestammten Rechtsaußenposition hatte er sich Richtung Rückraum orientiert und setzte einen strammen Unterlatten-Treffer unhaltbar ins lange Eck.
Die verbissene Schlussphase, in der beide Teams kämpften und eine gute Leistung zeigten, gehörte ebenfalls dem TVB. Zunächst sah es nach einem klaren Auswärtssieg aus, nachdem Jürgen Schweikardt das 30:26 (53.) gelang. Potsdam gab jedoch nicht auf und verkürzte durch den besten Werfer Philipp Barsties auf 31:30. Zweimal Weiß, einmal Schweikardt und drei Paraden von Gregor Lorger hielten den VfL Potsdam jedoch bis zum Schluss auf Distanz und bescherte den feiernden Spielern mitsamt den rund 20 mitgereisten Bittenfelder Fans einen verdienten 34:32-Auswärtssieg.
„Das war heute ein ungemein wichtiger Sieg für uns, den wir verdient haben“ stellte Günter Schweikardt nach dem Spiel zufrieden und erleichtert fest. Mit dem doppelten Punktgewinn konnte der TV Bittenfeld auf Tabellenplatz sechzehn klettern und empfängt in der kommenden Woche in der heimischen Gemeindehalle den ThSV Eisenach. Dann sollen die nächsten beiden Punkte folgen, um sich vollständig von den Abstiegsrängen zu verabschieden.
1. VfL Potsdam:
Frank, Pulay – Pohlack (2), Melzer (3), Barsties (6), Schugardt (3), Bolduan (3), Urban (2), Piske (4), Drechsler (3), Mellack, Schmidt (2), Reimann (4/4).
HC Erlangen:
Sdunek, Lorger – Heib, Schimmelbauer (5), Weiß (10), Forstbauer, Salzer (2), Schweikardt (3), Gunnarsson (11/3), Schöbinger (1), Sigtryggsson (2), Pabst, Baumgarten, Wehner.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
04.11.2011 · TV Bittenfeld - GWD Minden 23:30
GWD Minden eine Nummer zu groß
Das erste von insgesamt vier Spielen in der Stuttgarter Porsche Arena hat der TV Bittenfeld vor 5.100 Zuschauern gegen GWD Minden verloren. Beim 23:30 (11:16) stolperten die Hausherren einmal mehr über eigene Fehler und den gut aufgelegten Gästekeeper Anders Persson. Erfolgreichster Werfer auf Bittenfelder Seite war Florian Schöbinger mit vier Treffern.
Das Publikum in der Porsche Arena hat am Freitagabend einen TVB gesehen, der einen ordentlichen Start in die Partie gegen den favorisierten Meisterschaftskandidaten Minden hinlegte. Nach einer 2:0 und 4:2-Führung (5.) stimmte die Atmosphäre in der Arena, die Zuschauer peitschten ihr Team voran und erwarteten insgeheim einen Heimsieg ihres TVB gegen die Mindener Gäste. Denn bei 19 Spielen im zweiten Wohnzimmer der Bittenfelder gab es bislang nur vier Spiele, in denen die Schwaben ohne Punkte oder mit einer Punkteteilung das Parkett verließen – immer gegen große Favoriten der 2.Bundesliga.
Gegen den TSV GWD Minden sollte allerdings der fünfte Punktverlust hinzukommen. Angeführt von einem bestens aufgelegten Spielmacher Dalibor Doder übernahmen die Ostwestfalen nach dem Ausgleich zum 6:6 (12.) das Kommando und erhöhten bis zur TVB-Auszeit auf 8:11. Zu passiv agierte das Team von Günter Schweikardt und Klaus Hüppchen gegen den wurfgewaltigen Rückraum der Mindener mit Doder und Nenad Bilbija. Und im Angriff bekam jetzt GWD-Schlussmann Anders Persson seine Hände an die oftmals unvorbereiteten Würfe der Bittenfelder.
Die Konsequenz: Der TVB musste die Ostwestfalen fünf Minuten vor der Halbzeitpause ziehen lassen, nachdem er beim 10:12 innerhalb von sechs Minuten gleich sechs bestens herausgespielte Torchancen liegen ließ. So erhöhte Minden bis zum Seitenwechel auf 11:16 und sorgte beinahe schon für eine erste Vorentscheidung.
Letzte Hoffnungen kamen im Bittenfelder Lager auf, als Schöbinger und Adrian Wehner durch sehenswerte Einzelaktionen auf 13:17 verkürzten und das Publikum noch einmal für die kommenden 30 Minuten mobilisierte. Dann folgte allerdings eine zu lange Durststrecke - es sollte eine Phase folgen, in der dem TVB innerhalb von einer Viertelstunde nur zwei Treffer gelangen. Zu wenig, um gegen ein Spitzenteam der 2. Bundesliga bestehen zu können. Als Minden auf 15:24 (46.) davon war, fiel die Vorentscheidung in dieser ansehnlichen Partie. In den verbleibenden zehn Minuten mühten sich die Bittenfelder vergeblich gegen eine kompakte GWD-Abwehr, die wenig Lücken zuließ, beherzt zupackte und mit ihrem Torhüter ein gutes Gespann bildete.
„Wir waren gegen den großen Meisterschaftsfavoriten Minden deutlich unterlegen, auch wenn wir gute Phasen hatten. Der Funke wollte heute einfach nicht vom phantastischen Publikum auf das Team überspringen“ meinte Günter Schweikardt nach dem ersten Auftritt seiner Mannschaft in der Stuttgarter Arena. Die kommenden Aufgaben werden nicht einfacher für den TVB. Am kommenden Freitag steht das Auswärtsspiel in Potsdam an, dann kommt Eisenach in die Bittenfelder Gemeindehalle.
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (1), Schimmelbauer (3), Weiß (2), Forstbauer (3), Salzer, Schweikardt (3/1), Gunnarsson (3/2), Wehner (2), Sigtryggsson (2), Pabst, Baumgarten, Schöbinger (4).
TSV GWD Minden:
Persson, Vortmann – Andersson (3), Oevermann, Bartsch (2), Auerswald (1), Steinert (2), Helmdach, Südmeier, Schmidt (2/2), Svitlica (5), Doder (9), Klesniks (1), Bilbija (5)
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
04.11.2011 · Porsche Arena
30.10.2011 · TUSEM Essen - TV Bittenfeld 30:27
Niederlage in Essen - Aufholjagd wird nicht belohnt
Nach einer guten Anfangsphase muss sich der TV Bittenfeld bei TUSEM Essen mit 27:30 (14:16) geschlagen geben. Ein gut aufgelegter TUSEM-Torhüter Jan Kulhanek verhindert in den entscheidenden Phasen den Bittenfelder Anschluss, der durch die kämpferische Leistung des TVB zum Greifen nah war. Erfolgreichster Werfer war Wild Boy Tobias Schimmelbauer mit sieben Treffern.
Der Rems-Murr-Kreis-Vertreter aus dem Schwabenland startete beim Revierclub gut in die Partie, führte mit 0:2 nach vier Minuten. Das 2:4 und 3:6 durch die beiden Isländer Arni Sigtryggsson und Arnor Gunnarsson brachte den TVB weiter in Front und hielt den engagierten Gastgeber auf Distanz. Erst beim 6:6-Ausgleich, resultierend aus mehreren Fehlwürfen der Bittenfelder und den Paraden von Essens Jan Kulhanek, musste der TVB seine Führung abgeben. Und: Es sollte der letzte Ausgleich während des gesamten Spieles bleiben.
Während TUSEM immer besser ins Spiel fand, leisteten sich die Wild Boys technische Fehler und vergebene Torchancen. Besonders eklatant: Zwischen der 9. und 17. Spielminute verzeichnete der TVB neun Würfe auf das gegnerische Tor – keiner davon fand den Weg ins Essener Netz. Anders die Gastgeber. Sie leiteten schnelle Tempogegenstöße ein und konnten sich somit zwischenzeitlich auf 7:10 absetzen (18.). Doch trotz der mangelnden Chancenverwertung kämpfte sich das Bittenfeld-Team wieder heran und hatte durch den Treffer von Tobias Schimmelbauer den 10:11-Anschluss hergestellt.
TUSEM-Trainer Maik Handschke reagierte auf die gute Phase des TVB mit einer Auszeit. Und die zeigte zunächst Wirkung. Essens bester Schütze Hannes Lindt erhöhte auf 11:14, bevor Tobias Schimmelbauer einen geblockten Rückraumwurf aufnehmen und Sekunden vor der Sirene sicher zum 14:16-Halbzeitstand verwandeln konnte.
Der zweite Durchgang brachte keine Besserung für Bittenfeld. Gut herausgespielte Torchancen wurden zumeist leichte Beute vom gut aufgelegten Jan Kulhanek. Nach 44 Minuten hatte Essen auf 18:25 erhöht, der Vorsprung schien mittlerweile uneinholbar zu sein. Aber der TVB kämpfte sich noch einmal zurück, stellte die gewohnte 6:0-Deckung um und resultierte aus Fehlern im Spielaufbau der Hausherren. Das 24:26 (50.) durch Dominik Weiß weckte Hoffnungen auf der Bittenfelder Bank, die allerdings nicht erfüllt wurden.
“Unsere kämpferische Leistung wurde heute nicht honoriert, das Team hat bis zuletzt alles gegeben. In den entscheidenden Phasen haben wir allerdings zu viele Würfe vergeben und scheiterten am starken Jan Kulhanek im Essener Tor“ resümierte Günter Schweikardt nach Spielende. Der Blick richtet sich nun auf die Partie am kommenden Freitag gegen GWD Minden, wenn der TVB in der Stuttgarter Porsche Arena vor über 5.000 Zuschauern spielen wird. Eine positive Meldung gab es an diesem punktlosen Sonntag trotzdem für Bittenfeld. Im Achtelfinale um den DHB-Pokal trifft der TVB zuhause auf Drittligist EHV Aue. Sicherlich keine einfache Aufgabe, doch eine lösbare.
TUSEM Essen:
Kulhanek, Bliß – Krüger, Keller, Pöter (3), Schröder, Trodler, Pieczkowski (3), Seidel (4), Lindt (8/1), Rahmel (6/1), Ciupinski (2), Kropp (4).
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (1), Schimmelbauer (7), Weiß (5), Forstbauer (2), Salzer (2), Schweikardt, Gunnarsson (3/2), Wehner (1), Sigtryggsson (1), Baumgarten (3), Pabst (1), Schöbinger (1).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
22.10.2011 · TV Bittenfeld - TV Emsdetten 27:34
Der TVB verschenkt zwei wichtige Punkte
Lange Zeit sah es nach einem souveränen Heimsieg des TV Bittenfeld gegen das Zweitliga-Urgestein TV Emsdetten aus. Fünfzehn Minuten vor Spielende kam dann allerdings alles anders: Der TVB scheiterte an den eigenen Fehlern und lud die Gäste zum Kontern ein. Ergebnis? Das Spiel kippte, und Emsdetten entführt den Hausherren zwei wichtige Punkte.
Als die Halbzeitsirene durch die Bittenfelder Gemeindehalle tönte, waren die Zuschauer sichtlich zufrieden mit der Leistung ihres Teams. Zugegeben, die ein oder andere Chance hätte besser genutzt werden können, doch insgesamt gesehen kontrollierte Bittenfeld den Gegner und hatte durch schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff einen komfortablen 17:12-Vorsprung erkämpft.
Gleich in den ersten Minuten der Partie zeigte der TVB, was ihn stark macht. Eine kompakte Abwehrleistung mit einem gut aufgelegten Gregor Lorger im Kasten reichten aus, um den Emsdettener Angriffsbemühungen einen Riegel vorzuschieben. Bei den engagierten Gästen lief in den ersten dreißig Minuten wenig zusammen, der TVB konterte in eigener Halle nach Belieben und profitierte von den zahlreichen Fehlversuchen des TVE. Die Folge: Bittenfeld zog konstant davon, führte durch den Treffer des wiedergenesenen Adrian Wehner zum 17:11 (28.) bereits mit sechs Treffern.
Doch so stark die erste Hälfte des Rems-Murr-Kreis-Vertreters auch war, so zerfahren sollte der zweite Durchgang werden. Zunächst setzte der TVB seinen beeindruckenden und fest entschlossenen Auftritt fort und erhöhte durch Dominik Weiß auf 22:15 (36.). Dies sollte die höchste Führung während der gesamten Partie sein.
Dann allerdings geschah, womit keiner gerechnet hatte. Bittenfeld verlor komplett den Faden, erzielte zwischen der 42. und 55. Spielminute keinen einzigen Treffer mehr und lud durch technische Fehler und mangelhafte Chancenverwertung den Gegner zu einfachen Kontertoren ein. Das eigene Mittel der ersten Hälfte wendete sich nun gegen die Hausherren, der TV Emsdetten nutzte die sich bietenden Chancen eiskalt aus.
„Einen solchen Spielverlauf gibt es generell ganz selten in diesen Ligen. Wir haben heute Abend das Spiel leichtfertig aus der Hand gegeben und dem Gegner zwei Punkte geschenkt“ meinte TVB-Trainer Günter Schweikardt nach der unerklärlichen zweiten Halbzeit. Der TV Emsdetten ließ sich indes von seinen mitgereisten Anhängern bejubeln. Sie hatten ein Team gesehen, dass sich Mitte der zweiten Halbzeit aufbäumte und die Partie drehte. Spätestens nach dem Siebenmetertreffer von Emsdettens erfolgreichstem Werfer Elvir Selmanovic zur 24:29-Führung (55.) war das Zweiliga-Duell entschieden.
Auf den TV Bittenfeld warten nun schwierige Aufgaben. Bereits am Dienstag steht das DHB-Pokalspiel beim Drittligisten SV Beckdorf an, danach folgt sonntags die Auswärtspartie in Essen, eine Woche später das Heimspiel gegen GWD Minden und danach die Reise nach Potsdam. „Wir brauchen dringend Punkte“ – an dieser klaren Zielsetzung der TVB-Verantwortlichen vor dem Kräftemessen mit Emsdetten ändert sich also nichts.
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (4), Schimmelbauer (6), Schöbinger (3), Weiß (5), Forstbauer (2), Salzer, Schweikardt (2/1), Gunnarsson (4), Wehner (1), Sigtryggsson, Baumgarten.
VfL Bad Schwartau:
Babin, Theis – Selmanovic (10/3), Wesseling, Kamp, Kvalvik, Bozovic (5), Thünemann (2), Giesbert, Boomhouwer (5), Fridgeirsson (5), Weevers (7).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
15.10.2011 · TV Neuhausen - TV Bittenfeld 30:27
Siegchance in den letzten Minuten vergeben
In einer packenden Schlussphase musste sich der TV Bittenfeld in der Hofbühlhalle in Neuhausen geschlagen geben. Wenige Minuten vor dem Ende war das Spiel völlig offen, ehe der TV Neuhausen die entscheidenden Treffer markierte und mit 30:27 (14:12) gewann.
Nach den Erfolgen der letzten Wochen traten die Wild Boys erstmals als Underdog in der Hofbühlhalle von Neuhausen an. Mit dem Kantersieg gegen Rostock in der Vorwoche reiste die Mannschaft von Günter Schweikardt und seinem Trainerteam sehr selbstbewusst zum „Schwaben Derby“.
Mit dem wieder genesenen Adrian Wehner und einer früheren Rückkehr von Simon Baumgarten als erwartet, war der TVB-Kader erstmals seit langem komplett vertreten. Dennoch verschlief die Mannschaft den Start in das Spiel, lief frühzeitig einem Rückstand hinterher.
Nach einer Viertelstunde führte Neuhausen mit 9:4 und Günter Schweikardt zog die Notbremse. Seine Ansprache in der Auszeit zeigte Wirkung und nur fünf Minuten später war der TVB auf ein Tor herangekommen. Die Bittenfelder Abwehr agierte aggressiver und der eingewechselte Gregor Lorger zeigte starken Paraden im Tor des TVB.
Mit einer 14:12 Führung für den TV Neuhausen gingen beide Mannschaften in die Kabine. Nach der Pause bestätigten die Bittenfelder ihren Leistungsaufschwung, der sich schon vor dem Wechsel angedeutet hatte und fanden immer besser in das Spiel. In der 34.Minute dann ein besonderer Moment für alle Freunde des TVB – Simon Baumgarten erzielte nach einer monatelangen Verletzungspause seinen ersten Treffer.
Als Jürgen Schweikardt in Unterzahl per Siebenmeter die erste Führung für seine Mannschaft erzielte, bahnte sich ein ähnlicher Spielverlauf wie in den vergangenen Spielzeiten an. Fortan bot sich den mehr als 1200 Zuschauern ein nervenaufreibendes und spannungsgeladenes Kopf-an-Kopf-Rennen.
Beim Stand von 21:22 aus der Sicht von Neuhausen vergab der TVB gleich doppelt die Gelegenheit den Vorsprung auszubauen. Markus Gaugisch, Trainer des TV Neuhausen, nahm eine Auszeit und versuchte sein Team noch einmal neu einzustellen. Ein Doppelschlag von Jeremias Rose und Fehlwürfe aus Seiten des TVB kippten das Spiel wieder.
Nach einem folgenden Stürmerfoul von Dominik Weiß gelang Julius Emrich im Nachsetzen ein Treffer, der sein Team mit zwei Toren in Front brachte. Mit dem Rücken zur Wand und den euphorischen Zuschauern gegen sich, reichte es in dieser wichtigen Phase zu keinem Treffer mehr und die Gastgeber entschieden das enge Spiel für sich. Mit der Schlusssirene erzielte Marcel Schiller den 30:27 Endstand.
„Neuhausen hat dieses Spiel am Ende verdient gewonnen, wir haben vor allem in der ersten Halbzeit Probleme gehabt und schlecht in das Spiel gefunden“, so Günter Schweikardt anerkennend nach dem Spiel. Für seine Mannschaft war, vor allem nach der starken Leistung über weite Strecken des zweiten Durchgangs, deutlich mehr drin. Der TV Bittenfeld bleibt auswärts in dieser Saison ohne Punkt, Neuhausen ist in der Tabelle weiterhin ganz vorne dabei.
TV Neuhausen:
Bauer, Becker – Emrich (3), Trost (2), Reusch, Schiller (2), Stevic (1/1), Klingler, Michalik (3), Büdel (7/2), Rose (6), Oesterle, Schröder (4), Bader (2)
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Schimmelbauer (1), Schöbinger (4), Weiß (3), Forstbauer (1), Schweikardt (5/3), Gunnarsson (5), Heib (6/2), Baumgarten (1), Sigtryggsson (1), Wehner, Salzer
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
09.10.2011 · Mit Wehner in die „Hofbühl-Hölle“
Mit dem 37:22-Sieg gegen Rostock hat sich der TV Bittenfeld ein Stück Sicherheit zurückgeholt. Die braucht der TVB auch: In der gefürchteten Hofbühlhalle muss er morgen gegen den TV Neuhausen/Erms antreten, der als einziges Team der Liga ungeschlagen ist. Der TVB dagegen hat noch kein Pflichtspiel gegen Neuhausen verloren. Adrian Wehner feiert sein Comeback.
Der Kantersieg gegen Rostock war Balsam für die Seele und brachte die so wichtigen Punkte aufs bis dato schlanke Konto des TVB. Mehr aber auch nicht. Mit einer neuerlichen Niederlage morgen rutschte der TVB erneut in die bedrohliche Zone der Tabelle ab. „Wir haben gegen Rostock zu Hause eine ordentliche Leistung gezeigt“, sagt Trainer Günter Schweikardt.
Die Betonung liegt dabei auf „zu Hause“. Auswärts haben die Bittenfelder in Dormagen, Erlangen und Hamm nichts gerissen. In der vergangenen Saison platzte erst im fünften Anlauf mit dem 26:21 in Groß-Bieberau der Knoten. Schweikardt hätte nichts dagegen, wenn die Negativserie in dieser Spielzeit ein Spiel früher reißt. Die Statistik spricht für die Bittenfelder, die in beiden Pflichtspielen in der Hofbühlhalle als Sieger vom Platz gingen. „Ich hätte nichts dagegen, wenn das so bleiben würde“, sagt Schweikardt.
Der württembergische Konkurrent dagegen wird darauf brennen, die Bittenfelder im fünften Versuch endlich zu besiegen. Die Chancen hierzu standen schon schlechter: Nach Minuspunkten führt die Mannschaft von Trainer Markus Gaugisch die Tabelle an, ist als einzige noch ohne Niederlage. In der vergangenen Saison musste sich der TVN erst am 13. Spieltag geschlagen geben. In dieser Spielzeit hielt er sich gegen Post Schwerin (34:26), Nordhorn-Lingen (30:23) sowie in Bad Schwartau (33:30) und Korschenbroich (31:27) schadlos. Den einzigen Punkt büßte Neuhausen ausgerechnet gegen den Aufsteiger SC DHfK Leipzig beim 28:28 ein, dabei hatte der TVN bereits mit acht Toren geführt.
Dass die Neuhausener so gut in ihre dritte Zweitligasaison starten würden, war nicht unbedingt zu erwarten. Als Tabellenachter, mit vier Punkten Rückstand auf den Vierten TV Bittenfeld und sieben Zählern Polster auf den ersten Abstiegsplatz, hatten sie sich für die eingleisige 2. Liga qualifiziert.
Die drei Abgänge, die der TVN zu verkraften hatte, waren nicht ohne: Junioren-Weltmeister Fabian Gutbrod zog es zum Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten, Christian Dürner wechselte zum Drittligisten HV Stuttgarter Kickers. Torhüter Milos Slaby (39), immerhin 95-facher tschechischer Nationalspieler, schloss sich dem Baden-Württemberg-Oberligisten TSV Altensteig an.
Erstaunlich ist, wie schnell sich die drei Neuen integriert haben: Von der HSG Frankfurt kamen der aktuelle österreichische Nationalkeeper Thomas Bauer und Junioren-Nationalspieler Andreas Schröder (19/linker Rückraum). Nico Büdel (21/linker Rückraum) wechselte von Zweitliga-Absteiger TV Groß-Umstadt zum TVN.
„Das sind sehr ehrgeizige Spieler“, sagt Schweikardt. „Und Neuhausen hat ein spielerisch sehr gutes, eingespieltes Team, das äußerst konterstark ist.“ Zu knacken ist der Gegner dennoch – auch in der gefürchteten Hofbühlhalle, die gerne in „Hofbühlhölle“ umgetauft wird. Für Schweikardt ist’s kein klassisches Auswärtsspiel: In den vergangenen beiden Jahren nahmen einige TVB-Fans die einstündige Fahrt nach Metzingen auf sich und unterstützten den TVB lautstark.
Personell sieht’s wieder besser aus. Adrian Wehner wird nach seiner Schulterverletzung wieder im Kader stehen. Auch der Einsatz von Torhüter Gregor Lorger (Bänderdehnung) ist nicht gefährdet. Somit fehlt den Bittenfeldern lediglich noch Simon Baumgarten. „Er ist einen Schritt weiter, aber an einen Einsatz ist noch nicht zu denken“, so Schweikardt.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
09.10.2011 · TV Bittenfeld - HC Empor Rostock 37:22
TV Bittenfeld meldet sich eindrucksvoll zurück
Eine beeindruckende Mannschaftsleistung hat dem TV Bittenfeld zwei wichtige Punkte in der 2. Bundesliga beschert. Gegen den ehemaligen Nordligisten HC Empor Rostock feierten die Wild Boys einen verdienten 37:22 (19:8)-Heimerfolg und kehren damit zurück ins Mittelfeld der aktuellen Tabelle. Linksaußen Arnor Gunnarsson war mit acht Treffern erfolgreichster Werfer bei den Bittenfeldern.
Die Erleichterung war spürbar im Lager des TV Bittenfeld nach dem verdienten Punktgewinn gegen den HC Empor Rostock. Zuvor musste das seit Wochen ersatzgeschwächt antretende Team Auswärtsniederlagen in Hamm-Westfalen und Erlangen hinnehmen, auch mit dem Unentschieden daheim gegen Düsseldorf waren die TVB-Verantwortlichen nicht vollständig zufrieden. Deshalb hatte sich die Mannschaft viel vorgenommen gegen das Rostocker Zweitliga-Team.
Ohne den verletzten Adrian Wehner zeichnete sich in den ersten zehn Spielminuten ein ausgeglichenes Bundesliga-Duell ab. Beim 7:7 (15.) sollte allerdings zum letzten Mal ein Unentschieden auf der Leuchttafel angezeigt werden, denn die Hausherren übernahmen nach den Treffern von Alexander Heib und Tobias Schimmelbauer das Kommando in der Gemeindehalle Bittenfeld und spielten sich förmlich in einen Rausch. Auch die 6:0-Deckung stand jetzt kompakt und ließ in der ersten Halbzeit nur noch einen Treffer zu.
Der TVB nutzte diese Schwächephase der Gäste nach einer Viertelstunde aus und baute den Vorsprung noch vor dem Seitenwechsel auf ein beinahe schon vorentscheidendes 19:8 aus. Nach Wiederanpfiff lieferte die Mannschaft aus dem Rems-Murr-Kreis eine solide geschlossene Mannschaftsleistung ab, gegen die Empor Rostock kein Mittel mehr fand. Zu groß war der Vorsprung, den sich die Bittenfelder bereits nach 40 Minuten erkämpft hatten. HC-Trainer Holger Schneider versuchte durch die Auszeit sein Team wach zu rütteln und den Lauf des TVB zu unterbrechen, doch auch diese Maßnahme half nichts mehr.
Zwei Treffer von Dominik Weiß und einer von Jan Forstbauer zum 32:18 (52.) brachten die Hausherren schließlich uneinholbar auf die Siegerstraße, die bis zuletzt engagierten Rostocker konnten den gut aufgelegten Bittenfeldern nichts mehr entgegen setzen. „Das war heute schlichtweg eine starke geschlossene Mannschaftsleistung“ zeigte sich TVB-Coach Günter Schweikardt nach Spielende zufrieden und erleichtert. Er freute sich über die aufsteigenden Tendenzen seiner jungen Spieler.
Durch den Heimsieg konnten sich die Wild Boys des TV Bittenfeld von den Abstiegsrängen zunächst wieder entfernen. Mit 5:7-Punkten rangiert der TVB nun auf dem elften Tabellenplatz und trifft am kommenden Wochenende auf das bisherige Überraschungsteam der Saison, den TV 1893 Neuhausen. Gegen den Zweitplatzierten möchten die Bittenfelder an die gute Leistung anknüpfen, die das Team gegen den HC Empor Rostock gezeigt hat.
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (5), Schimmelbauer (4), Weiß (3), Forstbauer (6), Salzer (3), Schweikardt (3), Gunnarsson (8/4), Sigtryggsson (4), Schöbinger, Pabst (1).
HC Empor Rostock:
Storbeck, Schröder – Bruna (1), Gorniak (1), Dethloff (1), Langhans (6/2), Meschke (2), Gruszka (4/1), Papadopoulos (2), Wetzel (1), Sadewasser, Göde (4), Zemlin.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
30.09.2011 · ASV Hamm-Westfalen - TV Bittenfeld 29:23
Bittenfeld bleibt auswärts ohne Punkt
Der TV Bittenfeld verliert auch das dritte Auswärtsspiel in der eingleisigen 2.Bundesliga. Beim Erstligaabsteiger ASV Hamm-Westfalen unterlagen die Wild Boys am Ende deutlich mit 23:29 (10:14).
Als Tabellennachbarn gingen der TV Bittenfeld und der ASV Hamm-Westfalen in die Auseinandersetzung am Freitagabend. Beide Teams starteten mit 3:5 Punkten in die neu geschaffene Liga, wollten für einen Ausgleich ihres Punktekontos sorgen. Auf dem Weg zur Umsetzung dieser Zielvorgabe erwischten die Gastgeber den besseren Start.
Nach 15 Minuten führte die Mannschaft vom Hammer Spielertrainer Maik Machulla mit 10:4, ließ sich erst von einer Bittenfelder Auszeit bremsen. Günter Schweikardt justierte die Ausrichtung seiner Mannschaft neu und fand dabei offensichtlich die passenden Worte. Die Wild Boys verkürzten den Rückstand auf drei Tore, Arnor Gunnarsson brachte mit seinem ersten Treffer die Hoffnung zurück.
Wie gewonnen, so zerronnen – drei Minuten vor dem Seitenwechsel stand es urplötzlich wieder 14:7 für die Westfalen. Die Bittenfelder Jungs verspielten die hart erarbeitete Aufholjagd und wirkten dabei zeitweise fahrig und nicht konsequent genug. Dank einer doppelten Überzahl kurz vor der Halbzeitsirene gelang es den Wild Boys mit lediglich vier Toren Rückstand in die Kabine zu gehen.
Einer der Erfolgsfaktoren auf Seiten der Gastgeber war Tomas Mrkva, der im Tor eine großartige Leistung zeigte und die Bittenfelder zur Verzweiflung trieb. Gregor Lorger, der auf der anderen Seite seine beste Phase rund um die Halbzeit hatte, legte mit seiner Leistung zeitweise die Grundlage für das nächste Kapitel in Sachen Aufholjagden.
Beim Stand von 13:15 aus der Sicht des TV Bittenfeld, boten sich für das Team aus dem Rems-Murr-Kreis gleich zwei Gelegenheit den Anschlusstreffer zu erzielen. Es passte in dieses Spiel, dass die ausgelassenen Gelegenheiten der Bittenfelder eiskalt bestraft wurden und Hamm endgültig davon zog.
Zwischenzeitig wuchs der Rückstand auf acht Tore an, pendelte sich am Ende des Spiels auf sechs Treffer Differenz ein. Der ASV Hamm siegte unter dem Strich hoch verdient mit 29:23 (14:10), ein Fazit dass auch Günter Schweikardt nach dem Spiel teilte. „Wir haben nur rund um die Halbzeit eine gute Leistung gezeigt, das ist gegen einen solchen Gegner zu wenig und reicht nicht um Punkte mitzunehmen.“
Am kommenden Wochenende kommt der HC Empor Rostock in die Gemeindehalle und es wird nach drei sieglosen Spielen Zeit für einen doppelten Punktgewinn der Wild Boys. Dabei kann dann hoffentlich auch wieder Adrian Wehner mitwirken, der nach seiner Schulterverletzung zurück im Training erwartet wird.
ASV Hamm-Westfalen:
Friedrich, Mrkva – Rycharski, Machulla (4), Schumann, Simon (7/5), Wiegers (2), Macke, Polasek, Hynek, Gudat (7), Hartmann (6), Paul, Lammers (3)
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (1), Schimmelbauer (1), Schöbinger (1), Kienzle (2), Weiß (1), Forstbauer (2), Salzer (2), Schweikardt (5), Gunnarsson (6/3), Sigtryggsson (1), Pabst (1)
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
24.09.2011 · TV Bittenfeld - HSG Düsseldorf 26:26
Pure Spannung!
Die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld haben vor heimischem Publikum einen Punkt gegen das gut aufgelegte Team der HSG Düsseldorf erkämpft. Eine geschlossene Mannschaftsleistung mit dem starken Gregor Lorger im TVB-Gehäuse waren Garanten für das leistungsgerechte 26:26 (12:14)-Unentschieden. Erfolgreichste Werfer waren Jürgen Schweikardt und Arnor Gunnarsson mit jeweils sechs Treffern.
Lange mussten die Fans des TV Bittenfeld am Samstagabend warten, bis der Punktgewinn in eigener Halle fest stand. Zunächst hatte Rechtsaußen Arnor Gunnarsson in der letzten Minute die Chance per Siebenmeter auf 27:26 zu erhöhen, doch der Isländer scheiterte an Mathias Lenz im HSG-Tor. Im letzten Angriff des Spiels zwangen die Wild Boys den Gegner zu einem unvorbereiteten Rückraumwurf, den Lorger parierte. Es blieb bei der 26:26-Punkteteilung zwischen zwei Teams, die sich über 60 Minuten lang nichts schenkten.
Das ersatzgeschwächte Bittenfelder Team – Adrian Wehner fiel verletzungsbedingt aus und musste neben Simon Baumgarten vom Spielfeldrand zuschauen – startete gut und glich den ersten Hegemann-Treffer durch Dominik Weiß zum 1:1 aus. Zu dieser Zeit hatte der TVB bereits den ersten von insgesamt fünf Strafwürfen vergeben. Vom Siebenmeterpunkt sollten sich an diesem Abend neben dem sonst so treffsicheren Arnor Gunnarsson auch der stark agierende Alexander Heib und Jürgen Schweikardt versuchen.
„Wir haben in der ersten Halbzeit zu ängstlich gespielt, dadurch kam kein richtiger Spielfluss zustande“ sagte TVB-Trainer Günter Schweikardt nach Spielende. „Dennoch konnten wir den zwischenzeitlichen Rückstand von vier Toren ausgleichen. Am Ende reichte es zu einem leistungsgerechten Unentschieden“ stellte er fest und spielte damit auf die schwächste Phase seines Teams an. Denn der TVB musste erstmals beim 9:12 (22.) einen Drei-Tore-Rückstand hinnehmen, zur Halbzeitpause leuchtete ein 12:14 von der Anzeigetafel.
Eine unnötige Zeitstrafe, ein Fehlwurf und ein technischer Fehler waren dann ausschlaggebend für den schnellen 12:16-Vorsprung der Düsseldorfer, die nun das Kommando zu übernehmen schienen. Doch die Hausherren kämpften in den Folgeminuten verbissen um jeden Ball und ließen sich nicht abschütteln. Immer wieder waren es nun Einzelaktionen, durch die der TVB zu guten Torchancen kam. Als Jürgen Schweikardt endlich zum 23:23 ausgleichen konnte, war die Atmosphäre in der Gemeindehalle auf dem Höhepunkt. Das Publikum peitschte das Team voran, Bittenfeld erzielte durch Dominik Weiß den ersten Führungstreffer des Spiels (24:23).
Dennoch sollte dem TV Bittenfeld der Siegtreffer nicht mehr gelingen. Ein weiterer Fehlwurf und ein vergebener Siebenmeter verhinderten den doppelten Punktgewinn gegen ambitionierte Düsseldorfer Gäste. Der TVB bleibt auch im 17. Heimspiel ungeschlagen und bewahrt die weiße Heimweste. Am kommenden Freitag steht bereits die nächste Auswärtspartie auf dem Programm. Die Wild Boys müssen die lange Anreise zum ASV Hamm-Westfalen antreten.
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (5), Schimmelbauer, Weiß (4), Forstbauer (1), Salzer, Schweikardt (6/5), Gunnarsson (6), Sigtryggsson (2), Lenz, Schöbinger (1), Pabst (1).
HSG Düsseldorf:
Savonis, Lenz – Feld, Kühn (5), Hegemann (7), Auerbach (1/1), N. Artmann, J. Artmann (2), Weiß (5), Pagalies, Backhaus, Arnarson (5), Bauer (1).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
20.09.2011 · Jetzt zwickt’s auch Wehner an der Schulter
Nach Arni Sigtryggsson und Florian Schöbinger plagt sich nun mit Adrian Wehner der dritte Spieler des Handball-Zweitligisten TV Bittenfeld mit einer Schulterverletzung herum. Bei der 21:22-Niederlage in Erlangen fehlte der 29-Jährige, auch morgen (20 Uhr)
Die lange Saison in der eingleisigen 2. Liga hat gerade erst begonnen, doch die Bittenfelder kommen schon ein bisschen auf dem Zahnfleisch daher. Sie haben sich mittlerweile damit abgefunden, dass sich die sehnlichst erwartete Rückkehr des langzeitverletzten Kreisläufers Simon Baumgarten noch etwas hinauszögert. Baumgartens Ausfall indes ist längst nicht die einzige Sorge: Im Training am Donnerstag verletzte sich Adrian Wehner an der Schulter und machte die Reise nach Erlangen erst gar nicht mit. Am selben Körperteil zwickt’s seit Wochen Arni Sigtryggsson und Florian Schöbinger. Beide sind derzeit nur bedingt einsatzfähig.
Vor allem dem Isländer ist die fehlende Trainings- und Spielpraxis deutlich anzumerken, ist er doch ein gutes Stück von seiner Form aus der vergangenen Saison entfernt. Da es auch bei Junioren-Weltmeister Jan Forstbauer noch nicht rundläuft, lahmt der rechte Rückraum des TVB seit Wochen.
Diese Position war aber natürlich nicht der alleinige Grund für die 21:22-Niederlage am Samstag. Hatten die Bittenfelder beim 28:26-Pokalsieg gegen denselben Gegner vor drei Wochen in der Schlussviertelstunde Probleme mit der Erlanger Abwehr bekommen, gab’s nun bereits vor der Pause kaum ein Durchkommen. „Erlangen hat kompromisslos gespielt“, sagt Günter Schweikardt. Doch auch sein Team habe „ordentlich“ dagegengehalten. Mitentscheidend für den 8:13-Rückstand zur Pause war für den Bittenfelder Trainer das Unterzahlspiel, dem sich sein Team zwischenzeitlich ausgesetzt sah. Zudem ließ, wie schon beim 24:32 in Dormagen, die Wurfquote sehr zu wünschen übrig: Neunmal scheiterte der TVB in den ersten 30 Minuten entweder am überragenden HCE-Torhüter Andreas Bayerschmidt, an Latte und Pfosten oder an der Erlanger Deckung.
Nach der Pause wurde die Ausbeute nicht wirklich besser, am Ende hatten die Bittenfelder gerade einmal rund die Hälfte ihrer Würfe im Erlanger Tor untergebracht. „Die Wurfquote hat sicher nicht dazu beigetragen, siegreich zu sein“, sagt Schweikardt. Und dennoch hätte der TVB beinahe noch einen Punkt gerettet. Erstens, weil auch die Erlanger plötzlich nicht mehr trafen. 19:14 führten sie nach 41 Minuten, bis zur Schlusssirene gelangen ihnen lediglich noch drei Tore. Was auch an TVB-Torhüter Daniel Sdunek lag, der wie Gregor Lorger vor der Pause ein gutes Spiel machte. „Immer, wenn wir uns eine gute Chance herausgespielt haben, scheiterten wir an Bayerschmidt“, sagt Schweikhardt. Dennoch müsse er seinem Team ein Kompliment machen, es habe sich toll ins Spiel zurückgekämpft. „Wenn wir auswärts weiter so auftreten, werden wir unsere Punkte holen.“
Morgen im Pokal bei Angstgegner Tuspo Obernburg
Schon morgen bekommt der TVB die Gelegenheit zum ersten Auswärtssieg in dieser Saison. Für den indes gibt’s keine Punkte, doch es besteht Aussicht auf einen Erstligisten in der dritten DHB-Pokalrunde. In Obernburg gehen die Bittenfelder – trotz der Verletzungsmisere – als Favorit ins Spiel. Tuspo Obernburg verpasste in der vergangenen Saison die Qualifikation zur eingleisigen 2. Liga klar und spielt nun in der 3. Liga. In den ersten drei Partien gab’s einen 38:36-Heimsieg gegen die vom Ex-Schorndorfer Heiko Burmeister trainierte TSG Söflingen sowie Auswärtsniederlagen beim TSV Neuhausen/Filder (21:29) und TV Hochdorf (27:31).
„Obernburg wird sicher alles versuchen, in die dritte Runde zu kommen“, sagt Schweikardt. „Das werden wir aber auch.“ Sicherlich stehe die Punkterunde im Vordergrund. Doch für diejenigen Spieler, die momentan ihrer Form etwas hinterherliefen, sei so ein Spiel die beste Gelegenheit, sich „reinzuspielen, schließlich ist der Wettkampf das beste Training“.
Tuspo Obernburg hat zwar noch einige Spieler aus dem Vorjahr im Kader, unter anderem den starken Linkshänder Martin Justus. Doch für Schweikardt zählt nichts anderes als der Einzug in die dritte Pokalrunde. „Und ich gehe auch davon aus, dass es klappen wird.“ Nicht mitfahren werden Simon Baumgarten und Adrian Wehner.
Im Wege stehen könnte dem TVB die schwarze Serie in Obernburg: Bei fünf Auftritten in der 2. Liga holte er nur ein mickriges Pünktchen. Sollte ein Fluch auf der Elsenfelder Sparkassen-Arena liegen, hat der TVB nun bessere Karten: Ausnahmsweise spielen die Obernburger diesmal in der heimischen Valentin-Ballmann-Halle.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
17.09.2011 · HC Erlangen - TV Bittenfeld 22:21
Knappe Niederlage in Erlangen
Gegen den HC Erlangen hat es für die Wild Boys im zweiten Duell innerhalb von drei Wochen nicht ganz gereicht. Der ersatzgeschwächte TVB musste sich mit 21:22 (8:13) knapp geschlagen geben. Erfolgreichste Werfer bei Bittenfeld waren Arnor Gunnarsson, Dominik Weiß und Tobias Schimmelbauer mit jeweils vier Treffern.
Während der TV Bittenfeld noch vor drei Wochen im Pokalspiel gegen den HC Erlangen nach einer beeindruckenden Vorstellung verdient mit 28:26 gewonnen hatte, gab es am Samstagabend beim Auswärtsspiel in Erlangen nichts zu erben für die Mannen von Günter Schweikardt und seinem Trainerteam. Der gute Start in die Partie war nach zehn Minuten bereits vergessen. Markus Hock und Erlangens bester Schütze Daniel Stumpf (9 Treffer) brachten die Hausherren auf 6:3 in Front, der TVB blieb vorerst mit Thorsten Salzers Treffer zum 5:7 auf Tuchfühlung.
Doch dies sollte den Bittenfeldern nicht auf Dauer gelingen. Viele Würfe fanden den Weg an Pfosten oder Latte des HC-Gehäuses oder wurden Beute für den gut aufgelegten Gästetorhüter Andreas Bayerschmidt. Erlangen erhöhte kontinuierlich den Vorsprung, beim Stande von 5:10 (19.) nahm TVB-Coach Günter Schweikardt die Auszeit. Doch in den verbleibenden zehn Minuten bis zur Halbzeit gelang den Wild Boys nur noch ein Treffer in der heiß umkämpften und teilweise hitzigen Partie. Der HC nutzte seine Chancen besser und zog auf 13:8 davon.
Nach der Pause veränderte sich der Spielverlauf kaum. Jan Forstbauer und der angeschlagene Florian Schöbinger hielten den TVB im Spiel, konnten den 16:10-Rückstand nach 35 Minuten jedoch auch nicht verhindern. Erst die zahlreichen Paraden von Daniel Sdunek, der für den ebenfalls gut aufgelegten Gregor Lorger ins Spiel kam, waren nochmals Auslöser für eine beeindruckende Aufholjagd, in der das ersatzgeschwächte Team bis zum Schlusspfiff kämpfte. Das Fehlen von Adrian Wehner und der Einsatz der angeschlagenen Florian Schöbinger und Arni Sigtryggsson versuchte der TVB durch mannschaftliche Geschlossenheit zu kompensieren.
In einer verbissenen Schlussphase verkürzte Bittenfeld den Rückstand von 21:15 (51.) innerhalb weniger Minuten auf 22:20 (57.). Der Anschlusstreffer schien nun greifbar nahe zu sein, die Atmosphäre in der Sporthalle war auf dem Höhepunkt. Doch dem TVB sollte der so wichtige Treffer einfach nicht gelingen. Erst 28 Sekunden vor dem Schlusspfiff gelang Tobias Schimmelbauer der lang ersehnte 21:22-Anschluss, der HC verwaltete allerdings den Ballbesitz erfolgreich und machte keinen Fehler mehr. Damit hatten die Wild Boys denkbar knapp das Nachsehen.
„Heute hat uns einfach die nötige Durchschlagskraft gefehlt“ stellte Günter Schweikardt nach dem Spiel fest, dem Alternativen im Rückraum fehlten. „Unser kämpferischer Schlussspurt wurde heute leider nicht belohnt, ein Punkt wäre durchaus verdient gewesen“ sagte er im Hinblick auf den bedingungslosen Einsatz seines Teams.
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (1), Schimmelbauer (4), Weiß (4), Forstbauer (1), Salzer (2), Schweikardt, Gunnarsson (4/3), Schöbinger (3), Sigtryggsson (1), Pabst.
HC Erlangen:
Bayerschmidt, Selke – Hock (1), Müller, Schwandner (1), G. Münch (3), H. Münch, Krämer, Nienhaus (5), Hess, Schneck, Pankofer (3), Schmidtke, Stumpf (9/2).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
21.05.2011 · SG BBM Bietigheim - TV Bittenfeld 37:29
Am Ende steht ein vierter Platz für den TVB
Der TV Bittenfeld hat das letzte Saisonspiel beim (Tabellen-) Nachbarn SG BBM Bietigheim mit 37:29 (20:16) verloren. Trotz dieser Niederlage steht die Mannschaft aus Bittenfeld am Ende der Spielzeit, einen Platz vor der SG, auf dem vierten Rang. Auch beim Saisonfinale machten die beiden isländischen Exportschlager Arni Thor Sigtryggsson (6) und Arnor Thor Gunnarsson (5) ihrem zweiten Vornamen alle Ehre.
Schon vor dem Anwurf war klar, dass die Partie am Samstagabend für den TV Bittenfeld keinen negativen Einfluss mehr auf den Tabellenstand haben kann. So konnten die Wild Boys am Ende einer langen Saison und am Ende einer extrem erfolgreichen Rückrunde deutlich entspannter nach Bietigheim reisen als vor Wochen noch erwartet.
Das „Abschiedsspiel“ für den TVB-Torhüter Bastian Rutschmann begann mit zwei Treffern von Sigtryggsson, mit denen er seine Mannschaft jeweils in Führung warf. Danach übernahmen die Hausherren von der SG BBM das Zepter, lagen nach zwanzig gespielten Minuten mit sechs Treffern in Front.
Günter Schweikardt reagierte mit einer Auszeit, sortierte die Wild Boys neu und traf dabei den passenden Ton. Der TVB verkürzte unter anderem durch zwei Schimmelbauer-Tore und sorgte dafür, dass die Atmosphäre in der Halle sukzessive Derby-Niveau erreichte. In Unterzahl markierte Robin Haller fünf Sekunden vor dem Seitenwechsel den 20:16 Pausenstand.
Ebenfalls mit einem Haller-Treffer begann der zweite Spielabschnitt und der TVB erwischte die unglücklichste Phase im gesamten Spiel. Fast fünf Minuten brauchten die Schützlinge von Günter Schweikardt und seinem Trainerteam um den ersten Treffer im zweiten Durchgang zu erzielen. Arnor Gunnarsson erzielte zwar insgesamt fünf Treffer, verwarf aber auch zwei von zwei Siebenmeterversuchen – ungewöhnlich für den sonst sicheren Schützen.
Fünfzehn Minuten vor dem Ende kassierten die Wild Boys zunächst zwei Gegentreffer und zusätzlich noch eine Zeitstrafe gegen die Bank, auf Grund eines vermeintlichen Wechselfehlers. In diesem Moment war allen Beteiligten klar, dass Bietigheim das Derby als Sieger beenden wird.
„Natürlich wäre mir ein Sieg zum Saisonabschluss lieber gewesen. Dennoch kann ich am Ende dieser speziellen Saison sehr stolz auf die Mannschaft sein. Wir haben unser Saisonziel früher erreicht als erwartet und werden uns nach einer kurzen Pause konzentriert auf die neue, eingleisige Liga vorbereiten“, so Günter Schweikardt nach dem letzten Saisonspiel in der Sporthallte am Viadukt.
Trotz Niederlage steht der TV Bittenfeld am Ende dieser erfolgreichen Rückrunde vor der SG BBM Bietigheim auf dem vierten Tabellenplatz. Die Mannschaft erreichte schon vor Wochen die angepeilte Qualifikation für die eingleisige Bundesliga, in einer alles anderen als gewöhnlichen Spielzeit. Bereits morgen geht es für die Mannschaft in das verdiente „Regenerationstrainingslager“ auf die Baleareninsel Mallorca.
BBM: Lenz, Krotz; Rentschler, Kibat (6/1), Knierim (3), Heuberger (6), Schäfer (5), Bühler (3), Blodig, Hinz (1), Freudl (2), Zieker (2), Haller (5), Schulz (4)
TVB: Rutschmann, Sdunek, Schmidl; Schimmelbauer (4), Schöbinger (4), Forstbauer (1), Weiß (3), Lenz, Schweikardt, Gunnarsson (5), Heib (4/2), Sigtryggsson (6), Wehner (2), Salzer.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
09.09.2011 · DHC Rheinland - TV Bittenfeld 32:24
TVB kommt im Rheinland unter die Räder
Nach dem erfolgreichen Saisonstart kassierte der TV Bittenfeld in Dormagen die erste Saisonniederlage. Gegen den DHC Rheinland präsentierte sich die Mannschaft des TVB in allen Belangen schlechter und verlor auch in der Höhe verdient mit 32:24 (18:10). Dominik Weiß (7) erzielte die meisten Treffer auf Seiten der Wild Boys.
Zu einer Führung reichte es am Freitagabend für den TV Bittenfeld nicht. Die Mannschaft lief schon früh einem Rückstand hinterher, der bis zur Schlusssirene Bestand hatte. Mit vier isländischen Treffern begann die Partie in dem mit 1500 Zuschauern gut gefüllten TSV Bayer Sportcenter. Der stark spielende Dormagener Björgvin Holmgeirsson und sein Bittenfelder Landsmann Arnor Gunnarsson sorgten für die ersten Akzente.
Bis zur zwanzigsten Spielminute gelangen Gunnarsson weitere zwei Treffer, dabei blieb es aber auf Seiten der Wild Boys. Der Zwischenstand zu diesem Zeitpunkt 12:4 für die Dormagener, die in allen Mannschaftsteilen überlegen waren. Der TVB agierte in der Offensive teils hektisch, bei zahlreichen Pfosten- und Lattentreffer auch unglücklich. Dazu kam ein gut aufgelegter Jendrik Meyer im Tor der Gastgeber.
Mit einer 18:10 Führung gingen die Bundesligaabsteiger in die Pause, deren Fans im vergangenen Jahr viel ertragen mussten, den Verein mit Spenden am Leben hielten. Am Freitagabend konnte man das Gefühl gewinnen, dass die neu zusammengestellte Mannschaft die Fehler der vergangenen Saison stellvertretende korrigieren wollte.
Dabei zeigte vor allem der sehr flexible und individuell sehr stark besetzte Rückraum seine Qualitäten. Die Defensive der Bittenfelder agierte zu harmlos und überließ den Rückraumschützen des DHC die Szenerie. Vor allem Konitz (7) und Breuer (5) wussten diese Freiheiten zu nutzen. Auch wenn die Wild Boys in den 15 Minuten nach dem Seitenwechsel den Rückstand hielten oder sogar leicht verkürzten, reichte es nicht mehr um die Führung der Rheinländer ernsthaft zu gefährden. „Wir waren in allen Belangen unterlegen und haben dieses Spiel zu Recht verloren. Allerdings sind wir heute auf einen sehr guten Gegner getroffen, dessen Leistung es zu respektieren gilt“, gab TVB-Trainer Günter Schweikardt nach dem Spiel zu Protokoll.
So gewann mit dem DHC Rheinland am Ende die bessere Mannschaft mit 32:24 (18:10) und der TV Bittenfeld muss diesen Misserfolg schnell verarbeiten. Am kommenden Wochenende bietet sich eine Gelegenheit zur Wiedergutmachung, da steht das nächste Auswärtsspiel beim HC Erlangen auf dem Programm.
DHC Rheinland:
Meyer – Szczesny (2), Mestrum, von Gruchalla (4), Plaz (1), Breuer (5), Arnaud (2), Zdrahala (3), Clausing, Wittig, Lochtenbergh (5/2), Konitz (7), Holmgeirsson (3)
TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (3/2), Schimmelbauer, Schöbinger, Weiß (7), Forstbauer (4), Salzer (2), Schweikardt, Gunnarsson (6/1), Wehner (1), Sigtryggsson (1), Pabst
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
03.09.2011 · TV Bittenfeld - VfL Bad Schwartau 34:30
TV Bittenfeld mit gelungenem Saisonstart
Mit einem verdienten 34:30 (17:15)-Heimerfolg startet der TV Bittenfeld erfolgreich gegen den ehemaligen Nordligisten VfL Bad Schwartau in das Spieljahr 2011/2012. Im ersten Spiel der neu geschaffenen eingleisigen 2. Bundesliga war Rechtsaußen Arnor Gunnarsson mit zehn Treffern erfolgreichster Wild Boy.
Ein schneller 1:3-Rückstand konnten die kämpferisch eingestellten Bittenfelder erst nach 20 Minuten durch ein Zufallsprodukt ausgleichen. Denn beim 12:12 scheiterte zunächst Jan Forstbauer am VfL-Schlussmann Ariel Panzer. Der abgeblockte Ball kullerte an den Kreis zurück, von dem aus Arnor Gunnarsson das Spielgerät aufnahm und in aller Ruhe den Ausgleichstreffer erzielte. Die gesamte Schwartauer-Abwehr inklusive Torhüter hatte vergeblich auf den Kreisabpfiff der Unparteiischen gewartet.
In den verbleibenden zehn Minuten bis zur Halbzeit erhöhten die Jungs von Trainer Günter Schweikardt und seinem Trainerteam nicht nur das Spieltempo, sondern auch den Spielstand. Zunächst war es Thorsten Salzer, der den Ballgewinn von Rückkehrer Florian Schöbinger zum 16:14 nutzte. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff wirbelte der gut aufgelegte Alexander Heib durch die gegnerische Abwehr und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafwurf verwandelte Gunnarsson sicher zum 17:15-Halbzeitstand.
"Nach der Halbzeitpause hatten wir unsere stärkste Phase, wir sind sehr gut aus der Kabine zurück gekommen" meinte Günter Schweikardt nach dem Heimsieg. Sein Gegenüber, Gästetrainer Thomas Knorr musste bereits nach acht Minuten die Auszeit nehmen. Am Spielverlauf änderte sich allerdings nichts. Bittenfeld erhöhte den Vorsprung konstant und hielt die Gäste aus dem Norden erfolgreich auf Distanz.
In den heiß umkämpften Schlussminuten gegen sich nicht aufgebende Schwartauer nahm Günter Schweikardt nach dem 32:29 die Auszeit, um seinen Jungs in aller Ruhe letzte Anweisungen geben zu können. Alexander Heibs sehenswerter Heber aus spitzem Winkel auf der Rechtsaußenposition sollte der letzte Treffer des Abends sein.
“Unser Innenblock mit Jürgen Schweikardt und Thorsten Salzer hat mit unseren Torhütern ein sehr gutes Team gebildet“ meinte Co-Trainer Klaus Hüppchen. Die geschlossene Mannschaftsleistung sei Garant für den verdienten Sieg vor heimischem Publikum gewesen, zu dem auch Florian Schöbinger wieder beitragen konnte.
TV Bittenfeld: Sdunek, Lorger – Heib (4), Schimmelbauer (5), Weiß (5), Forstbauer, Salzer (3), Schweikardt (1), Gunnarsson (10/5), Wehner (4), Sigtryggsson (2), Lenz, Seiz, Pabst.
VfL Bad Schwartau: Mahncke, Panzer – Dombrowski (2), Hansen, Podpolinski (2), Reiter, Wagner (2), Märtner, Zeschke (6), Hinrichsen (3), Kasza (6/5), Schult (6), Tretow (3).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
31.08.2011 · Eine gewichtige Rolle spielen
Attraktives, schnelles Spiel ist das Bittenfelder Erfolgsrezept.
Die intensive Vorbereitung des Schweikardt-Teams auf die neue Saison ist ganz auf dieses sportliche Ziel ausgerichtet. Mit dem Anspruch attraktiv, schnell und erfolgreich zu spielen, will sich das Team auch in der extrem starken neuen Liga behaupten und Qualität mit Können beweisen. Spieler, Umfeld, Fans, alles freut sich riesig auf vor Spannung knisternde, begeisternde und dramatische Duelle gegen Altbekannte oder Neue wie Bad Schwartau, Rostock, Schwerin, Potsdam, Hamm, Emsdetten, Minden (Porsche-Arena), Nordhorn-Lingen (Porsche-Arena), Leipzig.
Nach dem Wechsel von Kämpe Ludek Drobek (TVB II und Jugendtrainer) sowie Keeper Rutschmann (FA Göppingen) muss das Trainerduo Günter Schweikardt/Klaus Hüppchen (Co-Trainer) nun die Abwehr neu formieren. Neuzugang im Tor ist Gregor Lorger. Der slowakische Torwart-Riese ist 2,02 m groß, stammt aus Celje und kommt vom spanischen Erstligaclub Naturhouse La Rioja. Mit Daniel Sdunek bildet er das neue Torhütergespann und soll mit seiner Champions Ligue-Erfahrung der Abwehr Stabilität verleihen. „Neu“ ist künftig auch der Abwehr-Mittelblock mit Jürgen Schweikardt und Florian Schöbinger, der nach der Genesung von Simon Baumgarten seine universellen Fähigkeiten wieder in Abwehr und Angriff ausspielen kann.
Für Trainersohn Jürgen Schweikardt hingegen beginnt so etwas wie eine zweite Spielerkarriere. Als „Turm in der Schlacht“ soll er die schwierige Nachfolge von Drobek in der Deckung antreten. Beide gehören wie Simon Baumgarten, Adrian Wehner und Alexander Heib, seit ihrer Jugend zu dem Erfolgsstamm, der den formidablen Aufstieg des TVB-Teams bis heute prägt. Dynamik gepaart mit Kompetenz beim Spielaufbau und Ballvirtuosität am Kreis, kennzeichnen das Angriffsspiel.
Für den wurfgewaltigen Rückraum mit Weiß-Wehner-Heib-Schöbinger-Forstbauer-Salzer, den isländischen Powerflügel Sigtryggsson/Gunarsson, sowie Sprungkünstler Baumgarten am Kreis, ist, wie für das Linksaußen-Duo Schimmelbauer/Lenz, samt den Nachwuchstalenten Schmidl, Seiz, Kienzle, Pabst,die neue Liga die angestrebte sportliche Herausforderung. Die individuelle Klasse des Teams soll dabei helfen, Akzente zu setzen, um durchaus eine gewichtige Rolle mitspielen zu können. „Wir wollen unsere positive Entwicklung auch in der neuen Liga fortführen und weiter ausbauen“ so Trainer Schweikardt, der den Grundstein dazu bei der Vorbereitung in hochklassigen Turnieren (u. a. mit dem Deutschen Meister HSV) und erstklassigen Testspielen, wie gegen Berliner Füchse, gelegt hat. Mit Erfolg, wie der gelungene Saisonauftakt in der 1. DHB-Pokalrunde gegen den HC Erlangen am vergangenen Samstag beweist. Das Spiel endete nach guten Leistungen mit einem 28:26-Sieg für den TVB. Zum Rundenauftakt soll nun am Samstag, 3.9., im Spiel gegen den VFL Bad Schwartau ein weiterer Sieg folgen.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
27.08.2011 · TV Bittenfeld im Zweitligaduell gegen Erlangen siegreich
Mit einem verdienten 28:26 (17:10)-Heimerfolg in der ersten Runde des DHB-Pokals startet der TV Bittenfeld erfolgreich gegen den HC Erlangen in das Spieljahr 2011/2012. Gegen den direkten Ligakonkurrenten aus der neu geschaffenen eingleisigen 2. Bundesliga war Rückraumspieler Dominik Weiß mit neun Treffern erfolgreichster Wild Boy. Für Erlangen erzielten Nienhaus und Stumpf je vier Treffer.
Den holprigen Start in die Partie konnte Bittenfeld nach dem Siebenmeter-Treffer von Arnor Gunnarsson zum 8:7 (14.) vergessen machen. Ein gut aufgelegter TVB-Torhüter Daniel Sdunek legte mit zahlreichen erstklassigen Paraden den Grundstein für einen phantastischen Zwischenspurt ein, gegen den die Gäste aus Erlangen zunächst
kein Mittel fanden. Der Mittelblock mit Jürgen Schweikardt und Thorsten Salzer konnte zahlreiche Würfe abwehren, die im Gegenzug durch schnelles Konterspiel in Tore umgemünzt wurden. Alexander Heibs Treffer zum 11:7 und der millimetergenaue Unterlatten-Wurf von Dominik Weiß (24.) sorgten für ein frühzeitiges Torepolster.
Nach dem Seitenwechsel (17:10) änderte sich nichts an der Überlegenheit der Hausherren. Erst ab der 45. Minute erfolgte wechselbedingt ein Bruch im Spiel des TVB. Erlangen nutzte die Schwächephase der Waiblinger Vorstädter aus und verkürzte konsequent den Rückstand. Und spätestens beim 26:24 durch den HCE kam sieben Minuten vor Spielende richtige Pokalatmosphäre in der Gemeindehalle auf. Eine starke Mannschaftsleistung des TVB verhinderte in den Schlussminuten jedoch, dass Erlangen die Begegnungen noch drehen konnte.
Eine gelungene Heimpremiere im Rahmen der großen Saisoneröffnung in Bittenfeld war das 28:26. "Wir wussten vor dieser Partie nicht wirklich, wo wir stehen", meinte Jürgen Schweikardt nach dem Heimsieg gegen einen direkten Ligakonkurrenten, auf den der TVB noch zweimal treffen wird. Zudem fehlte mit Florian Schöbinger ein wichtiger Leistungsträger, der dem Bittenfelder Angriffsspiel in den folgenden Partien mehr Variabilität und dem Abwehrverbund mehr Stabilität verleihen soll. Am kommenden Samstag müssen die Wild Boys daheim gegen den ehemaligen Nordligisten Bad Schwartau antreten.
TV Bittenfeld: Sdunek, Lorger, Heib (4), Schimmelbauer (3), Weiß (9), Forstbauer (3), Salzer (1), Schweikardt, Gunnarsson (3/1), Wehner (2), Sigtryggsson (3), Lenz, Seiz, Pabst
HC Erlangen: Bayerschmidt, Selke, Hock (2), Müller (2), Schwandner (2), G. Münch (3), H. Münch (3), Nienhaus (4), Hess, Schneck (2), Pankofer (1), Schmidtke (3), Stumpf (4)
PM TV Bittenfeld Steffen Sauer
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
19.08.2011 · Niederlage für den TVB gegen die Füchse Berlin
In einem weiteren Vorbereitungsspiel der Extraklasse unterlag der TV Bittenfeld am Donnerstagabend in Beilstein dem Erstligisten Füchse Berlin erwartungsgemäß mit 23:38 (14:21). Auch mit den verletzten und angeschlagenen Spielern wäre es für den TVB schwer geworden gegen das absolute Topteam aus der Haupstadt. Zu den besten Werfern gehörten Dominik Weiß und Martin Kienzle mit jeweils vier Treffern.
Die Gäste aus Berlin reisten am Donnerstag mit dem Flieger aus Berlin an und fuhren geradewegs weiter nach Beilstein in die Langhanshalle. Dort empfing der TVB den Champions-League-Teilnehmer aus der Haupstadt zu einem äußerst fair geführten Trainingsspiel. In den ersten Minuten wirkten die TVB-Akteure etwas nervös, unnötige Ballverluste und einige technische Fehler häuften sich. Daraus resultierte ein 1:3-Rückstand (5.), der sich drei Minuten später auf 2:6 erhöht hatte.
Nach diesen Anlaufschwierigkeiten kämpften sich die Wild Boys jedoch zurück ins Spiel, Dominik Weiß besorgte den Anschlusstreffer zum 6:7 (12.). In einer weiteren starken Phase der Füchse zog der haushohe Favorit auf 12:16 (25.) davon. Für Szenenapplaus sorgte der Kempa-Treffer von Rechtsaußen Markus Richwien, der das maßgenaue Zuspiel von Nationalspieler Sven-Sören Christophersen sicher verwandelte. Im Gegenzug machte Tobias Schimmelbauer nach einem schönen Zuspiel von Thorsten Salzer alles richtig und sorgte mit einem Heber über Nationalkeeper Silvio Heinevetter für das 14:19.
Die zweite Hälfte sollte für den ersatzgeschwächten TVB nicht besser laufen. Neben dem Langzeitverletzten Simon Baumgarten und dem Schulterverletzten Florian Schöbinger, musste Günter Schweikardt und sein Trainerteam auf Arni Sigtryggsson und Jan Forstbauer verzichten, der sich im Testspiel gegen den französischen Topclub Aix-en-Provence eine leichte Knöchelverstauchung zugezogen hatte.Wieder dabei war Adrian Wehner, der jedoch aufgrund seiner Schulterverletzung noch nicht die vollen Hundertprozent gehen konnte.
Den aktuellen personellen Engpass nutzte der TVB dazu, den jüngeren Spielern im Kader eine Chance zu geben. Leon Pabst zeigte als Schöbinger-Ersatz am Kreis eine ordentliche Leistung und erzielte zwei Tore gegen die hochgewachsenen Abwehrreihen der Füchse. Und auch Martin Kienzle präsentierte sich mit einer guten Leistung auf der Mitteposition, auf der er seinem Trefferkonto vier Tore hinzufügte.
Die zweite Halbzeit nutzte auch Berlin zu verschiedenen Einwechslungen. Dennoch konnten die Füchse das Tempo weiterhin hoch halten und den Vorsprung weiter ausbauen. Sie erwischten den besseren Start und legten auf 14:24 (36.) vor, der TVB konnte dem Erstligisten von da an nicht mehr folgen. In der Folgezeit bauten die Gäste den Vorsprung weiter aus und siegten verdient mit 23:38.
Das TVB-Trainergespann zeigte sich jedoch aufgrund der Ausfälle zufrieden: "Wir müssen auch schauen, gegen wen wir hier und in den vergangenen Wochen gespielt haben. Das waren alles Topteams der europäischen Ligen und der 1. Bundesliga" kommentierte Klaus Hüppchen die Vorbereitungsspiele. "Schade, dass wir heute nicht alle Jungs einsetzen konnten. Aber die jüngeren Spieler haben ihre Sache gut gemacht" lobte er den Einsatz seines Teams.
Mit dem Freundschaftsspiel gegen die Füchse Berlin endete die Reihe der hochklassigen Vorbereitungsspiele für den TVB. Nun liegt noch eine harte Trainingswoche vor den Spielern, bevor es am Samstag, den 27.08.2011 gegen den HC Erlangen geht. "Nach den schlechteren Ergebnissen der Vorbereitungsspiele gegen hochklassige Bundesligisten ist es jetzt wichtig, dass wir einen guten Saisonstart hinlegen" meinte Jürgen Schweikardt nach der Füchse-Partie. Das Pokalspiel gegen Erlangen wird der erste Prüfstein für die Wild Boys sein.
TVB: Lorger, Sdunek, Schmidl – Schimmelbauer (3), Schweikardt (2), Heib, Forstbauer, Salzer (2), Gunnarsson (3/2), Wehner (1), Pabst (2), Kienzle (4), Seiz (1), Lenz (1), Weiß (4).
Füchse Berlin: Stochl, Heinevetter – Romero (5/1), Bult (3), Jaschka (7), Petersson, Richwien (2), Christophersen (2), Laen (1), Nincevic (5), Pevlov (2), Löffler (5), Stenbäcken (2), Sellin (4).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
26.07.2011 · Von: Thomas Wagner für WKZ
Schweikardt „kann nicht meckern“
Eineinhalb Wochen nach dem Start der Vorbereitung waren die Bittenfelder Zweitliga-Handballer erstmals in Testspielen im Einsatz. Beim Esslinger Marktplatzturnier gab’s einen Sieg und zwei Niederlagen, gegen BW-Oberligist Salamander Kornwestheim einen 28:23-Erfolg. „Zu diesem frühen Zeitpunkte kann ich nicht groß meckern“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt.
Die ersten schweißtreibenden Trainingseinheiten haben die Bittenfelder Spieler hinter sich, am Wochenende nahmen sie zu Testzwecken erstmals den Ball in die Hand – und dies traditionell unter freiem Himmel. Im vergangenen Jahr hatte der TVB das hochkarätige Turnier auf dem Esslinger Marktplatz gewonnen. Diesmal reichte es mit 2:4 Punkten nur zu Rang drei in der Gruppe hinter Erstligist HBW Balingen-Weilstetten (6:0) und Zweitliga-Konkurrent TV Neuhausen/Erms (4:2). Immerhin ließen die Bittenfelder A1 Bregenz (0:6) hinter sich. Gegen den österreichischen Erstligisten bestritt der TVB sein Auftaktspiel und siegte in 25 Minuten mit 18:11. Weniger gut lief’s im zweiten Spiel gegen Neuhausen. Der TVB lag rasch mit 1:5 im Hintertreffen und unterlag letztlich deutlich mit 10:18. „Das war keine gute Leistung“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. Im letzten Gruppenspiel gegen Balingen-Weilstetten führten die Bittenfelder mit 4:2, verspielten aber durch eine Zeitstrafe diesen Vorteil und mussten sich mit 7:11 beugen. Die Balinger setzten sich im Endspiel gegen den österreichischen Erstligisten Union Juri Loeben mit 16:13 durch. Dritter wurde der Erstligaaufsteiger TV Hüttenberg.
In Hemmingen schlug der TVB tags darauf den BW-Oberligisten SV Salamander Kornwestheim mit 28:23. „Ein paar Tore mehr Differenz“ hätte sich Schweikardt gewünscht. Beste Schützen waren Arnor Gunnarsson (8), Jürgen Schweikardt (7) und Florian Schöbinger (4). Unterm Strich war der Trainer mit den ersten Auftritten seines Teams zufrieden. Schließlich fehlte bisweilen der halbe Kader: Jan Forstbauer spielt bei der Junioren-WM (siehe rechts), Arni Sigtryggsson bekam von Schweikardt nach der Geburt von Tochter Helena Emma ein paar Tage frei. Alexander Heib pausierte wegen eines Pferdekusses, Arnor Gunnarsson wegen eines Kapselrisses an der Wurfhand. Angeschlagen waren auch Adrian Wehner und Dominik Weiß. Und für Simon Baumgarten (Kreuzbandriss) kam ein Einsatz noch zu früh.
Am Sonntag werden die Bittenfelder in Backnang zugange sein: In der Karl-Euerle-Halle spielen sie gegen den Schweizer Erstligisten Amicitia Zürich (10.30). Und dann gibt’s die Chance zur Revanche gegen Balingen-Weilstetten (13) und Neuhausen/Erms (15.30).
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zugriffe heute: 8 - gesamt: 9267.























