19.05.2012 · TV Bittenfeld - SC DHfK Leipzig 25:29

Nächste Niederlage: TVB verliert gegen Leipzig

Das vorletzte Heimspiel in der Gemeindehalle hat der TV Bittenfeld am Samstagabend vor 750 Zuschauern verloren. Gegen den Bundesliga-Neuling SC DHfK Leipzig setzte es eine 25:29 (11:14)-Niederlage. TVB-Torhüter Daniel Sdunek feierte sein Comeback, Dominik Weiß war mit sieben Treffern erfolgreichster Schütze.

Nichts war es mit einem Punktgewinn in eigener Halle vor dem großen Champions-League-Finale des FC Bayern München. Wegen der Entscheidung in der Königsklasse des Fußballs wurde die Partie des TV Bittenfeld gegen die Gäste aus Leipzig ungewohnt früh, bereits um 18.30 Uhr angepfiffen. Der Abend sollte sowohl für die Wild Boys als auch für den deutschen Vertreter aus München schlecht verlaufen. Bittenfeld hielt das Spiel gegen den ambitionierten sächsischen Vertreter aus Leipzig nur im ersten Durchgang offen, musste dann die Überlegenheit neidlos anerkennen.

„Wir konnten nur in einer kurzen Phase des Spiels dagegen halten, das reicht gegen so einen Gegner nicht aus. Leipzig war heute ganz klar das bessere Team“ stellte TVB-Trainer Günter Schweikardt nach der Niederlage fest. Damit meinte er die bisweilen fulminante Aufholjagd seiner Mannschaft im zweiten Durchgang, die jedoch zunächst nur knappe fünf Minuten lang Bestand hatte. Leipzig ließ sich in den Schlussminuten allerdings nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. Aber der Reihe nach.

Pünktlich um 18.30 Uhr wurde das Bundesliga-Duell angepfiffen, beide Teams starteten gut und es entwickelte sich zunächst eine sehr ausgeglichene Partie. Die Gäste gingen nach einer Minute mit 1:0 in Führung durch ihren immer Torgefahr ausstrahlenden Mittemann Philipp Seitle. Nach zwei Paraden des gut haltenden Oliver Krechel im Leipziger Gehäuse glich Dominik Weiß nach weiteren zwei Minuten endlich aus – es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch bis zum Ausgleichstreffer von der Siebenmeterlinie durch Arnor Gunnarsson zum 7:7 (14.). Dann diktierte der Tabellenfünfte in der Gemeindehalle das Spielgeschehen zusehends, der im Rückraum durchwechselnde Ulrich Streitenberg sowie Eric Jacob – die torgefährlichsten Leipziger – sorgten mit ihren Treffern für einen komfortablen Vorsprung bereits zur Halbzeit (11:14).

Doch die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst noch nicht entschieden. Das Publikum erwartete nach dem Seitenwechsel ein Aufbäumen ihres Teams, oft schon kamen die Wild Boys Anfang des zweiten Durchgangs kämpferisch aus der Kabine zurück und egalisierten einen Rückstand innerhalb weniger Minuten. Gegen Leipzig blieb dieses Dagegenstemmen aus, die Messestädter zogen in Unterzahl auf 11:16 davon und hatten beim 14:20 (41.) bereits sechs Tore Vorsprung. Bittenfelds Rückkehrer Daniel Sdunek wurde von seiner Abwehr zu oft im Stich gelassen – er bekam, genau wie sein Torhüterkollege Gregor Lorger, kaum Chancen, sich auszuzeichnen. Bittenfeld musste wenige Minuten später das 15:23 und 16:24 (47.) hinnehmen, bevor das Team den Rückstand noch einmal verkürzen konnte.

Weiß läutete den packenden Schlussspurt des TVB ein, der Doppelschlag des eingewechselten Adrian Wehner sowie die sehenswerte Direktabnahme des Nachwuchstalents Michael Seiz brachten Bittenfeld wieder auf Tuchfühlung (21:25) – tosender Applaus brach aus, als Lorger zwei starke Paraden gegen Leipzigs Beste Streitenberger und Jacob zeigte. Als Kreisläufer Simon Baumgarten den Anschlusstreffer zum 23:26 (56.) herstellte, kochte die Halle. Zwei weitere Treffer der Gäste sowie ein Fehlwurf des TVB reichten aber Leipzig am Ende aus, um den verdienten Sieg sicher über die Zeit zu retten. Die Aufholjagd des TVB kam zu spät und war nur von kurzer Dauer. Darüber waren sich die gegnerischen Lager beim anschließenden gemeinsamen Fußballabend einig.

TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer (1), Kienzle (1), Weiß (7), Forstbauer (2), Schweikardt (1), Gunnarsson (5/4), Heib, Baumgarten (2), Sigtryggsson (1), Wehner (3), Salzer, Seiz (2).

SC DHfK Leipzig:
Krechel, Galia – Müller (1), Dietzmann, Streitenberger (7), Wolf, Baumgärtel (2), Binder (2), Boese (5/1), Jacob (10), Wagner (1), Riehn, Seitle (1), Telehuz.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

12.05.2012 · TV Korschenbroich - TV Bittenfeld 35:28

TVB mit deutlicher Niederlage in Korschenbroich

Nach dem erfolgreichen Auftritt in der Stuttgarter SCHARRena vor einer Woche unterlag der TV Bittenfeld am Samstagabend dem TV Korschenbroich überraschend deutlich. Beim 28:35 (14:21) hielt der TVB nur zehn Minuten lang mit, danach dominierten die Hausherren die Partie. Linksaußen Tobias Schimmelbauer war mit sieben Treffern erfolgreichster Bittenfelder Schütze.

Es war eine der Partien, in denen beim TV Bittenfeld nichts zusammen laufen wollte. Vom Anpfiff weg dominierte der TV Korschenbroich das Spiel und übernahm früh die Führung in einem über weite Strecken einseitigen Bundesliga-Duell. Lediglich in den ersten zehn Minuten gestaltete Bittenfeld das Spielgeschehen offen, lag durch den Treffer von Schimmelbauer knapp mit 5:6 zurück. Danach dominierten die Hausherren allerdings die Partie nach Belieben und zogen auf 17:10 (24.) davon. TVB-Keeper Gregor Lorger verhinderte einen noch größeren Rückstand durch einige gute Paraden, wurde aber von seiner Abwehr zu oft im Stich gelassen.

Das sollte das größte Problem des TVB bleiben. Nicht konsequent genug verteidigten die Bittenfelder ihr Gehäuse, bekamen das allseits bekannte Zusammenspiel des Korschenbroicher Rückraums mit Kreisläufer Marcel Görden nie in den Griff. Blieben die Wild Boys zu weit von ihren Gegnern weg, trafen die Gastgeber aus dem Rückraum nach Belieben. Dennis Marquardt und Mittemann Simon Breuer erwiesen sich dabei als äußerst treffsicher. Anfang der zweiten Hälfte versuchte der TVB das Blatt zu wenden und kam motiviert aus der Kabine zurück. Das Trainergespann um Günter Schweikardt muss die richtigen Worte gefunden haben. Dreimal Schimmelbauer, Adrian Wehner und Jürgen Schweikardt trafen nacheinander, das Team verkürzte in der 41. Minute auf 23:27. TVK-Trainer Christian Voß unterbrach die Drangphase der Bittenfelder mit der Auszeit.

Doch die Remstäler ließen sich durch die Unterbrechung zunächst nicht aus dem Konzept bringen und blieben auf Tuchfühlung. Der Knackpunkt erfolgte allerdings Minuten später, als das Kampfgericht in die Partie eingriff und einen angeblichen Einwechselfehler bei den Unparteiischen anzeigte. Jürgen Schweikardt bekam daraufhin die Zeitstrafe aufgebrummt – seine dritte, woraufhin er die Rote Karte sah und disqualifiziert wurde. Und damit nicht genug: Eine Minute später sah Dominik Weiß die Rote Karte. Was war passiert? Der lange Rückraumschütze hatte beim Zurücklaufen seinen Gegenspieler übersehen und war mit ihm zusammengeprallt. Die Schiedsrichter sahen darin ein grobes absichtliches Foulspiel und stellten ihn vom Platz. Damit musste Bittenfeld innerhalb von einer Minute zwei Ausfälle hinnehmen, die das Team in der Folgezeit nicht mehr kompensieren konnte.

Korschenbroich erhöhte konstant den Vorsprung und sorgte mit dem 33:25 durch Markus Breuer zehn Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung. Der TV Bittenfeld versuchte Schadensbegrenzung zu betreiben, dies gelang der Mannschaft jedoch nur bedingt. Einziger Lichtblick in der Schlussphase war der Auftritt von TVB-Torhüter Felix Schmidl, der durch etliche Paraden den Rückstand für seine Kollegen erträglich halten konnte. Im Gegenzug scheiterte Bittenfeld immer wieder am Aluminium oder an den beiden gut haltenden Torhütern des TVK. Die mangelhafte Chancenverwertung war damit einer der Hauptgründe für die Auswärtsniederlage.

„Unsere schlechte Chancenverwertung im Angriff und die Nachlässigkeiten in der Abwehr waren heute ausschlaggebend für die Niederlage gegen Korschenbroich“ sagte ein enttäuschter Günter Schweikardt nach dem Spiel. „Nach der Halbzeitpause hatten wir eine starke Viertelstunde, aber die beiden Disqualifikationen führten dann letztlich zum Bruch in unserem Spiel“ so Schweikardt. Am kommenden Wochenende steht das nächste schwere Heimspiel auf dem Programm. Dann wird der SC DHfK Leipzig seine Visitenkarte in der Gemeindehalle abgeben. Der Tabellenvierte möchte sich unbedingt die Chance auf den möglichen Aufstieg ins Oberhaus des deutschen Handballs bewahren.

TV Bittenfeld:
Lorger, Schmidl – Schimmelbauer (7), Kienzle (1), Weiß (1), Forstbauer, Schweikardt (4), Gunnarsson (3/3), Heib (1), Baumgarten (2), Sigtryggsson (3), Wehner (4), Salzer, Seiz (2/1).

TV Korschenbroich:
Bartmann, Mayer – Fuchs, Deppisch (1), Liesebach, S.Breuer (7), Fischer (2), Görden (8/1), M.Breuer (8/3), Tovornik (3), B.Marquardt (1), Bartmann, D.Marquardt (5).

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

04.05.2012 · TV Bittenfeld - HSG Nordhorn-Lingen 31:30

Bittenfeld macht den Ligaverbleib perfekt

Besser hätte es für den TV Bittenfeld nicht laufen können: Bei der Heimpremiere in der Stuttgarter SCHARRena erkämpfte sich das Team in den Schlussminuten einen knappen 31:30 (14:17)-Erfolg vor 2050 Zuschauern. Der doppelte Punktgewinn bedeutet den lang ersehnten Ligaverbleib – erolgreichster Bittenfelder Werfer war Rechtsaußen Arnor Gunnarsson mit zehn Treffern.

Der Jubel war groß bei den Spielern nach der Schlusssirene, als der letzte direkt ausgeführte Freiwurf der Nordhorner Gäste über das TVB-Tor ging. Und auch die Zuschauer bejubelten lautstark den ersten Heimerfolg für ihr Team in der neuen Heimspielstätte des TV Bittenfeld. Sie hatten die Mannschaft in den entscheidenden Minuten der Partie vorangepeitscht und gaben den TVB nach mehrmaligen Rückständen nie auf. Lange Zeit sah es jedoch nach einer Niederlage für die Wild Boys aus, die HSG Nordhorn-Lingen wollte unbedingt ihre Minimalchance auf den dritten Tabellenplatz durch einen Sieg wahren.

Den besseren Start erwischte die HSG, die nach zwei Minuten mit 2:0 führte. Bittenfeld hatte bis dahin bereits drei Fehlwürfe zu verbuchen – ein großes Problem, das der TVB-Angriff im ersten Durchgang nicht abstellen konnte und zur Halbzeit insgesamt vierzehn vergebene Würfe vorzuweisen hatte. Eine gute Rolle spielten dabei die beiden Torhüter Gregor Lorger (TVB) und Björn Buhrmester (HSG), die immer wieder gute Paraden zeigten und ihr Team im Spiel hielten. Der TVB steckte indes nicht auf, der Rückraum mit Arni Sigtryggsson und Adrian Wehner zeigte sich spielstark, alleine die Tore wollten nicht fallen. Nach zwei weiteren Fehlwürfen von Sigtryggsson war es sein isländischer Landsmann Arnor Gunnarsson, der das 2:2 markierte (6.). Der offene Schlagabtausch hatte bis zur 24. Minute Bestand (12:12), danach übernahmen die Gäste das Kommando in der SCHARRena.

Nachdem Lorger im TVB-Gehäuse zu oft von seiner Abwehr im Stich gelassen worden war, kam Felix Schmidl ins Spiel. Der zeigte bis zum Seitenwechsel zwei Paraden, konnte aber die 14:17-Führung der HSG Nordhorn nicht verhindern. Anfang der zweiten Halbzeit hielt Adrian Wehner seine Mannschaft mit drei Treffern in Folge auf Kurs, beim 17:19 (34) hatte die Zwei-Tore-Führung für Nordhorn aber immer noch Bestand. Schmidl zeigte sich in dieser Phase von seiner besten Seite und glänzte mit weiteren Paraden, die dem TVB Konterchancen ermöglichten. Der 18:19-Anschlusstreffer durch den treffsicheren Siebenmeterschützen Gunnarsson wurde von den Fans lautstark bejubelt, endlich schien sich die Partie zu wenden. Doch der ehemalige Erstligist schien immer noch eine Schippe drauflegen zu können und erhöhte erneut die Führung – der für viel Bewegung am Kreis sorgende Toon Leenders machte das 20:24 (44.), Bittenfeld schien die Partie aus der Hand zu geben.

Zwei Treffer des starken Tobias Schimmelbauer und ein unverwechselbares Tor des widergenesenen Kreisläufers Simon Baumgarten brachten den TVB auf 23:25 (47.) heran. Das 24:27 durch den schnellen Linksaußen Pavel Mickal, Nordhorns besten Werfer, rief Günter Schweikardt und sein Trainerteam auf den Plan. Nach einer kurzen Auszeit verkürzten Dominik Weiß und Schimmelbauer auf 26:27, der Anschluss war endlich hergestellt. Und exakt vier Minuten vor Spielende tauchte im rechten Rückraum plötzlich wieder der untergetauchte Arni Sigtryggsson auf, der zuerst sein Team auf 27:28 heranbrachte und kurz danach den 28:28-Ausgleichstreffer erzielte.

Und es sollte noch besser laufen für den Isländer. Seinen dritten Treffer in Folge zur 29:28-Führung für den TVB setzte er zwei Minuten vor dem Ende ins gegnerische Netz und holte zwölf Sekunden vor dem Abpfiff den entscheidenden Siebenmeter für seinen Kollegen Gunnarsson heraus. Der zeigte sich extrem nervenstark und verwandelte auch seinen sechsten Strafwurf sicher zum 31:30-Heimsieg. „Das war ein nervenaufreibendes Spiel vor einem phantastischen Publikum“ lobte Günter Schweikardt die Stimmung bei der Heimpremiere in der SCHARRena. „Wir haben uns heute zu viele Fehlwürfe in der ersten Halbzeit geleistet, aber wir haben nie aufgegeben“. Durch den Heimsieg haben die Wild Boys den Verbleib in der 2.Bundesliga frühzeitig gesichert.

TV Bittenfeld:
Lorger, Schmidl – Schimmelbauer (6), Kienzle, Weiß (3), Forstbauer (1), Schweikardt, Gunnarsson (10/6), Heib (1), Baumgarten (2), Sigtryggsson (3), Wehner (5), Salzer.

HSG Nordhorn-Lingen:
Buhrmester, Bartels – Struck (4), Lammering, Leenders (5), Mickal (7), Hombrink, Meyer (3), Schagen (5/2), Poll, Terwolbeck (1), de Boer, Wiese (5).

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

04.05.2012 · SCHARRena in Stuttgart


---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

29.04.2012 · SV Post Schwerin - TV Bittenfeld 32:29

Bittenfeld verspielt Punktgewinn in Schwerin

Das vom Verletzungspech gebeutelte Team des TV Bittenfeld kehrt auch aus Schwerin ohne Punkte zurück. Beim Tabellenvierzehnten verloren die Wild Boys mit 29:32 (15:14). Erfolgreichste Werfer auf Bittenfelder Seite waren Dominik Weiß und Arnor Gunnarsson mit jeweils sechs Treffern, Schwerins Moritz Weltgen traf zehn Mal für sein Team.

Eine Woche nach dem etwas glücklichen Unentschieden gegen die HG Saarlouis wartet Bundesligist TV Bittenfeld immer noch auf einen doppelten Punktgewinn. Auch im neunten Anlauf scheiterte das erneut ersatzgeschwächte Team und bleibt damit im Niemandsland der Tabelle. Dem Rems-Murr-Kreis-Vertreter fehlten die etatmäßigen Kreisläufer Simon Baumgarten sowie Florian Schöbinger – Leon Pabst fehlt den Bittenfeldern bereits seit Saisonanfang. Zudem muss Torhüter Daniel Sdunek weiterhin passen, für ihn rückte der A-Jugendliche Max Baldreich aus dem Württembergliga-Reserveteam in den Kader.

In der Anfangsphase vertendelten beide Mannschaften viele Bälle, Schwerin konnte erstmals durch einen Doppelschlag von Sven Thormann mit 5:3 (11.) in Führung gehen. Doch die Partie blieb im ersten Durchgang weitestgehend ausgeglichen. Die erste Bittenfelder Führung zum 10:11 (23.) sollte Arnor Gunnarsson per Siebenmeter erzielen, Dominik Weiß markierte eine Minute später sogar das 10:12. Dieser Vorsprung hatte beim 11:13 (25.) Bestand, im zerfahrenen Schlussspurt der ersten Hälfte traf der gut aufgelegte Alexander Heib zum 14:15.

Aufgrund der zahlreichen Verletzten reaktivierte Günter Schweikardt und sein Trainerteam erneut Ludek Drobek, den früheren Abwehrchef des TVB. Zusammen mit Thorsten Salzer, Dominik Weiß und Jürgen Schweikardt organisierte er vor allem in der ersten Halbzeit sehr erfolgreich die 6:0-Deckung der Gäste aus dem Schwabenland. Erst im zweiten Spielabschnitt hatten die Wild Boys immer wieder Probleme mit den Zuspielen an Kreisläufer Stephan Riediger, der meistens nur durch ein Foulspiel zu bremsen war. So holte der Schweriner insgesamt fünf Siebenmeter heraus, die Weltgen allesamt sicher verwandelte.

Nach dem Seitenwechsel konnte der TVB zunächst auf 14:16 (31.) und 16:18 (34.) erhöhen. Die Mannschaft verpasste allerdings die große Chance, eine frühzeitige Entscheidung herbeizuführen und für klare Verhältnisse zu sorgen. Die Hausherren - von den knapp 1.600 Zuschauern in der spärlich besuchten Sport- und Kongresshalle lautstark angefeuert -, kämpften sich ins Spiel zurück und übernahmen beim 20:19 (39.) die erneute Führung. Weitere zehn Minuten später hämmerte Dominik Weiß den 24:24-Ausgleichstreffer über die Torlinie. Dies sollte der jedoch letzte Ausgleich für die Bittenfelder sein.

„Wir haben knapp 45 Minuten lang gut gespielt, haben unser Konzept durchgezogen“ sagte Schweikardt nach Spielende frustriert. „Danach hatten wir leider im Angriff mehrere Fehlwürfe hintereinander, die Schwerin im direkten Gegenzug in Kontertreffer verwandelte“ fasste er weiter zusammen. Drei Paraden von Igor Levshin und vier Treffer von Weltgen reichten den Hausherren in der entscheidenden Phase aus, um auf 31:26 (57.) davon zu ziehen. Die Disqualifikation von Abwehrchef Riediger nach seiner dritten Zeitstrafe kam zu spät, um dem TVB noch einmal die Chance auf einen Punktgewinn zu bieten.

Die gesamte Mannschaft sowie alle Verantwortlichen und Fans des TV Bittenfeld fiebern nun der Heimpremiere am kommenden Freitag in der Stuttgarter SCHARRena entgegen. Dort trifft der TVB in seiner neuen Heimspielstätte um 20 Uhr auf die HSG Nordhorn-Lingen. Dann soll endlich der lang ersehnte Heimsieg eingefahren werden. Die Zuschauer dürfen sich auf ein großes Handballevent freuen.

TV Bittenfeld:
Lorger, Baldreich – Schimmelbauer (4), Kienzle (1), Weiß (6), Forstbauer (2), Schweikardt, Gunnarsson (6/4), Heib (3), Sigtryggsson (2), Wehner (1), Drobek, Salzer (4), Seiz.

SV Post Schwerin:
Levshin, Wetzel – Weltgen (10/5), Riediger (3), Wild, Rauch, Prothmann (4), Murawski (4), Thormann (6), Chantziaras, Anclais (5), Wirth.

Von: Steffen Sauer
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

21.04.2012 · TV Bittenfeld - HG Saarlouis 26:26

Bittenfeld verliert einen Punkt gegen Saarlouis

Ein ersatzgeschwächter TV Bittenfeld kam am Samstagabend in der heimischen Gemeindehalle nicht über ein 26:26 (13:13)-Unentschieden gegen die HG Saarlouis hinaus. Gegen den Tabellenfünfzehnten zeigte der TVB zwar eine Leistungssteigerung, aber am Ende musste das Unentschieden als Punktverlust gewertet werden. Der Isländer Arni Sigtryggsson war erfolgreichster Bittenfelder Schütze mit neun Treffern.

Vor dem Bundesliga-Duell war allen TVB-Verantwortlichen und den Zuschauern klar, dass da ein hartes Stück Arbeit auf die Bittenfelder Truppe zukommen sollte. Der zweitbeste Angriff der Liga wollte vor knapp 900 Zuschauern unbedingt beide Punkte aus dem Rems-Murr-Kreis entführen – für den neuen HG-Trainer Goran Suton wäre dies ein Einstieg nach Maß gewesen. Am Ende leuchtete jedoch ein Unentschieden auf der Anzeigetafel, mit dem beide Übungsleiter nicht wirklich zufrieden sein wollten und keinem der beiden Teams so richtig weiterhilft.

Gleich zu Beginn der ersten Halbzeit zeichnete sich eine ausgeglichene Partie ab, in der zunächst die Gäste nach dem zweiten Siebenmetertreffer von Danijel Grgic mit 2:4 (7.) in Führung gingen. Danach konnte der TVB wieder ausgleichen, Torhüter Gregor Lorger und sein Gegenüber Darius Jonczyk zeichneten sich in dieser wichtigen Spielphase durch zahlreiche Paraden aus. Bei den Bittenfelder Wild Boys zog der angeschlagene Alexander Heib geschickt die Fäden im Rückraum und sorgte zusammen mit Adrian Wehner für Hochbetrieb vor dem Saarlouiser Tor. Heib setzte vor allem Arni Sigtryggsson gekonnt in Szene. Der erzielte drei seiner insgesamt neun Treffer in Durchgang eins.

Ohne die fehlenden Stammkräfte Daniel Sdunek, Simon Baumgarten und Florian Schöbinger kämpfte sich der TVB zu einem 13:13-Unentschieden zur Pause – das Ergebnis sollte sich im zweiten Durchgang nicht ändern. Rechtsaußen Arnor Gunnarsson brachte beim 18:16 (39.) sein Team mit zwei Toren in Front, zwei der drei besten Saarländer Grgic und Bartosz Janiszewski führten jedoch erneut den Ausgleich herbei. Vor allem das gefürchtete Zusammenspiel zwischen Spielmacher Grgic und Kreisläufer Ingars Dude konnte die Bittenfelder Abwehr zu keinem Zeitpunkt unterbinden.

Trotzdem schnupperte der TVB nach den Treffern von Dominik Weiß und dem sehenswerten Dreher von Tobias Schimmelbauer zum 21:18 (45.) vorübergehend am Heimsieg. Spätestens Sigtryggssons Doppelschlag zum 23:19 (47.) weckte Hoffnungen beim begeisterten Publikum, die Mannschaft schien das Kommando vollständig übernommen zu haben. Vier Fehlwürfe und ein technischer Fehler später stellte Saarlouis jedoch wenige Minuten vor Spielende den erneuten 24:24-Ausgleich her.

In der Schlussphase gelang keinem der beiden Kontrahenten der entscheidende Siegtreffer. Martin Kienzle und Arni Sigtryggsson markierten für den TVB die letzten Treffer der Partie; der ab der kommenden Saison für FrischAuf Göppingen auflaufende Rückraumlinks Daniel Fontaine und Janiszewski verbuchten die beiden letzten Tore für Saarlouis. Damit war das Unentschieden perfekt. Ein letzter Versuch von Tobias Schimmelbauer blieb im Abwehrblock der Gäste hängen.

„Das war heute ein verlorener Punkt. Wir hatten die Chance, beim Stande von 23:19 das Spiel für uns zu entscheiden. Aber das haben wir versäumt“ resümierte Günter Schweikardt nach der unglücklichen Punkteteilung. Er und sein Trainerteam machten hauptsächlich die mangelnde Chancenverwertung sowie die personellen Ausfälle für das Unentschieden verantwortlich. Für den elftplatzierten TVB geht es nun am Sonntag nach Schwerin, bevor am 04. Mai die große Heimpremiere in der Stuttgarter SCHARRena gegen die HSG Nordhorn-Lingen stattfinden wird.

TV Bittenfeld:
Lorger, Schmidl – Schimmelbauer (2), Kienzle (2), Weiß (3), Forstbauer (1), Schweikardt (2), Gunnarsson (4), Heib (2), Sigtryggsson (9), Wehner (1), Drobek, Salzer, Seiz.

ThSV Eisenach:
Peveling, Jonczyk – Krings (2), Fontaine (8), Leist, Janiszewski (5), Dude (3), Fetser (1), Grgic (4/2), Holzner (2), Czertowicz, Lohrbach (1/1).

Von: Steffen Sauer
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

20.04.2012 · Kreiszeitung Waiblingen


-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

14.04.2012 · ThSV Eisenach - TV Bittenfeld 30:25

TVB mit Verletzungsmisere und Niederlage

Der TV Bittenfeld kann auch in Thüringen nicht punkten. Beim Tabellensiebten der 2. Bundesliga ThSV Eisenach unterlag das ersatzgeschwächte Team mit 25:30 (15:13). Besonders unglücklich: Simon Baumgarten und Florian Schöbinger scheiden frühzeitig wegen Verletzungen aus. Erfolgreichste Werfer beim TVB waren Dominik Weiß, Arni Sigtryggsson und Jürgen Schweikardt mit jeweils fünf Treffern.

Die Bundesliga-Partie gegen den heimstarken ThSV Eisenach sollte für den TV Bittenfeld besonders schlecht verlaufen. Bereits im Vorfeld war klar, dass die Mannschaft ohne seinen Torhüter Daniel Sdunek, Spielmacher Alexander Heib und Rückraumrechts Jan Forstbauer anreisen würde. Sie mussten verletzungsbedingt passen, Forstbauer kehrte erst am Freitag von der Junioren-Nationalmannschaft zurück. Dass der TVB nach dem Spiel gegen Eisenach zwei weitere Verletzte zu beklagen hat, konnte zuvor keiner ahnen.

Die ersten Minuten der Partie erinnerten sehr stark an vergangene Auftritte des TVB in dieser Saison. Das Team lag schnell mit 0:3 zurück, Eisenachs Torhüter Radek Musil parierte die ersten beiden Würfe auf seinen Kasten und zeigte während der gesamten Spielzeit eine gute Leistung. Beim 5:5 (10.) durch den Kontertreffer von Tobias Schimmelbauer hatte der TVB den Ausgleich hergestellt und ins Spiel gefunden. Es sollte eine ausgeglichene Phase folgen, in der sich auch Gregor Lorger im TVB-Tor mit drei Paraden in Folge auszeichnete.

Erst vier Minuten vor dem Seitenwechsel gelang den Bittenfeldern die erste Führung. Jürgen Schweikardt hatte einen Pass des Eisenacher Angriffs abgefangen und schickte seinen Rechtsaußen Arnor Gunnarsson zum Konter. Der verwandelte sicher zum 13:14, bevor Lorger zwei weitere Würfe parierte und Dominik Weiß das 13:15 (28.) erzielte. Zu diesem Zeitpunkt war Simon Baumgarten bereits zum Zusehen verdammt. Bei seinem wichtigen Anschlusstreffer zum 9:8 (17.) war der Kreisläufer auf seine rechte Seite gefallen und hatte sich dabei eine schmerzhafte Bauchmuskelzerrung zugezogen. Er fehlte seinem Team nicht nur im Angriff, sondern auch im Abwehrverbund.

Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken startete der TV Bittenfeld optimistisch in die zweite Halbzeit. Den Ausfall von Baumgarten versuchten die TVB-Verantwortlichen zunächst durch Allrounder Florian Schöbinger zu kompensieren. Seine neue Aufgabe am Kreis konnte er allerdings nicht lange ausüben: Nach einer unglücklichen Abwehraktion (41.) fiel er auf seine rechte Hand und musste daraufhin behandelt werden. Eine erste Diagnose deutete auf einen Mittelhandbruch hin, die genaue ärztliche Untersuchung steht noch aus.

Für die verbleibenden zwanzig Minuten wurde Rückraumlinks Adrian Wehner als Kreisläufer auf das Parkett geschickt. Die Hausherren nutzten nach dem schnellen Ausgleich nach der Pause ihre Chancen in der Folgezeit konsequent aus und erhöhten konstant die Führung. Beim 25:20 (52.) war eine erste Vorentscheidung gefallen. Die Thüringer ließen sich den Heimsieg vor 1.800 lautstarken Zuschauern nicht mehr nehmen. Für Bittenfeld erzielte Youngster Michael Seiz von Rechtsaußen die beiden letzten Treffer.

„Wir haben über weite Strecken des Spiels eine ordentliche Leistung gezeigt. Die Ausfälle von unseren beiden Kreisläufern Simon Baumgarten und Florian Schöbinger konnten wir jedoch nicht kompensieren“ sagte Günter Schweikardt nach Spielende. Für die Mannschaft aus dem Rems-Murr-Kreis geht es in der kommenden Woche gegen die HG Saarlouis weiter. Dabei stehen große Fragezeichen hinter den Einsätzen von gleich vier Leistungsträgern. Und der Abstand zu den Abstiegsrängen schmilzt weiter. Dem TVB stehen somit entscheidende Wochen bevor.

TV Bittenfeld:
Lorger, Schmidl – Schimmelbauer (3), Kienzle, Schöbinger, Weiß (5), Schweikardt (5/3), Gunnarsson (3), Baumgarten (1), Sigtryggsson (5), Wehner, Salzer, Seiz (3).

ThSV Eisenach:
Musil, Gorobtschuk – Stölzner, Trautvetter (4), Sklenak (4), Wöhler, Luther, Miljak (4), Kaluzinski (3), Adams (1), Schiffner (2), Heinemann (9/7), Lilienfelds (1), Koloper (2).

Von: Steffen Sauer
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

07.04.2012 · TV Bittenfeld - 1. VfL Potsdam 31:31

TVB schafft Remis gegen Potsdam

Der TV Bittenfeld konnte am Osterwochenende keinen doppelten Punktgewinn gegen den stark abstiegsgefährdeten 1. VfL Potsdam verbuchen. Gegen die Gäste reichte es in den letzten Sekunden lediglich zu einem glücklichen 31:31 (14:16)-Unentschieden. Arni Sigtryggsson war mit neun Treffern erfolgreichster Bittenfelder Schütze.

Am Samstagabend herrschte nach dem knappen Unentschieden getrübte Stimmung in der Gemeindehalle. 900 Zuschauer bejubelten nach der Schlusssirene das 31:31 der Bittenfelder Wild Boys – der Isländer Arni Sigtryggsson erzielte in den letzten Sekunden der Partie den Treffer zum erhofften Remis. Lange Zeit hatte es zuvor nach einer Niederlage für den TVB ausgesehen, nachdem die engagiert auftretenden Potsdamer bereits mit 18:22 (43.) geführt hatten. Bittenfeld sollte sich jedoch noch einmal zurückkämpfen, zeigte aber insgesamt eine eher dürftige Mannschaftsleistung.

In der torarmen Anfangsphase hatte keine der beiden Mannschaften die Gelegenheit davon zu ziehen. Beide Teams profitierten von den Fehlern des Gegners, die Partie wogte hin und her. Dies sollte über die gesamte Spielzeit gesehen ein gewohntes Bild bleiben, obwohl die Gäste nach rund 20 Minuten (7:10) besser ins Spiel fanden. TVB-Torhüter Felix Schmidl – er war für den verletzten Gregor Lorger und den angeschlagenen Daniel Sdunek in die Bresche gesprungen – hielt gut und verhinderte in dieser Phase mit sieben Paraden einen höheren Rückstand. Bittenfeld konnte den Potsdamer Vorsprung auf zwei Tore Unterschied konstant halten.

Dennoch hatte der TVB die große Chance auf den Ausgleich noch vor dem Seitenwechsel, nachdem bereits Alexander Heib mit einem Doppelschlag das 10:10 (22.) besorgte. Doch nur eine Minute später lagen die Gäste wieder mit 10:13 in Front. Potsdams zweitbester Werfer Rene Drechsler traf zur verdienten 14:16-Pausenführung gegen den favorisierten Tabellenelften. Der agierte vor dem gegnerischen Tor zu verkrampft, zeigte einfache Fehler und vertendelte mehrere Male den Ball. Zudem hatte die Potsdamer Abwehr den noch im Hinspiel treffsichersten Rückraumschützen Dominik Weiß gut im Griff, die linke Angriffsseite war zeitweise komplett abgestellt.

Der direkte Anschlusstreffer zum 15:16 kurz nach Wiederanpfiff weckte Hoffnungen im Bittenfelder Lager. Das Team kämpfte sich nun verbissener in die Partie, hatte sich für die zweite Halbzeit viel vorgenommen. Doch es blieb zunächst bei der Potsdamer Führung, die überwiegend auf die gute Leistung des Flügelflitzers Marvin Sommer zurück zu führen war. Er versenkte von der linken Seite acht Mal den Ball im TVB-Gehäuse und zeigte sich auch bei Kontern äußerst treffsicher. Zudem entschärfte der ungarische Torhüter Gabor Pulay zahlreiche Wurfversuche der Bittenfelder Angreifer – insgesamt verbuchte der ungarische Keeper fünfzehn Paraden.

„Das war ein äußerst glückliches Unentschieden für uns. Mit unserer Leistung am heutigen Tag können wir absolut nicht zufrieden sein“ zeigte sich Günter Schweikardt enttäuscht vom Auftritt des TVB. Zumal die Partie kurios endete: Nach dem Treffer durch Sigtryggsson bemühte sich Potsdam um ein schnelles Anspiel. Die Partie wurde noch einmal angepfiffen, die Gäste feuerten den Ball ins leere Bittenfelder Tor – Felix Schmidl war kurz zuvor zur Auswechselbank geordert worden. Aber der Treffer zählte nicht, der Ball hatte erst nach dem Schlusspfiff die Torlinie passiert.

TV Bittenfeld:
Sdunek, Schmidl – Schimmelbauer (4), Schöbinger (1), Weiß (3), Schweikardt (3/2), Gunnarsson (5/1), Heib (3), Baumgarten (3), Sigtryggsson (9), Wehner, Salzer.

1. VfL Potsdam:
Pulay, Frank – Melzer (3/2), Barsties (1), Schugardt, Pechstein (4), Bolduan, Urban (3), Drechsler (6), Mellack (2), Schmidt (4), Sommer (8), Reimann, Müller.

Von: Steffen Sauer
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

28.03.2012 · TSV GWD Minden - TV Bittenfeld 32:25

Minden zeigt Bittenfeld die Grenzen auf

Nach vier Spielen in zwei Wochen steht für die Wild Boys nur ein Punkt auf der Habenseite. Beim Tabellenführer in Minden stand der TVB auf verlorenem Posten, konnte die Niederlage letztlich noch in Grenzen halten. GWD Minden siegt mit 32:25 (17:10), Bittenfeld verliert den Anschluss nach oben.

Die Bittenfelder Mannschaft konnte sich in der Anfangsphase bei Torhüter Gregor Lorger bedanken. Eine Tatsache, die bei einem Zwischenstand von 1:6 nach 10 Minuten merkwürdig erscheint, dennoch der Wahrheit entspricht. Der Torhüter verhinderte mit starken Paraden, dass sein Team einem noch höheren Rückstand hinter laufen musste. In der Offensive wechselten sich unnötige und unglückliche Aktionen miteinander ab.

Der glänzend aufgelegte Mindener Torhüter Persson bewies hinter einer kompakten Deckung warum er und sein Team als Aufstiegsfavorit Nummer eins gehandelt werden. Bittenfeld agierte wehrlos, der Rückstand stagnierte Dank der erwähnten Leistung von Gregor Lorger auf einem erträglichen Niveau. Beim Zwischenstand von 12:8 für Minden kam urplötzlich die Hoffnung auf den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen.

GWD bewies in diesen Phasen eine individuelle und mannschaftliche Stärke, der die Wild Boys bis zum 17:10 Pausenstand wenig entgegenzusetzen hatten. Aljoscha Schmidt (10/5) und Aleksandar Svitlica (9) stachen aus ihrer Mannschaft heraus, waren zur Pause und auch im gesamten Spiel die besten Werfer. Schmidt, der sämtliche Siebenmeter sicher versenkte, zeigte sich defensiv aggressiv und offensiv extrem dynamisch.

Im zweiten Spielabschnitt gelang es den Wild Boys das Ergebnis, trotz eines vorübergehenden 12-Tore-Rückstand, unter Kontrolle zu halten. Dabei spielte sicher auch das nachlassende Engagement der Gastgeber eine Rolle, ergänzt durch den Mut der Verzweiflung auf Seiten des TVB. Arni Sigtryggsson, der im ersten Spielabschnitt nur einmal getroffen hatte, erzielte insgesamt sieben Tore und war bester Bittenfelder Werfer.

Minden gab die Kontrolle über das Spiel nie aus der Hand und siegte verdient mit 32:25 (17:10) gegen den TV Bittenfeld. Sollte alles erwartungsgemäß ablaufen, wird es dieses Duell in der kommenden Saison nicht mehr geben. GWD wird dem Ruf der stärksten Mannschaft der Liga gerecht, die Wild Boys müssen mit Blick auf die letzten vier Spiele erkennen, dass es für die Ligaspitze noch nicht reicht. Nach einem freien Wochenende geht es in der Bittenfelder Gemeindehalle gegen Potsdam um fest eingeplante Punkte.

GWD Minden:
Persson, Vortmann – Skusa (1), Fuchs (1), Bartsch, Steinert (3), Südmeier, Torbrügge, Tesch (2), Schmidt (10/5), Svitlica (9), Doder (6), Klesniks

TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer, Schöbinger (2), Kienzle, Weiß (3), Schweikardt (3/2), Gunnarsson (3/2), Baumgarten (4), Sigtryggsson (7), Wehner (3), Seiz, Salzer.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

24.03.2012 · TV Bittenfeld - TUSEM Essen 27:29

TVB verschenkt zwei Punkte an Tabellenzweiten

Nichts war es mit der Überraschung in der Bittenfelder Gemeindehalle: Am Samstagabend verloren die Wild Boys nach einer spannenden Zweitliga-Partie gegen den Tabellenzweiten TUSEM Essen mit 27:29 (12:13). Trotz mehrmaliger Zwei-Tore-Führung konnte das Team keinen Heimsieg einfahren. Erfolgreichster Werfer war Dominik Weiß mit acht Treffern.

Große Enttäuschung herrschte im Lager der Bittenfelder nach der bitteren Heimniederlage gegen den heißen Aufstiegsfavoriten in die Beletage des deutschen Handballs. TUSEM Essen hatte in der zweiten Halbzeit Probleme gegen das stark aufspielende Team der Hausherren aus dem Rems-Murr-Kreis. Doch die Gäste setzten nach mehrmaligem Rückstand immer wieder nach und übernahmen in den Schlussminuten die erneute Führung. Am Ende standen die aufopferungsvoll kämpfenden Wild Boys mit leeren Händen da, aber sie hatten diesen Punktverlust selbst verschuldet.

Zunächst war die Truppe von Günter Schweikardt und seinem Trainerteam gut in die Partie gestartet, auch wenn die Gäste aus Essen nach einer Viertelstunde mit 3:7 führten. Fünf Minuten später befürchteten die rund 950 Zuschauer in der Gemeindehalle beim Stande von 5:10 eine haushohe Niederlage für ihr Team. Die sollte allerdings ausbleiben, denn der TVB drehte die Partie innerhalb von weiteren fünf Minuten. Eine geschlossene Mannschaftsleistung brachte die Jungs auf 12:12 kurz vor dem Seitenwechsel heran – TUSEM rettete durch den besten Essener Werfer Niclas Pieczkowski das 12:13 in die Halbzeitpause. Das krankheitsbedingte Fehlen von Jürgen Schweikardt sollte sich erst in der zweiten Halbzeit bemerkbar machen.

Die zweiten dreißig Minuten verliefen zunächst sehr ausgeglichen. Bittenfeld blieb auf Tuchfühlung, erzielte durch den engagierten Florian Schöbinger vom Kreis sofort nach Anpfiff den 13:13-Ausgleich. Der Siebenmetertreffer von Arnor Gunnarsson – Bittenfeld vergab während der gesamten Spielzeit drei Strafwürfe – und das Hammer-Tor von Dominik Weiß (38.) brachte den TVB mit 17:15 in Front. Doch an diesem Abend sollte der TVB gleich dreimal die Chance vergeben, mit drei Treffern in Führung zu gehen. TUSEM Essen markierte immer wieder den Anschlusstreffer, Bittenfeld konnte sich gegen das diszipliniert auftretende Gästeteam nicht entscheidend absetzen.

Dennoch versuchten die Hausherren alles gegen den Tabellenzweiten. Einige technische Fehler sowie der gute Auftritt von TUSEM-Torhüter Jan Kulhanek verhinderten jedoch eine kleine Sensation gegen den aktuellen Tabellenzweiten. Schöbinger zeigte beim 23:23 (51.) einen schönen Dreher, Weiß dreschte den Ball aus dem Stand zum 25:26-Anschluss (55.) unter die Latte des gegnerischen Gehäuses. Kurz vor dem Ende kam noch einmal Hoffnung auf, als Arnor Gunnarsson den TVB auf 27:28 (59.) heranbrachte. Der Pieczkowski-Treffer zum 27:29 brachte aber vierzig Sekunden vor Spielende die Entscheidung.

„Wir hatten heute die große Chance, den Tabellenzweiten aus Essen zu schlagen. Leider haben wir es versäumt, unsere mehrmalige Führung konsequent auszubauen“ meinte ein enttäuschter TVB-Coach Günter Schweikardt nach der Partie. Durch den Punktgewinn hätte Bittenfeld den Anschluss an das obere Tabellendrittel halten können. Als Elfter steht der TVB nun im Mittelfeld der 2. Bundesliga, das immer enger zusammenrückt. Für das Team geht es bereits am kommenden Mittwoch weiter. Dann reist der TV Bittenfeld zum schweren Auswärtsspiel beim Ligaprimus GWD Minden.

TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer (5), Schöbinger (5), Kienzle (1), Forstbauer, Weiß (8), Gunnarsson (2/1), Heib (2/1), Baumgarten, Sigtryggsson (3), Wehner, Salzer (1).

TUSEM Essen:
Kulhanek, Bliß – Keller, Kühn (1), Pöter (2), Trodler, Pieczkowski (6), Seidel, Lindt (5), Handschke (4), Rahmel (5), Ciupinski, Prokopec (3/2), Kropp (3).

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

21.03.2012 · TV Emsdetten - TV Bittenfeld 31:27

Die Führung verspielt – die Punkte vergeben

Gegen den TV Emsdetten bleibt der TV Bittenfeld in dieser Saison ohne Punktgewinn. Die Wild Boys vergaben im Münsterland eine Drei-Tore-Führung und verloren am Ende deutlich mit 27:31 (14:15). Durch die Niederlage fällt der TVB auf den 8.Platz zurück.

Nach der denkwürdigen Niederlage im Hinspiel gegen den TV Emsdetten, wollte es die Mannschaft aus Bittenfeld am Mittwochabend besser machen. Mehrmals erholten sich die Wild Boys von kleineren Rückständen im ersten Durchgang, hatten in Arnor Gunnarsson ihren sichersten Schützen. Der Isländer markierte in den ersten zwanzig Minuten fünf Treffer und hielt sein Team im Spiel.

Bei den Gastgeber stellt Janko Bozovic einen entscheidenden Faktor dar, traf er im ersten Spielabschnitt doch nach Belieben. Insgesamt neun Tore standen bei ihm nach Spielende zu Buche, allein sieben davon erzielte er im ersten Durchgang. Die TVB-Defensive fand gegen den wuchtigen Rückraumspieler keine entsprechenden Mittel – Daniel Sdunek verhinderte in dieser Phase einen höheren Rückstand.

Nach der Pause wendete sich das Blatt, der TVB erspielte sich mit einem 5:1-Lauf eine vielversprechende 19:16-Führung. Gunnarsson versenkte alle seiner fünf Siebenmeter sicher, kam letztlich auf acht Tore. Wie schon einige Male zuvor in dieser Spielzeit gelang es den Bittenfelder Spielern nicht die Führung zu halten oder gar auszubauen. Emsdetten wendete das Spiel mit einer vor allem kämpferisch überzeugenden Leistung.

Mit der zweiten Zeitstrafe gegen Florian Schöbinger, die man durchaus als strittig bezeichnen kann, kippte das Spiel endgültig auf die Seite der Heimmannschaft. Die Versuche des TVB endeten in dieser Phase häufig in hektischen Abschlüssen, die durch früh signalisiertes Zeitspiel noch forciert wurden. Die internationale und vor allem im Rückraum individuell sehr stark besetzte Heimmannschaft stellte in der Folge ihre Rolle als Aufstiegsaspirant unter Beweis.

Emsdetten gewinnt unter dem Strich, vielleicht etwas zu hoch, mit 31:27 (15:14). Die Wild Boys müssen sich nach der Niederlage in Emsdetten nun wieder Richtung Tabellenmittelfeld orientieren und sich auf die Sicherung eines einstelligen Tabellenplatzes konzentrieren. Auf diesem Weg stehen zwei harte Aufgabe bevor, am Samstag empfängt die Mannschaft von Günter Schweikardt und seinem Trainerteam den Tabellenzweiten aus Essen, Mittwoch steht die Reise zum Ligaprimus nach Minden an.

TV Emsdetten:
Babin, Feshchanka – Wesselink, Kvalvik, Bozovic (9), Cordes (3), Thünemann (5), Giesbert (1), Boomhouwer (6/2), Fridgeirsson (1), Arnarsson (6)

TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer (5), Schöbinger (3), Kienzle (1), Forstbauer, Weiß (3), Schweikardt, Gunnarsson (7/5), Heib, Baumgarten (4), Sigtryggsson (2), Wehner (1), Salzer (1)

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

16.03.2012 · Bittenfeld erkämpft Punkt gegen Neuhausen

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten und kein Sieger

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten sahen die 5740 Zuschauer in der Porsche Arena beim Spiel des TV Bittenfeld gegen den schwäbischen Rivalen aus Neuhausen. In der ersten Halbzeit dominierten die Gäste die Partie nach Belieben und gingen mit 11:19 in die Pause. Nach der Pause besannen sich die Gastgeber auf ihre Stärken und kämpften sich dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung zurück ins Spiel. Kurz vor dem Ende konnte Bittenfeld den verdienten Ausgleich erzielen und verteidigte den Punkt am Ende. Beste Torschützen waren Dominik Weiß, der für Bittenfeld acht Tore erzielte und Nico Büdel, der ebenfalls acht Mal für die Gäste erfolgreich war.

Das Spitzenspiel der zweiten Liga in der nahezu ausverkauften Porsche Arena begann hektisch und zerfahren. Nach einem Bittenfelder Fehlwurf holte sich Tobias Schimmelbauer, nach einem Gesichtstreffer, die erste Zeitstrafe des Spiels ab. Dies hielt Arnor Gunnarsson jedoch nicht davon ab, das 1:0 für seine Farben zu erzielen, als er in Unterzahl per Konter traf. Im Gegenzug erkämpften sich die Gäste einen Strafwurf, den Marcel Schiller sicher zum 1:1 verwandelte. Nach diesem Tor begann das Duell Magnus Becker im Neuhäuser Tor gegen die komplette Bittenfelder Mannschaft. In den folgenden Minuten hielt der Torhüter des TV Neuhausen alles und Julius Emrich und Jeremias Rose brachten Neuhausen mit einem Doppelschlag auf 1:3 in Front.

Dominik Weiß hielt zwar mit einem Rückraumkracher noch einmal dagegen, doch auch er hatte gegen die massive Abwehr der Gäste aus dem Ermstal kein Mittel. Ein Doppelschlag von Marcel Schiller brachte Neuhausen mit 2:5 in Front und nach zehn Minuten schwante den Zuschauern nichts Gutes, denn nach Simon Baumgartens Treffer zum 3:5 zog Neuhausen das Tempo erneut an und Nico Büdel traf nach Belieben. Seine zwei Tore sowie ein Schlagwurf von Ralf Bader bedeuteten innerhalb weniger Minuten das 3:8. Doch wer dachte, die Mannschaft aus dem Remstal habe sich nun gefangen, der sah sich getäuscht.

Neuhausens Rückraumkanonier Nico Büdel traf nach Belieben und so konnten sich die Gäste sogar bis auf 6:13 absetzen. Bis zur 28 Minute verkürzten die Hausherren dann bis auf 11:16 durch Florian Schöbinger sah es noch relativ gut aus, doch ein kollektiver Aussetzer in den letzten Sekunden der ersten Halbzeit verhinderte eine bessere Ausgangsposition, da Andreas Schröder, Jeremias Rose und Aleksandar Stevic schraubten das Ergebnis bis zum Pausenpfiff nach vermeidbaren Fehlern der „Wild Boys“ auf 11:19.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien es zunächst so weiter zu gehen, wie es vor dem Pausenpfiff geendet hatte. Andreas Schröder erhöhte für seine Farben auf 11:20. Nach Thorsten Salzers Doppelpack kam nun auch Bittenfelds Torhüter Felix Schmidl immer besser ins Spiel und konnte sich ein ums andere Mal auszeichnen. Bittenfeld blies nun zur Aufholjagd und die Halle trug das Team von Günter Schweikhardt. Nach 37 Minuten hatte sich Bittenfeld, dank einer nun immer besser werdenden Deckung, beim 17:21 wieder zurück ins Spiel gekämpft und das Publikum tobte. Nico Büdel setzte noch einmal ein Ausrufezeichen und erhöhte auf 17:22. Bis zum 20:25 durch Marcel Schiller hielt Neuhausen diesen Vorsprung.

Was dann passierte, war für beide Fangruppen kaum zu glauben. Innerhalb von sechs Minuten drehten die Hausherren den Spieß mit sechs Toren in Folge um und gingen nach Simon Baumgartens Treffer das zweite Mal, nach dem 1:0, in Führung. Der Lärm in der Halle war nun ohrenbetäubend und beide Mannschaften schenkten sich nichts mehr. Die
Führung wechselte ständig und auch die Trainer wechselten bei den Torhütern munter durch. In der 56. Minute brachte Andreas Schröder die Gäste mit 30:32 in Front, doch Dominik Weiß und Tobias Schimmelbauer sorgten mit ihren Toren für den Ausgleich und Spannung in der Porsche-Arena. Jeremias Rose brachte dann Neuhausen erneut mit 32:33 in Führung und holte gleichzeitig eine Zeitstrafe für Simon Baumgarten heraus. Doch das war noch nicht das Ende dieses verrückten Spieles, da Tobias Schimmelbauer mit einem Unterhandwurf das 33:33 besorgte und die Halle in einen kollektiven Jubel stürzte. Als der letzte Wurf von Andreas Schröder am Tor vorbei zischte kannte der Jubel unter den Anhängern des TV Bittenfeld keine Grenzen mehr.

TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek, Schmidl – Schimmelbauer (4), Schöbinger (3), Forstbauer, Weiß (8), Schweikardt (5/2), Gunnarsson (3), Heib (1), Baumgarten (3), Sigtryggsson (4), Wehner, Salzer (2), Seiz, Kienzle.

TV 1893 Neuhausen:
Becker, Bauer – Emrich (3), Reusch, Schiller (6/1), Stevic (2), Klingler, Michalik, Büdel (7/1), Rose (7), Oesterle, Schröder (4), Bader (4), Eisele.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

16.03.2012 · Ein besonders prickelndes Derby

Der vierte und letzte Auftritt des TV Bittenfeld in der Porsche-Arena in dieser Saison ist von besonderer Bedeutung. Sollte der TVB im württembergischen Derby gegen den TV Neuhausen/Erms leer ausgehen, wäre der Kontakt zu den Aufstiegsplätzen abgerissen. Auch der TVN steht nach 1:7 Punkten unter Druck und wäre bei einer Niederlage punktgleich mit dem TVB.

Höheres und ausgeglichenes Niveau hatten sich die Reformbefürworter von der Einführung der eingleisigen 2. Liga versprochen. Tatsächlich ist die Saison äußerst spannend, es vergeht kein Spieltag ohne Überraschungen. Am Ende indes werden wohl eher die negativen Schlagzeilen hängenbleiben. Der TV Korschenbroich, der DHC Rheinland und die HSG Düsseldorf haben ihren Rückzug aus der 2. Liga angekündigt. Sollte die eine oder andere Mannschaft vorzeitig den Betrieb einstellen, müsste die Tabelle neu berechnet werden. Im schlimmsten Fall noch am vorletzten Spieltag (siehe Liga kompakt). „Das beschäftigt einen schon“, sagt Günter Schweikardt. „Für den Handball ist das alles sicher nicht gut.“ Der Bittenfelder Trainer wünscht sich „eine klare Anweisung der HBL“. Die betroffenen Vereine müssten sich äußern, ob sie die Saison durchziehen. Oder sie müssten sofort aufhören.

Die Konzentration der Bittenfelder richtet sich auf einen weiteren Saisonhöhepunkt. Das Derby gegen den TV Neuhausen/Erms wird das letzte in dieser Saison in der Porsche-Arena sein. Die Partie gegen die HSG Nordhorn-Lingen am 4. Mai wird nebenan in der Scharrena ausgetragen.

Die Spiele zwischen dem TVB und dem TVN sind immer etwas Besonderes gewesen. Abgesehen davon, dass sich einige Spieler sehr gut kennen, ging’s meist heiß her. In der vergangenen Saison klauten die Neuhausener dem TVB in der Porsche-Arena beim 24:24 einen Punkt. Auch ans Hinspiel in dieser Saison erinnert sich der TVN gerne, behielt er doch mit 30:27 die Oberhand. Es war der erste Pflichtspielsieg der Ermstäler im fünften Vergleich mit dem TVB. Am siebten Spieltag trennte die Bittenfelder bei 5:9 Zählern nur die bessere Tordifferenz von einem Abstiegsplatz, Neuhausen dagegen hatte sich mit 11:1 Punkten ganz vorne in der Tabelle eingenistet.

So ging’s auch noch eine Weile weiter: Zur WM-Pause im Januar lag der TVN mit 25:11 Punkten auf Rang zwei, punktgleich mit Spitzenreiter Minden. Der TVB hatte sich mit 19:17 Zählern ins Mittelfeld gerettet.

Inzwischen haben sich die beiden Mannschaften einander angenähert, mit einem Sieg würde Bittenfeld zu Neuhausen aufschließen. Vor ein paar Wochen hatte es danach nicht ausgesehen. Das Team von Trainer Markus Gaugisch schien stabil, lag bei 29:13 Punkten auf Kurs. Derzeit indes hat sie einen kleinen Durchhänger, 1:7 Punkte stehen zu Buche. Negativer Höhepunkt war die 25:28-Heimniederlage gegen Korschenbroich – die zweite in dieser Saison. Gleichzeitig war’s der erste Auswärtserfolg für den Vorletzten. „Neuhausen hat lange für Furore gesorgt“, sagt Schweikardt. Nun habe es auch erkennen müssen, dass während der lange Runde nicht immer alles funktioniere. Nichtsdestotrotz hat er großen Respekt vor dem eingespielten Gegner. Große Stärken des TVN sind die aggressive 3:2:1-Deckung und der daraus resultierende Gegenstoß. Besonders in Szene setzt sich dabei der schnelle Linksaußen Marcel Schiller. „Wir brauchen ein gutes Rückzugsverhalten und dürfen Neuhausen die Bälle nicht in die Hände spielen“, sagt Schweikardt. Am Ende werde das Team mit der besseren Tagesform siegen. „Wir wollen jedenfalls unser Publikum begeistern.“

Von: Thomas Wagner für WKZ

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Foto: Heiko Potthoff

02.03.2012 · TV Bittenfeld - ASV Hamm-Westfalen 29:22

Nächster Heimsieg für den TVB

Nach dem deutlichen Auswärtssieg in Düsseldorf setzte sich der TV Bittenfeld am Mittwochabend vor 900 Zuschauern auch gegen den ehemaligen Erstligisten ASV Hamm-Westfalen durch. Beim verdienten 29:22 (15:8)-Heimerfolg waren Tobias Schimmelbauer, Arnor Gunnarsson und Dominik Weiß mit jeweils fünf Treffern erfolgreichste Werfer.

Das ist wahrlich ein perfekter Start für den TV Bittenfeld in die englischen Wochen im aktuellen Monat März. Der deutliche Auswärtserfolg am vergangenen Samstag in Düsseldorf scheint den Wild Boys gut getan zu haben. Endlich nutzte das Team die erarbeiteten Chancen eiskalt aus, machte bereits frühzeitig alles klar. Auch gegen den ASV Hamm-Westfalen zeigte der TVB eine glänzende Mannschaftsleistung, die sich vor allem in der starken Abwehrleistung niederschlug. Sie war erneut Hauptgarant für den doppelten Punktgewinn.

Aggressiv und kämpferisch präsentierten sich die Gäste aus Hamm-Westfalen in der Gemeindehalle. Sie gingen zunächst mit 0:1 in Führung, Bittenfeld legte durch zwei Treffer vom immer besser in Fahrt kommenden Adrian Wehner nach. Von da an entwickelte sich über vierzehn Minuten lang ein Bundesliga-Duell zweier Teams auf Augenhöhe. Bis der TVB von den zahlreichen Paraden von ihrem Torhütergespann Lorger/Sdunek profitieren konnte und beim 8:5 (16.) durch Schimmelbauer und 10:6 (21.) durch Dominik Weiß einen kleinen Vorsprung erkämpfte.

Nach 23 Minuten erfolgte ein kurzzeitiger Bruch im Spiel der Gäste. Der ehemalige Spielertrainer Maik Machulla wurde von den Schiedsrichtern wegen einem groben Foulspiel an Arnor Gunnarsson (Schlag ins Gesicht) mit der Roten Karte disqualifiziert. Hamm-Westfalen erzielte danach bis zur Halbzeit lediglich zwei weitere Treffer, Bittenfeld legte nach und ging mit einer beruhigenden 15:8-Führung in die Pause.

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte sollte allerdings nicht gut laufen für den TVB. Die kurze Schwächephase nutzte Hamm-Westfalen gut aus, das Team konnte durch einige Kontertore den Rückstand schnell auf 17:14 (40.) verkürzen. Eine Auszeit im richtigen Moment brachte die Remstäler jedoch wieder in die Spur zurück – ein grippaler Infekt schien Florian Schöbinger nicht aufhalten zu können, er markierte das wichtige 19:15 (41.) und 21:16 (43.). Die Hausherren hatten damit das Kommando zurückerobert und die kurzzeitige Sturm und Drang-Phase des Gegners unbeschadet überstanden.

Eine etwas zerfahrene Schlussphase sollte am Ende einer Bundesliga-Partie stehen, in der Bittenfeld von der ersten Minute an präsent war und sich frühzeitig einen Vorsprung erkämpfte. Gegen kräftig zupackende Gäste gelang ihnen das über beinahe die gesamte Spielzeit. „Heute war die starke Abwehrleistung ausschlaggebend für den verdienten Sieg. Das ganze Team hat sich von der ersten Minute an gegen einen starken Gegner gestemmt“ fasste Co-Trainer Klaus Hüppchen nach dem Punktgewinn zusammen.

TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek, Schmidl – Schimmelbauer (5), Schöbinger (4), Forstbauer (1), Weiß (5), Schweikardt, Gunnarsson (5/4), Heib (1), Baumgarten (3), Sigtryggsson (2), Wehner (3), Salzer.

ASV Hamm-Westfalen:
Friedrich, Mrkva – Rycharski (2), Machulla, Schumann (3), Simon (5/2), Wiegers, Schmetz (3/2), Macke, Hynek, Gudat, Hartmann (3), Paul (1), Pomeranz (5).

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

11.03.2012 · HC Empor Rostock - TV Bittenfeld 36:33

Niederlage in Rostock

Handball-Zweitligist TV Bittenfeld hat gestern eine große Chance vergeben, den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen zu halten. Nach vier Siegen in Folge kassierte der TVB ausgerechnet beim Abstiegskandidaten HC Empor Rostock eine verdiente 33:36-Niederlage (16:18). Die zuletzt hochgelobte Abwehr erwies sich als besonders anfällig, so viele Gegentreffer kassierte der TVB in dieser Saison noch nie.

Komplett chancenlos waren die Rostocker beim 22:37 in der Bittenfelder Gemeindehalle gewesen, gestern nahmen sie eindrucksvoll Revanche und schöpfen im Abstiegskampf damit wieder Hoffnung.

Und der TVB? Der zeigte sich nach zuletzt so stabilen Leistungen wieder einmal von seiner schlechteren Seite und vergab mit dieser Niederlage eine riesengroße Chance. Vier Punkte beträgt der Rückstand nun wieder auf Rang drei.

Es fing gar nicht so schlecht an für den TVB an der Ostsee. 8:8 stand’s vor rund 700 Zuschauern nach 14 Minuten. Dann nutzten die Bittenfelder zwei Zeitstrafen gegen Michal Bruna und Jörn Ilper clever aus und erspielten sich nach 20 Minuten die 13:10-Führung. Erstaunlicherweise bekam der TVB in den restlichen zehn Minuten bis zur Pause nicht mehr viel gebacken. Der Rostocker Tom Wetzel traf nach Belieben gegen die löchrige Bittenfelder Abwehr, vorne brachte der TVB gegen den kampfstarken Gegner nicht mehr viel zuwege. Folgerichtig nahm Rostock die verdiente 18:16-Führung mit in die Halbzeit.

In den zweiten 30 Minuten kam der TVB nicht mehr richtig zurück ins Spiel. Rostock nutzte schwache Abschlüsse des Gastes immer wieder zu Kontern und wehrte sich in der Abwehr nach Kräften. Insgesamt acht Zweiminuten-Strafen musste Empor absitzen. Anders als vor der Pause zog der TVB daraus keinen Nutzen und rannte stets einem Rückstand hinterher. Beim 26:25 (45.) und 31:29 (54.) gab’s Anlass zur Hoffnung, doch schwache Abschlüsse machten diese rasch wieder zunichte. Am Ende musste sich der TVB an der Ostsee verdientermaßen mit 33:36 geschlagen geben.

HC Empor Rostock: Storbeck, Schröder; Bruna (6), Dethloff, Ivankovic (9/5), Langhans, Höwt, Meschke (6), Gruszka (3), Papadopoulos (6), Wetzel (6), Sadewasser, Wischniewski, Ilper.

TV Bittenfeld: Lorger, Sdunek; Schimmelbauer (3), Schöbinger (3), Forstbauer (1), Weiß (4), Schweikardt (7/3), Gunnarsson (5), Heib (2/1), Baumgarten (3), Sigtryggsson (4), Wehner, Salzer (1).

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

02.03.2012 · HSG Düsseldorf - TV Bittenfeld 21:30

Nächster Punktgewinn! 30:21-Erfolg in Düsseldorf

Zweitligist TV Bittenfeld kommt immer besser in Fahrt. Nach den vergangenen beiden Heimerfolgen feierte die Mannschaft aus dem Rems-Murr-Kreis auch in der Ferne einen doppelten Punktgewinn. Gegen die HSG Düsseldorf kam der TVB dank einer starken Abwehrleistung zu einem ungefährdeten 30:21 (15:10)-Auswärtssieg. Erfolgreichste Werfer waren Tobias Schimmelbauer mit zehn und Arnor Gunnarsson mit acht Treffern.

Dreimal auswärts, zweimal vor heimischem Publikum, 7:3-Punkte – so lautet die Rückrundenbilanz des TV Bittenfeld nach der EM-Pause im Januar. Das kann sich durchaus sehen lassen, zumal sich das Team dadurch auf den sechsten Tabellenplatz vorgeschoben hat. Punktgleich mit dem TV Emsdetten lauern die Bittenfelder nun mit 26:20-Punkten auf Ausrutscher der Konkurrenz, um sich dem Spitzentrio weiter annähern zu können.

Gegen die HSG Düsseldorf hatte der TV Bittenfeld über das gesamte Spiel gesehen keine größeren Probleme. Der zukünftige Kooperationspartner des DHC Rheinland übernahm genau ein einziges Mal das Zepter im schmucken Castello, nämlich beim 1:0 durch Düsseldorfs zweitbesten Werfer des Abends, Markus Neukirchen. Zwei Treffer von Arni Sigtryggsson brachte dem TVB die erstmalige Führung ein, die sie im weiteren Spielverlauf nicht mehr aus der Hand geben sollten.

Ganz im Gegenteil: Der TVB-Express rollte von da an unaufhaltsam und musste nur noch einmal kurz zittern, als Düsseldorf nach sechzehn Minuten auf 6:7 verkürzen konnte. Gregor Lorger hatte im TVB-Gehäuse allerdings erneut einen guten Tag erwischt und zeigte seine bis dahin sechste Parade – zweimal Schimmelbauer und Gunnarsson erhöhten schnell auf 7:10. Und Bittenfeld setzte nach, baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 15:10 durch zwei Tore von Jan Forstbauer aus.

Im zweiten Durchgang erlaubten sich die Gäste aus dem Schwabenland keine Schwächephase mehr. Angetrieben von einem gut aufgelegten Lorger im Tor und dem flinken Außenspielerduo Schimmelbauer/Gunnarsson verwandelten sie konsequent die sich bietenden Chancen. Dabei profitierte der TVB immer wieder von technischen Fehlern und Fehlwürfen der sehr engagierten und tapfer kämpfenden Hausherren, deren personeller Aderlass der vergangenen Wochen nicht spurlos an ihnen vorüberging. Für große Unruhe sorgte vor der TVB-Deckung bis zur letzten Minute Düsseldorfs Spielmacher Alexander Feld, der seine halbrechten Rückraumspieler gekonnt in Szene setzte. Sie alleine konnten die Niederlage vor knapp 300 Zuschauern jedoch nicht verhindern.

„Wir haben heute von der ersten Minute an durchweg gut gespielt. Vor allem die starke Abwehrleistung mit einem guten Gregor Lorger im Tor haben uns den Auswärtssieg beschert“ sagte TVB-Trainer Günter Schweikardt nach Spielende. Nach einer Dreiviertelstunde hatte sich der TVB bereits eine 23:15-Führung erarbeitet, beim Siebenmetertreffer von Gunnarsson zum 27:17 (52.) betrug der Vorsprung bereits zehn Treffer. Das konnten die tapfer kämpfenden Düsseldorfer in einer eher zerfahrenen Schlussphase nicht mehr aufholen, in der Daniel Sdunek – zuletzt ausgefallen wegen einem leichten Muskelfaserriss – sein Comeback feiern konnte.

Der heiße Tanz im vorentscheidenden März geht bereits am kommenden Mittwoch weiter für den TV Bittenfeld. Dann kommt der ASV Hamm-Westfalen (12.) in die Gemeindehalle, um den jüngsten doppelten Punktverlust gegen Leipzig wieder auszugleichen.

TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer (10), Schöbinger (1), Forstbauer (3), Weiß (3), Schweikardt, Gunnarsson (8/4), Heib, Baumgarten, Sigtryggsson (3), Wehner (2), Salzer.

HSG Düsseldorf:
Savonis, Schlingmann – Feld (7/2), Neukirchen (6), N.Artmann (3), J.Artmann (3), Quade, Pagalies, Backhaus (1), Ranftler, Behrends (1), Zarnekow.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

25.02.2012 · TV Bittenfeld - HC Erlangen 24:23

Bittenfeld zwingt Tabellendritten in die Knie

Eine Woche nach dem Heimerfolg in der Stuttgarter Porsche Arena gegen den DHC Rheinland hat der TV Bittenfeld vor heimischem Publikum nachgelegt. Vor ausverkauften Rängen besiegte der TVB die Gäste des HC Erlangen mit 24:23 (14:12). Erfolgreichste Werfer des Abends waren Tobias Schimmelbauer mit sechs und Arnor Gunnarsson mit fünf Treffern.

Mit der besten Abwehr der 2. Bundesliga mussten es die Wild Boys am Samstagabend in der Gemeindehalle aufnehmen. Der HC Erlangen gehört zu den Überraschungsmannschaften der Saison und rangiert aufgrund seiner guten Abwehrleistungen auf dem dritten Tabellenplatz, einen Punkt hinter dem nächsten Überflieger aus Neuhausen. Dass der TV Bittenfeld auch mit diesen Teams mithalten kann, hat er mit dem knappen 24:23-Sieg gezeigt. Der doppelte Punktgewinn verschafft den Remstälern noch mehr Luft nach hinten – und bringt das Team bis auf vier Punkte an das Spitzentrio heran.

Im Spiel gegen Erlangen sahen die knapp 50 mitgereisten Fans der Franken eine Partie zweier Bundesligisten auf Augenhöhe. Der erste TVB-Angriff brachte keinen Torerfolg, die Gäste gingen zunächst mit 1:0 in Führung. Danach entwickelte sich ein ausgeglichener Schlagabtausch, bis die Hausherren vom zwischenzeitlichen 4:4 auf 6:4 durch zwei Schimmelbauer-Treffer erhöhen konnten. Der erneut gut aufgelegte Spielmacher Alexander Heib machte schließlich das 8:6, bevor sich der TVB durch Arnor Gunnarsson erstmals mit drei Toren Differenz beim 10:7 (24.) leicht absetzen konnte.

Doch den Bittenfeldern unterliefen immer wieder unnötige Fehler im Spielaufbau, die Erlangen über seine flinken Außen Benedikt Schwandner und Daniel Stumpf zu nutzen wusste. Beim 11:11 (28.) waren die Franken wieder dran, der TVB zeigte allerdings einen ganz starken Schlussspurt bis zum Pausenpfiff. Zunächst traf Simon Baumgarten mit dem Rücken zum Tor fallend das 13:12, danach parierte Gregor Lorger den Wurf von HC-Spielmacher Daniel Pankofer. Mit der Halbzeitpause traf Alexander Heib per Siebenmeter zum 14:12.

Nach dem Seitenwechsel erwischte der TVB erneut den besseren Start und zog auf 15:12 davon, Erlangen blieb jedoch beim 19:18 (43.) weiterhin auf Tuchfühlung. Doch dann begann die stärkste Phase der Hausherren, bei denen erneut Felix Schmidl den fehlenden Daniel Sdunek vertrat. Schmidl zeigte drei starke Paraden, seine Vorderleute reagierten schnell und zogen innerhalb weniger Minuten auf 23:18 (49.) davon. Der stärksten Phase sollte jedoch die schwächste folgen – Bittenfeld zeigte Nerven und versäumte es, den viel zitierten Sack zu zumachen. Die Folge: Erlangen profitierte von seinem hellwachen Torhüter Rene Selke und von den TVB-Fehlern im Angriff. Der erneut eingewechselte Lorger hielt den Konterversuch von Pankofer, als Schwandner wenig später alleine vor ihm auftauchte war er jedoch machtlos – 24:23 (59.). Doch das sollte der letzte Treffer des Abends bleiben.

„Das war ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegnet sind. Am Ende war es ein knapper, aber verdienter Sieg für uns“ sagte TVB-Trainer Günter Schweikardt übereinstimmend mit seinem Co-Trainer Klaus Hüppchen. Bittenfeld machte es erneut unnötig spannend in der Schlussphase, mehrmals hatte das Team die Chance auf eine frühzeitige Entscheidung. Dennoch zeigten sich alle Beteiligten äußerst zufrieden mit dem Punktgewinn in eigener Halle. Mit der Rückrundenbilanz von nunmehr 5:3-Punkte – zweimal davon trat das Team bereits in der Fremde an – reist der TV Bittenfeld am kommenden Wochenende zur HSG Düsseldorf, dem zukünftigen Fusionspartner des DHC Rheinland.

TV Bittenfeld:
Lorger, Schmidl – Schimmelbauer (6), Schöbinger (2), Forstbauer, Weiß (3), Schweikardt (2), Gunnarsson (5/3), Heib (4/1), Baumgarten (2), Sigtryggsson, Wehner, Salzer.

HC Erlangen:
Bayerschmidt, Selke – Müller, Schwandner (6), Münch (4), Krämer, Nienhaus (1), Hess (4), Schneck (3), Pankofer (2/1), Schmidtke, Stumpf (2), Urbasik, Link (1).

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

11.02.2012 · VfL Bad Schwartau - TV Bittenfeld 29:26

Bittenfeld stolpert im hohen Norden

Nach dem 27:27-Unentschieden am Mittwochabend bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim setzte es für den TV Bittenfeld am Samstag vor 2.000 Zuschauern gegen den VfL Bad Schwartau eine 26:29 (16:17)-Niederlage. Ein stark aufgelegter VfL-Keeper und die eigene mangelhafte Chancenverwertung machten einem Bittenfelder Punktgewinn einen klaren Strich durch die Rechnung. Erfolgreichster Werfer war Arnor Gunnarsson mit neun Treffern.

Bereits die Anfangsminuten in der beinahe ausverkauften Hansehalle in Lübeck ließen nichts Gutes erhoffen. Das Schiedsrichtergespann Dedens/Geckert hatte bereits nach nicht einmal drei gespielten Minuten alle gelben Karten verteilt und eine Zeitstrafe verhängt. Das brachte Unruhe in eine Partie, die keineswegs hart geführt wurde oder von übermäßig vielen Fouls geprägt war. Dennoch traf TVB-Kreisläufer Simon Baumgarten unbeirrt zur 0:1-Führung, wenig später Dominik Weiß zum 1:2. Das sollte allerdings die letzte TVB-Führung des Abends gewesen sein.

Von da an lief es nämlich nicht mehr rund bei den Wild Boys. Innerhalb von fünf Minuten zeigte Schwartaus gut aufgelegter Keeper Ariel Panzer gleich vier Glanzparaden und verhalf somit seinem Team zu einem 7:3-Vorsprung (10.), der TVB-Coach Günter Schweikardt zur ersten Auszeit zwang. Bittenfeld agierte in der Abwehr nicht energisch genug – Schwartaus rechter Rückraumspieler Toni Podpolinski hatte bis dahin bereits vier seiner insgesamt zehn Treffer markiert. Aber auch schnelle und einfache Kontertore waren es, die dem TVB zusetzten und ihn schnell in Rückstand gerieten ließen.

Erst nach der Auszeit kehrte mehr Struktur in die Angriffe des TV Bittenfeld ein. Durch sehenswerte Kombinationen über die beiden Kreisläufer Simon Baumgarten und Allrounder Florian Schöbinger kämpfte sich das Team zurück, knapste dem Gastgeber Tor um Tor ab. Und auch die Hereinnahme von Gregor Lorger für den unglücklich agierenden Daniel Sdunek zeigte Wirkung, denn Lorger zeigte einige gute Paraden. Tobias Schimmelbauer sorgte für den 14:14-Ausgleich (26.), bevor der VfL nochmals wegziehen konnte. Aber Schöbinger brachte seine Mannschaft Sekunden vor der Halbzeitsirene durch einen satten Unterarmwurf auf 16:17 heran.

Der zweite Durchgang gehörte dann erneut dem Gastgeber, der mit einer massiven Abwehr und einem starken Ariel Panzer zwischen den Pfosten die entscheidenden Faktoren an diesem Abend auf seiner Seite hatte. Unvorbereitete Würfe der Bittenfelder waren leichte Beute für den bulligen Schlussmann, und vermeintlich leichte Torchancen, die sogenannten „Hundertprozentigen“, wurden vom TVB zu oft liegen gelassen. So lief das Team von Günter Schweikardt und Klaus Hüppchen nach 48 Spielminuten einem 20:25-Rückstand hinterher, der nicht mehr egalisiert werden konnte.

„In den entscheidenden Phasen der Partie sind wir an dem wirklich gut aufgelegten VfL-Torhüter Ariel Panzer gescheitert“ meinte Schweikardt nach dem verpatzten Auftritt seiner Mannschaft. Er zeigte sich angesichts der verpassten Chance, in der Tabelle weiter nach oben klettern zu können, enttäuscht über den doppelten Punktverlust. Die Auswärtsniederlage können die Wild Boys bereits am kommenden Freitag unvergessen machen, wenn der DHC Rheinland in die Stuttgarter Porsche Arena kommt.

VfL Bad Schwartau:
Panzer, Mahncke – Hansen, Podpolinski (10), Wagner (6/4), Märtner, Zeschke (6), Hinrichsen (2), Kasza, Schult (2), Tretow (2), Todosijevic, Dombrowski (1), Schliedermann.

TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer (5), Schöbinger (3), Forstbauer (1), Weiß (4), Schweikardt (1), Gunnarsson (9/4), Heib, Baumgarten (3), Sigtryggsson, Wehner, Salzer.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

18.02.2012 · TV Bittenfeld - DHC Rheinland 25:24

TVB feiert knappen Sieg in der Porsche Arena

In einer dramatischen Schlussphase sichert sich der TV Bittenfeld beide Punkte gegen den DHC Rheinland. Vor 4.600 Zuschauern in der Stuttgarter Porsche Arena gewann das ersatzgeschwächte Team mit 25:24 (14:12) und belegt nun den neunten Platz in der 2. Bundesliga. Erfolgreichste Werfer auf Bittenfelder Seite waren Dominik Weiß und Arnor Gunnarsson mit jeweils sechs Treffern.

Keine guten Neuigkeiten gab es vor dem Anpfiff der Begegnung für den TVB. Krankheitsbedingt musste Jürgen Schweikardt seinen Einsatz in der Arena absagen, und auch Stammtorhüter Daniel Sdunek fiel aus. Er hatte sich im Training einen leichten Muskelfaserriß zugezogen. Die beiden Ausfälle sollten allerdings einen guten Start in die Partie nicht verhindern. Zweimal Adrian Wehner und Florian Schöbinger brachten die Hausherren mit 3:0 in Front, wenig später scheiterten die Bittenfelder Angreifer jedoch reihenweise am guten Gästetorhüter Jendrik Meyer.

So lief der TV Bittenfeld plötzlich einem 3:6 und 4:7-Rückstand hinterher. Günter Schweikardt reagierte und schickte Felix Schmidl zwischen die Pfosten für den in dieser Phase etwas glücklos agierenden Gregor Lorger. Und Schmidl überzeugte: Mit insgesamt fünf Paraden im ersten Durchgang zog er dem DHC-Angriff zunächst den Zahn und eröffnete seinem Team schnelle Tempogegenstöße. Bittenfeld nutzte die sich bietenden Chancen gut, Alexander Heib traf als Antreiber auf der Mitteposition zum 8:9-Anschluss (20.).

Danach blieb die Partie eng, keine der beiden direkten Tabellennachbarn konnte sich entscheidend absetzen. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel traf Nachwuchsspieler Michael Seiz auf Rechtsaußen zum 11:11-Ausgleich. Dominik Weiß, Florian Schöbinger und erneut Adrian Wehner sorgten für die 14:12-Halbzeitführung in der Stuttgarter Arena, in der an diesem Abend die Firma Sortimat als „Sponsor of the day“ fungierte.

Im zweiten Durchgang erzielte zunächst Seiz seinen zweiten Treffer des Abends, bevor DHC-Torhüter Meyer für die nächsten acht Minuten seinen Kasten vernageln konnte. Die Gäste aus Dormagen kämpften sich durch ihren bulligen Rückraumschützen Bartosz Konitz, Tobias Plaz und Florian von Gruchalla wieder heran – nach 39 Minuten war der 15:15-Ausgleich wiederhergestellt. Für die 16:15-Führung sorgte Alexander Heib per Siebenmeter, Weiß legte zum 17:15 und 18:15 nach. Danach folgten gleich vier Treffer von Arnor Gunnarsson zum vorentscheidenden 22:17 (49.), der sich erneut als treffsicherer Siebenmeterschütze erwies. Drei Paraden von Meyer und einige technische Fehler des TVB bescherten den Rheinländern allerdings den 24:23-Anschlusstreffer (57.) durch Björgvin Holmgeirsson.

Dann wurde es spannend in der Arena. Gunnarsson stellte erneut eine Zwei-Tore-Führung her, doch wenig später scheiterte der am Kreis gut agierende Simon Baumgarten an Meyer – Konitz verkürzte eine Minute vor dem Ende auf 25:24. Die Stimmung bei den Zuschauern erreichte seinen Höhepunkt, als Schöbinger dreißig Sekunden vor dem Ende den Ball nicht versenken konnte und die Gäste mit dem Schlusspfiff einen Freiwurf zugesprochen bekamen. Den direkten Wurf von Holmgeirsson konnte die TVB-Deckung blocken.

„Wir sind heute auf einen gut formierten Gegner gestoßen, der uns gefordert hat. Meine Mannschaft hat stark dagegen gehalten und eine klasse Leistung abgerufen“ meinte Günter Schweikardt nach dem doppelten Punktgewinn. Der TV Bittenfeld hat am kommenden Wochenende die nächste Chance auf einen Sieg. Das Team spielt erneut in eigener Halle und trifft auf den HC Erlangen.
TV Bittenfeld: Lorger, Schmidl - Schimmelbauer, Schöbinger (3), Kienzle, Forstbauer, Weiß (6), Gunnarsson (6/3), Heib (4/2), Baumgarten (1), Sigtryggsson, Wehner (2), Seiz (2), Salzer (1).

DHC Rheinland:
Meyer, Lenz - Szczesny, Mestrum, von Gruchalla (2/1), Plaz (2), Hegemann (5), Wittig, Kübler, Lochtenbergh (1), Konitz (5), Holmgeirsson (7), Petro (2).

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

26.12.2011 · TV Bittenfeld - SG BBM Bietigheim 30:29

Bittenfeld mit Last-Minute-Sieg in Stuttgart

Dem TV Bittenfeld ist ein erfolgreicher Jahresabschluss geglückt. Das Team aus dem Rems-Murr-Kreis gewann das Lokalderby gegen (Tabellen-)Nachbar SG BBM Bietigheim vor 6.200 Zuschauern in der ausverkauften Stuttgarter Porsche Arena mit 30:29 (15:14). Im rechten Rückraum stach Arni Sigtryggsson mit sechs Treffern heraus, jeweils fünf Treffer gelangen Arnor Gunnarsson, Florian Schöbinger und Simon Baumgarten.

„Wurfversuch durch Robin Haller, gehalten von Daniel Sdunek“ lautete der letzte Eintrag im offiziellen Live-Ticker der HBL. Bietigheims Rückraumspieler auf Links hatte drei Sekunden vor dem Ende versucht, seinem Team ein Unentschieden zu retten. Mit sieben Feldspielern agierte die SG in den verbleibenden neun Sekunden, doch es sollte nicht mehr reichen. TVB-Torhüter Daniel Sdunek, dem bereits zuvor wichtige Paraden gelangen, hielt beide Punkte für sein Team fest.

Unnötig spannend machten es die Bittenfelder in diesem packenden Lokalderby gegen den sowohl geographischen als auch tabellarischen Nachbarn aus Bietigheim vor einer atemberaubenden Zuschauerkulisse. Über 6.200 Zuschauer sahen zunächst die SG mit 0:2 in Führung gehen, bevor die Hausherren durch den Siebenmetertreffer von Alexander Heib zum 2:2 ausgleichen konnten. Von da an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der keines der beiden Teams die Oberhand gewann. Erst beim 11:8 (20.) durch Jan Forstbauer hatte der TVB die Möglichkeit davon zu ziehen.

Wie so oft in dieser Saison ließen die Bittenfelder Jungs diese Chance ungenutzt, obwohl Bietigheims Pierre Freudl für zwei Minuten auf die Bank musste. Beim 12:12 (27.) hatten die Gäste durch ihren erfolgreichsten Werfer Christian Schäfer wieder ausgeglichen. Eine starke Parade von Gregor Lorger und der verwandelte Siebenmeterversuch von Arnor Gunnarsson bescherten dem TVB jedoch die knappe 15:14-Führung.

Im zweiten Durchgang änderte sich kaum etwas am ausgeglichenen Spielverlauf, bis die Gäste durch Schäfer mit 18:20 (39.) in Front lagen – die Partie drohte zu kippen. Durch Simon Baumgartens unerbittlichen Einsatz am Kreis, der mehrere Male seinen Mitspielern durch geschicktes Sperre setzen den Weg zum Tor freiräumte, kamen die Bittenfelder wieder ran. Zweimal setzte sich der TVB in den letzten zehn Spielminuten sogar mit zwei Toren Vorsprung ab (27:25, 28:26), versäumte es aber, für klare Verhältnisse zu sorgen. Deshalb sollte die Entscheidung erst im Schlussspurt fallen.

Nach dem Treffer von Bietigheims Philipp Schulz sahen die Zuschauer das Tor des Abends: Nach einem gut angesetzten Heber von Tobias Schimmelbauer prallte der Ball an die Latte des SG-Gehäuses, um von dort aus auf die andere Angriffsseite zu springen. Dort stand Allrounder Florian Schöbinger parat, der nicht lange fackelte und sich in den Kreis warf. Er faustete den Ball über die Torlinie und sorgte eine Minute vor dem Ende für den entscheidenden Treffer.

Nach einem technischen Fehler und einer Zeitstrafe gegen Jürgen Schweikardt musste der TVB die letzten Sekunden der Partie in Unterzahl überstehen. Bietigheim wechselte den siebten Feldspieler ein, um in doppelter Überzahl den Ausgleichstreffer markieren zu können. Doch Daniel Sdunek sicherte mit seiner Parade beide Punkte für sein Team. „Das war ein großartiges Spiel, das alles hatte, was man von einem Derby erwartet“ meinte Cheftrainer Günter Schweikardt auf der Pressekonferenz, nachdem Gästetrainer Jochen Zürn zum Heimsieg gratuliert hatte.

Für beide Teams steht nun die Winterpause an, erst im Februar geht es in der 2.Bundesliga weiter. Der TV Bittenfeld konnte sich durch den Heimsieg in der Porsche Arena immerhin auf einen einstelligen Tabellenplatz (9., 19:17-Punkte) vorkämpfen, Bietigheim überwintert auf Rang 11 (17:19). Nach dem schwachen Start beider Mannschaften in die Saison zeigten sich beide Betreuer durchaus zufrieden mit der aktuellen Tabellensituation. Man habe sich nach Startschwierigkeiten in die neue eingleisige Liga hineingekämpft, sich an die starke Konkurrenz herangetastet. In der Rückrunde müssen beide Teams aus Baden-Württemberg zu mehr Konstanz finden, um am Ende der Saison eine gute Platzierung zu erreichen.

TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer, Schöbinger (5), Forstbauer (1), Weiß (3), Schweikardt (3), Gunnarsson (5/3), Heib (2/1), Baumgarten (5), Sigtryggsson (6), Wehner, Salzer, Seiz.

SG BBM Bietigheim:
Hacko, Welz – Haller (4), Bohnert (2), Kibat (3/1), Knierim, Heuberger (1), Schäfer (8), Coors, Blodig (1), Hinz (1), Freudl (4), Zieker, Schulz (5).

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

18.02.2012 · TVB feiert knappen Sieg in der Porsche Arena

08.02.2012 · TSG Ludwigsh. Friesenheim - TVB 27:27

Packende Schlussphase bringt Punkt für den TVB

Der TV Bittenfeld startet mit einem Unentschieden in Friesenheim in das Handballjahr 2012. Keine der beiden Mannschaften nutzte die Gelegenheit das Spiel vorzeitig zu entscheiden – die Punkteteilung am Ende ein gerechtes Ergebnis. Auf Seiten der Wild Boys waren Florian Schöbinger (6) und Arnor Gunnarsson (6/3) die erfolgreichsten Schützen.

Die Zuschauer in Friesenheim bekamen kein schnelles oder besonders schönes Spiel zu sehen, dafür war es spannend bis in die letzte Sekunde. Vorsichtig starteten beide Teams in das neue Kalenderjahr, tasteten sich in der Anfangsphase behutsam ab. Der TVB ging mit 3:0 in Führung, die Gastgeber verkürzten und hielten im gesamten ersten Spielabschnitt den Anschluss.
Den Wild Boys boten sich durchaus Gelegenheiten, um eine höhere Führung zu erspielen, das Team scheiterte dabei am eigenen Leichtsinn oder Kevin Klier im Tor der ‚Eulen’.

Nach 15 Minuten war das Spiel wieder ausgeglichen, die Führung wechselte anschließend mehrfach hin und her. Die Blauen-Weißen gingen mit einem Tor Vorsprung in die Kabine, hatten in Arnor Gunnarsson (4) und Florian Schöbinger (3) ihre besten Werfer.
Kurz nach dem Seitenwechsel drehten die Friesenheimer den Spielstand und gaben die Führung bis in die Schlussphase nicht mehr her. Die Wild Boys, mehrfach durch Zeitstrafen dezimiert, konnten sich bei einem stark aufgelegten Gregor Lorger bedanken, der das Spiel in Schlüsselmomenten für seine Vorderleute offen hielt.
Die Stimmung in der von knapp 1000 Zuschauern besuchten Friedrich-Ebert-Halle wurde hitziger, das durchschnittliche Spiel knisterte vor Spannung.

Fünf Minuten vor dem Ende, als Reaktion auf den Ausgleich durch Schimmelbauer, nahm der Friesenheimer Coach König eine Auszeit. Im Anschluss erlebten alle beteiligten ein Wechselbad der Gefühle, dass beiden Teams zeitweise die bessere Ausgangslage bescherte. Beim Zwischenstand von 26:26 kassierte Alexander Becker eine Zeitstrafe, die für ein Bittenfelder Stimmungshoch sorgte. Zwei von drei Minuten in Überzahl – eine gute Ausgangsposition. Der Führung durch Gunnarsson folgten der in Unterzahl zu einfach erzielte Treffer von Backovic und eine Zeitstrafe gegen Arni Sigtryggsson, die den faden Beigeschmack einer Konzessionsentscheidung hatte. 


Eine Minute 5 gegen 5 und eine Minute Überzahl für die Gastgeber – die Ausganglage drehte sich schlagartig. Als Jürgen Schweikardt im folgenden Angriff an Kevin Klier scheiterte, hätte sich über einen Punkt aus Sicher der Wild Boys niemand mehr beschwert. Die Gastgeber in Überzahl und in Ballbesitz, plötzlich mit allen Möglichkeiten zur doppelten Punktausbeute. Andrej Kogut riskierte 20 Sekunden vor dem Ende einen gewagten Pass, den Dominik Weiß geistesgegenwärtig abfangen konnte. Der folgende Gegenstoß endete in einer Zeitstrafe für den Ex-Bittenfelder Marco Hauk und einem Matchball für die Wild Boys.


Der letzte Angriff des TVB fand sein Ende in einem Schlagwurf von Tobias Schimmelbauer, gegen den Kevin Klier keine Abwehrmöglichkeiten gehabt hätte. Drei Sekunden vor der Sirene schlug der Ball am rechten Lattenkreuz an und das Spiel endete mit einer nervenaufreibenden Punkteteilung. Unter dem Strich gerecht, wie auch Günter Schweikardt befand: „Der Spielfluss im ersten Durchgang ist in der zweiten Halbzeit ins Stocken geraten, unter dem Strich steht eine gerechte Punkteteilung, mit der wir uns zufrieden zeigen müssen.“
Schon am Samstag steht das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm, wenn die Wild Boys beim VfL Bad Schwartau die Rückrunde einläuten. Nach vier Siegen und einem Remis aus den letzten fünf Auswärtsspielen kann die Mannschaft mit breiter Brust in den Norden reisen.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

20.01.2012 · Der Kader des TVB nimmt Konturen an

Der Januar ist der Monat, in dem die Handball-Bundesligisten zu großen Teilen ihre Kader für die nächste Saison zusammenstellen. Beim TV Bittenfeld gibt’s noch das eine oder andere Fragezeichen, drei weitere Personalien indes sind fix: Adrian Wehner, Florian Schöbinger und Tobias Schimmelbauer haben ihre Verträge verlängert.

Eine wichtige Verpflichtung hatte der TVB bereits vergangene Woche unter Dach und Fach gebracht: Michael Schweikardt (28) wird zur neuen Saison vom Erstligisten MT Melsungen nach Bittenfeld zurückkehren. Gestern nun gab TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt drei Vertragsverlängerungen bekannt: Linksaußen Tobias Schimmelbauer
(24) und Allrounder Florian Schöbinger (25) verlängerten ihr Engagement um jeweils zwei Jahre. Rückraumspieler Adrian Wehner (29) band sich ein weiteres Jahr an den TVB.

Bei Schöbinger indes gibt’s einen kleinen Wermutstropfen: Von August bis Dezember, also in der Hinrunde der nächsten Saison, werden die Bittenfelder auf ihn verzichten müssen. Der Betriebswirtschaftsstudent absolviert im norwegischen Bergen ein Auslandssemester. Bereits vor zwei Jahren war Schöbinger so gut wie weg, der Aufenthalt in Schweden zerschlug sich jedoch kurzfristig. „Ich denke, außer an den Handball, auch an meine berufliche Zukunft, und jetzt bietet sich mir wieder eine Chance“, sagte Schöbinger gestern. Bei einem hochklassig spielenden Club in
Bergen will er trainieren – „und ich hoffe, dass ich dann topfit zurückkommen werde“. Mit dem TVB habe er noch einiges vor. „Wir sind noch lange nicht am Ende.“

Tobias Schimmelbauer kam zur Saison 2011/2012 von der HSG Frankfurt zum TVB, entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einem Leistungsträger und war von anderen Vereinen heiß umworben. „Ich bin hier super aufgenommen worden und fühle mich sehr wohl“, sagte der Linksaußen. Er sehe beim TVB sehr gute sportliche und wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Nicht beschäftigen müssen sich die TVB-Verantwortlichen mit folgenden Spielern, die noch an den Verein gebunden sind: Daniel Sdunek, Jan Forstbauer, Dominik Weiß, Simon Baumgarten. Noch verhandelt werden muss mit Torhüter Gregor Lorger, Arnor Gunnarsson, Thorsten Salzer und Arni Sigtryggsson. Nicht sicher ist, ob Jürgen Schweikardt weitermachen wird.

Alexander Heib wird zur neuen Saison zu den Stuttgarter Kickers wechseln, Marcel Lenz schloss sich dem Drittligisten jetzt schon an. Schlechte Nachrichten gibt’s von Leon Pabst: Der Nachwuchs-Kreisläufer hat sich bei einem Einsatz in der zweiten Mannschaft des TVB das Kreuzband gerissen und wird rund ein halbes Jahr ausfallen. Er gehört aber weiter zum Kader.

Quelle: WKZ Thomas Wagner

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 


Zugriffe heute: 36 - gesamt: 11770.

Allgemein